FEUERWEHR EPPELBORN
Dienstag, 04.08.2020 22:45
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Samstag, 18.01.2020
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Frank Recktenwald
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Viel Arbeit für den Löschbezirk Eppelborn im vergangenen Jahr

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Sebastian Heinz wurde zum Feuerwehrmann befördert, Markus Scheuer wurde für 40 Jahre Feuerwehr geehrt und zum Beauftragten der Kleiderkammer bestellt, Dennis Treinen wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert
Eppelborn. "Auch in diesem Jahr kamen insgesamt wieder mehr als 10.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit im Löschbezirk Eppelborn zusammen", fasste Eric Holzer die einzelnen Aufstellungen an der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Löschbezirks Eppelborn zusammen. Für Holzer war es die erste Hauptversammlung im Amt des Löschbezirksführer, zu der er neben der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr, der Ehrenabteilung und des Fanfarenzugs auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen konnte.

Über 53 Aktive verfügt der Löschbezirk zum Jahresende 2019, was von der im Brandschutzbedarfsplan geforderten von 65 Einsatzkräften weit entfernt liegt. "Wie wir neue Mitglieder gewinnen können, dafür habe ich auch kein Patentrezept", erklärte der Löschbezirksführer. Dass aber diese Zahl zumindest in absehbarer Zukunft stabil bleibt, dafür sorge die sehr aktive und mit 15 Mitgliedern starke Jugendfeuerwehr. So konnten im vergangenen Jahr zwei Jugendliche in die Einsatzabteilung übernommen werden. Und 2020 stehen sogar 4 Übernahmen an, die die Einsatzabteilung top ausgebildet verstärken werden.

Dem gegenüber stehen aber auch vor allem die altersbedingten Übertritte in die Ehrenabteilung, die sich im Bericht des Alterswehrpräsidenten Hans-Jürgen Olliger als weiterhin sehr aktiv präsentierte. Zahlreiche Ausflüge und Veranstaltung standen im vergangenen Jahr auf dem Programm der 24 Mitglieder der Ehrenabteilung. Ein Höhepunkt dürfte dabei sicherlich die Besichtigung der Rettungsleitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg gewesen sein.

60 Mal musste der Löschbezirk Eppelborn im Jahr 2019 ausrücken, davon waren 32 Einsätze im Ortsteil Eppelborn. Sehr oft waren es technische Hilfeleistungen und Alarme von Brandmeldeanlagen, zu denen alarmiert wurden. Ein Höhepunkt dürfte aber der sicher nicht alltägliche Bombenfund mit anschließender Entschärfung am Bahnhof Eppelborn gewesen sein, zu der die Ortsmitte evakuiert werden musste. Hier zeigte sich eine hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Hilfsorganisationen, wie auch Ortsvorsteher Berthold Schmidt in seinem Dank an die Wehrleute bestätigte.

Vor allem waren es im vergangenen Jahr aber viele kleine Einsätze, zu denen der Löschbezirk Eppelborn ausrücken musste. Besonders die notfallmäßigen Türöffnungen für den Rettungsdienst nehmen zu, da immer mehr ältere Menschen alleine lebten.

Holzer dankte allen, die die Löschbezirksführung im vergangenen Jahr unterstützt hatten, sei es bei der Vorbereitung von Übungen und Veranstaltungen oder anderen administrativen Tätigkeiten. Auch bei den Umauarbeiten der Funkzentrale, der Erneuerung der IT-Infrastruktur oder auch beim Umbau der inzwischen fast 40 Jahre alten Sanitärbereiche konnte Holzer auf viele fleißige Helfer zählen.

Hohe Investitionen in die Feuerwehr im vergangenen Jahr

Der erste Beigeordnete Christian Ney, selbst aktives Mitglied im Löschbezirk Eppelborn berichtete in Vertretung von Bürgermeister Dr. Andreas Feld von den erheblichen Investitionen, die im vergangenen Jahr in die Feuerwehr und damit in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger getätigt wurden. 125.000€ kostete der neue Einsatzleitwagen der Feuerwehr Eppelborn, der künftig im Löschbezirk Wiesbach stationiert sein wird. Und der neue Rüstwagen für den Löschbezirk Eppelborn, der das bisherige mehr als 30 Jahre alte Fahrzeug ersetzt, schlägt mit 420.000€ zu Buche. Glücklicher Weise konnte hier aber 90% Bundeszuschüsse aus dem Bundesinvestitionsförderungsprogramm generiert werden.

Auch der wichtige Bereich Atemschutz wurde aufgewertet: 23.000€ wurden in neue Atemluftflaschen und Atemschutzmasken investiert, und für 8.000€ konnten 44 sogenannte Totmannwarner beschafft werden, eine wichtige Investition für die Sicherheit der Kameraden, die für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde im wahrsten Sinne des Wortes durch's Feuer gehen. Ein sehr großer Posten, genauer gesagt 78.000€ wurden in die persönliche Schutzkleidung der Einsatzkräfte investiert. Dies sei ein Höchstwert, erläuterte Christian NEy, der aber dringend notwendig war, um anderthalb Jahre Investitionsstau aufzuholen, wie Wehrführer Andreas Groß bestätigte. Künftig werden 2.000€ pro Monat in die Schutzausrüstung investiert, um beschädigte und verschlissene Kleidung austauschen zu können.

Auch konnte Ney schon einen Ausblick auf die geplanten Investitionen für das Jahr 2020 geben: Für die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeugs HLF10 sind 145.000€ Jahr und im darauffolgenden Jahr noch einmal 200.000€ eingeplant. Und für 45.000€ sollen in den Gerätehäusern Abgas-Absaugungen installiert werden.

Eine erfreuliche Nachricht konnte der Erste Beigeordnete zum Thema "Kostenloser Schwimmbadbesuch" überbringen. Im Zeitraum Februar 2019 bis zum Jahresende wurde die Möglichkeit des freien Eintritts in das Hallbergbad rund 300 Mal genutzt, so dass der Gemeinderat das Projekt jetzt langfristig beschlossen hat.

Im Anschluss konnte Ney zusammen mit Wehrführer Andreas Groß noch Ehrungen und Beförderungen aussprechen: Sebastian Heinz wurde zum Feuerwehrmann befördert, Markus Scheuer wurde für 40 Jahre Feuerwehr geehrt und zum Beauftragten der Kleiderkammer bestellt, Dennis Treinen wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert.