FEUERWEHR EPPELBORN
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Samstag, 16.09.2006
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Frank Recktenwald
Top AUSBILDUNG

Einsatzübung am Marienhof

Vorschau
In einer gemeinsamen Übung trainierten die Löschbezirke Humes, Hierscheid und Dirmingen die Brandbekämpfung auf einem Aussiedlerhof
Humes. Die Aussiedlerhöfe in der Gemeinde Eppelborn stellen die Feuerwehr vor eine ganz besondere Herausforderung: Die ausreichende Versorgung mit Löschwasser im Brandfall. Zwar gibt es dort durchaus Hydranten, doch die sind nicht in der Lage, die notwendigen mehreren hundert Liter pro Minute zu liefern. Der einzige Ausweg bei einem Brand: Mit Pumpen und über lange Schlauchleitungen muss Wasser bis zur Einsatzstelle gepumpt werden.

Das war auch die Aufgabenstellung, die die drei Löschbezirke Dirmingen, Hierscheid und Humes der Feuerwehr Eppelborn am 16. September 2006 bewältigen mussten. Die Aufgaben waren klar verteilt: Während Einsatzkräfte aus Humes und Dirmingen den Löschangriff an der Scheune begannen, brachten die Feuerwehrmänner aus Hierscheid eine Pumpe am Fischweiher in Stellung. Unterstützt von weiteren Kräften aus Dirmingen bauten sie dann die gut 500 Meter lange Schlauchleitung quer über Wiesen und Felder bis zum Marienhof auf. Die Pumpe eines Löschfahrzeugs wurde als Verstärkerpumpe auf halber Wegstrecke in die Leitung eingebaut, um den durch den Höhenunterschied abnehmenden Wasserdruck wieder zu erhöhen.

Über mehrere hundert Meter wurden zwei Schlauchleitungen zur Wasserversorgung aufgebaut
Auch aus einem Hydranten in der Steinackerstraße wurde Wasser entnommen und über eine ebenfalls mehrere hundert Meter lange Schlauchleitung zur Einsatzstelle gepumpt. Gut 15 Minuten dauerte das, hat Wehrführer Hermann Josef Recktenwald gestoppt. "Schneller ist das von Hand nicht zu packen", so der Feuerwehrchef bei der anschließenden Besprechung im Gerätehaus in Humes. Deshalb würde bei einem Ernstfall auch der Schlauchwagen aus Eppelborn zum Einsatz kommen. Mit ihm lassen sich bis zu 1000 Metern Schlauch in kürzester Zeit verlegen.

Auch Humes Löschbezirksführer Helmut Schäfer war sehr zufrieden mit der Leistung der 38 Feuerwehrmänner und -frauen: "Von der Alarmierung bis zum Beginn der Löscharbeiten dauerte es keine 10 Minuten."

Das diese Art von Übungen notwendig sind, zeigt ein Blick auf Einsätze in der Vergangenheit. So brannte es auf dem Marienhof das letzte Mal im Jahr 2001. Bei dem Brand, bei dem eine Scheune komplett zerstört wurde, konnten mehr als 60 Feuerwehrleute ein Übergreifen der Flammen verhindern.