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Montag, 10.04.2006
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Frank Recktenwald
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Wenn jeder Moment zählt und Probleme das Helfen schwer machen

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Parkende Fahrzeuge in einer verkehrsberuhigten Zone - für Rettungsfahrzeuge gibt es hier oft kein Durchkommen mehr
Person in Notlage, Feuer und Rauch im Eigenheim, Menschen in Gefahr: In solchen Situationen zählt jede Minute. Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr benötigen zur schnellen Hilfe genaue Ortsangaben und gute Anfahrtsmöglichkeiten. Nicht selten werden sie jedoch behindert. Meistens jedoch ohne Vorsatz, sondern aus Unkenntnis und Unbedachtheit.

Die Feuerwehr Eppelborn will Ihnen einige Dinge an's Herz legen und auf wichtige Punkte hinweisen.

Problem Nr. 1 - Anschrift des Einsatzortes

Bei der Notfallmeldung ist unbedingt die genaue Anschrift weiterzugeben, damit die Rettungskräfte auch zum richtigen Ort fahren. Verwechslungen oder nicht genau genannte Straßennamen erschweren die Anfahrt. So liegt der Einsatzort "Eppelborn - Am Markt" im Ortsteil Eppelborn, der Einsatzort "Eppelborn - Marktplatz" aber im Ortsteil Dirmingen. Bei der Meldung "Hohlstraße" muss die Feuerwehr in Wiesbach zum Einsatz, in der Straße "Auf der Hohl" jedoch in Eppelborn. Die "Kirchenstraße" befindet sich in Wiesbach, die "Kirchstraße" wiederrum in Bubach. Diese Liste liese sich noch weiter fortsetzen. Hilfreich ist immer auch die Angabe des Ortsteile, also "Unfall in Eppelborn, Ortsteil Eppelborn, ".

Problem Nr. 2 - Anfahrt für Rettungsfahrzeuge

Parkende Fahrzeuge, besonders in Nebenstraßen und verkehrsberuhigten Bereichen, machen oft eine Anfahrt nicht möglich. Die Feuerwehr Eppelborn hat bei "Probefahrten" in der letzten Zeit oft solche Engstellen gefunden, bei denen für die schweren Einsatzfahrzeuge kein Durchkommen ist. Bemerkenswert: Stehen Müllabfuhrtermine an, richten viele Autofahrer ihr Parkverhalten darauf ein, dass die großen Lastwagen der Entsorger rangieren können.

Problem Nr. 3 - Zugeparkte Löschwasserhydranten

Zur Brandbekämpfung braucht die Feuerwehr Löschwasser, das aus Hydranten in der Straße entnommen wird. Oft stellen Autofahrer unbewusst ihr Fahrzeug darauf ab. Auch ein kurzfristiges Abstellen ("Ich bin nur 2 Minuten weg gewesen!") behindert einen Feuerwehreinsatz bei einer Menschenrettung enorm.

Problem Nr. 4 - Fehlende Hausnummern

In Neubaugebieten sind ganze Häuserreihen manchmal ohne Hausnummern versehen. Auch wenn der Aussenputz noch nicht angebracht ist, hilft eine improvisierte, aufgemalte Hausnummer, die groß geschrieben, deutlich und gut sichtbar angebracht ist, den Einsatzort rasch zu finden. Nebenbei bemerkt: Auch der Pizza-Heimservice muss keine Runde durch's Neubauviertel fahren, wenn er sofort die Hausnummer erkennt.

Problem Nr. 5 - Verwinkelte und verästelte Straßenführung mit unregelmäßigem Hausnummernverlauf

In Neubaugebieten ist die Straßenführung bisweilen nicht gradlinig und der Hausnummernverlauf nicht regelmäßig. Auch die Ausschilderung von Straßenteilbereichen ist für die Rettungskräfte nicht immer sehr übersichtlich ("Hausnummern 35, 37, 82, 84, 86-92, 94"). Müssen die Rettungskräfte den Einsatzort erst suchen, vergeht wertvolle Zeit, hauptsächlich wenn große Einsatzfahrzeuge in engen Straßen rangieren müssen. Wichtig ist, den Rettungskräften entgegenzukommen und sie einzuweisen ("Lotsendienst"). Bitten Sie einen Angehörigen, Nachbarn oder Passanten, den anrückenden Kräften entgegenzugehen und ihnen den Einsatzort zu zeigen. Stellen Sie sich den Hilfskräften für weitere Hinweise und Fragen zur Verfügung (Was ist passiert? Wo ist es passiert? Sind Menschen betroffen? Wo ist der Zugang? Haben Sie einen Schlüssel?)

Berücksichtigen Sie diese 5 einfachen Punkte, damit keine wertvolle Zeit vergeht, wenn Sie die Hilfe der Rettungsdienste benötigen. Sprechen Sie auch Nachbarn und Anlieger darauf an, denn im Ernstfall zählt jeder Moment!