FEUERWEHR EPPELBORN
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Donnerstag, 12.01.2006
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Hans-Werner Guthörl
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Wo kommen denn die Feuerwehrleute her ?

Vorschau
Grundschule Dirmingen besucht die Feuerwehr
War es früher in der kinderreichen Zeit eigentlich kein Problem, Kinder für die Jugendfeuerwehr zu begeistern, so ist es heute doch schwieriger geworden. Heute gibt es bereits für Kinder ab 4 Jahren die Möglichkeit in Sportvereinen als "Mini" spielerisch Fussball oder Handball zu lernen.

Das Eintrittsalter für die Jugendfeuerwehr war seit der Gründung immer 12 Jahre, wurde aber dann in den letzten Jahren auf 10 Jahre herabgesetzt. Auch durften nun Mädchen in die Jugendfeuerwehr aufgenommen werden. Mit Beginn des Jahres 2006 wurde, bedingt durch das neue Brandschutzgesetz, das Eintrittsalter auf 9 Jahre herabgesetzt.

Aber trotz der Herabsetzung des Eintrittsalters kommen die Freiwilligen Feuerwehren erst spät an die Kinder heran. Oft haben sie sich schon in anderen Vereinen fest integriert. Aus diesem Grund beginnen wir Feuerwehrleute mit der Jugendarbeit schon im Kindergarten.

Jährlich werden wir von den Kindergärten und auch der Grundschule besucht, oder wir fahren vor Ort. Wir erklären den Kindern auf lockere, spielerische Art und Weise die Funktion der Feuerwehr und dass man auch vor den großen roten Autos keine Angst zu haben braucht.

Aber dies ist nur ein Teil der Jugendarbeit. Mit den etwas älteren Kindergartenkindern, beginnen wir auch jährlich mit der Brandschutzerziehung. Gerade im Kindesalter ist die Prävention zur Brandverhütung wichtig. Kinder lernen die Gefahren des Feuers kennen, lernen wie man zu Hause damit umgeht und dass man z.B. nicht im Bett rauchen sollte. Auch das Absetzen eines Notrufes erlernen die Kinder in Theorie und Praxis.

Durch diese stetige Arbeit, deren Zeitaufwand doch sehr hoch ist, weckt man das Interesse der Kinder und Jugendlichen an der Feuerwehr. Würde diese Arbeit nicht stattfinden, wären die Freiwilligen Feuerwehren vom Aussterben bedroht, denn die Möglichkeit erwachsene Menschen für die Arbeit in der Feuerwehr zu interessieren ist doch eher gering. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Fakt ist jedoch, dass die Freiwillige Feuerwehr vom Nachwuchs lebt. Und gerade dieser Nachwuchs steht für die Sicherheit der Bürger von Morgen.

Hat sich nun ein Kind für den Eintritt in die Jugendfeuerwehr entschieden, wird es hier herzlich aufgenommen und lernt auch neue Freunde kennen. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung, werden in den Jugendfeuerwehren noch viele andere Aktivitäten durchgeführt. Hier eine kleine Aufzählung:

  • Bastelabende
  • Schwimmbadbesuche
  • Nachtwanderung
  • Beteiligung an Projekte im Ort
  • Zeltlager
  • Ausflugsfahrten

Abnahme der Jugendflamme - Kuppeln einer Saugleitung
Mit der sogenannten "Jugendflamme", eine Art Zwischenprüfung, die während der Jugendfeuerwehrzeit in zwei Stufen abgenommen wird, wird der Ausbildungstand der jungen Feuerwehrleute abgefragt. Vor der Übernahme in die aktive Wehr wird auf Kreisebene die "Leistungsspange" erworben. Die Leistungsspange kann man als eine Art "Gesellenbrief der Jugendfeuerwehr" ansehen. Bei Übernahme in die aktive Wehr wird, wenn er die Leistungsspange erworben hat, dem Feuerwehrmannanwärter (FMA) ein Jahr geschenkt, da er doch eine große Vorbildung aus der Jugendfeuerwehr mitbringt.

Mit der Übernahme in die aktive Wehr, ist er aber mit seiner Ausbildung zum Feuerwehrmann nicht fertig. Nach der Übernahme findet eine Grundausbildung in Theorie und Praxis statt, der sich dann eine Truppführerausbildung anschließt. Erst dann wird der Feuerwehrmannanwärter zum Feuerwehrmann. Erst der Erwerb des "Truppführers" berechtigt den Feuerwehrmann an Lehrgängen verschiedenster Art an der Landesfeuerwehrschule in Saarbrücken teil zu nehmen.

Durch die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr in der heutigen Zeit, muss auch eine gute Ausbildung vorhanden sein. Diese Ausbildung beginnt mit Eintritt in die Jugendfeuerwehr und endet eigentlich nie. Das ist ja auch im Leben so.

Obwohl sich die letzten Abschnitte sicherlich etwas abschreckend angehört haben, ist es halb so schlimm. Die Ausbildungen werden von gut ausgebildeten und erfahrenen Kameraden durchgeführt und strecken sich über einen längeren Zeitraum. Dabei wird Kameradschaft "groß" geschrieben. Es ist für uns Feuerwehrleute unser Beitrag zum funktionieren der Gesellschaft, ein Beitrag um anderen, in not geratenen Menschen zu helfen.

Auf die Frage des Kindes: "Wo kommen denn die Feuerwehrleute her ?" könnte man antworten:

"Feuerwehrleute werden nicht fertig geboren.....sie werden ausgebildet."