FEUERWEHR EPPELBORN
Dienstag, 19.06.2018 01:02
Eppelborn  |  Bubach-Calmesweiler  |  Dirmingen  |  Habach  |  Hierscheid  |  Humes  |  Wiesbach  |  Macherbach  
Mittwoch, 30.11.2005
Druckversion
Frank Recktenwald
Top AUSBILDUNG

Übung an der Landesfeuerwehrschule

Vorschau
Starke Rauchentwicklung in einem Wohnhaus: Die Löschbezirke Bubach-Calmesweiler und Eppelborn konnten unter realistischen Bedingungen üben
Eppelborn. Der kritische Wohnungsbrand, bei dem noch Menschen in dem brennenden Gebäude eingeschlossen sind, ist die Einsatzsituation, in der sich die Schlagkraft der Feuerwehr beweisen muss. Es kommt auf den schnellen und taktisch richtigen Einsatz von Mannschaft und Geräten an, um das Leben der Hilfesuchenden zu retten.

Am Abend des 30. November hatten gut 20 Mitglieder der Löschbezirke Bubach-Calmesweiler und Eppelborn die Möglichkeit, dieses Szenario unter absolut realistischen Bedingungen zu trainieren. Auf dem Gelände der Feuerwehrschule des Saarlandes in Saarbrücken wurde ein Übungshaus stark verqualmt und mehrere Übungspuppen in dem Gebäude verteilt. Dann konnte der Einsatz der Übungsteilnehmer beginnen.

Unvorbereitet musste sich der Einsatzleiter wie in einem realen Einsatz schnellstens ein Bild der Lage verschaffen: Starke Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus, eine Person steht auf dem Balkon und ruft um Hilfe. Während zur Rettung eine Leiter aufgebaut wird, erfährt der Einsatzleiter von dem Anwohner, dass sich noch weitere Menschen in dem Gebäude aufhalten.

Einsatzkräfte rüsten sich mit Atemschutzgeräten aus, andere bauen eine Schlauchleitung von einem Hydranten auf. Die meisten der Arbeiten müssen parallel ablaufen, eine nicht ganz leichte Aufgabe für die Feuerwehrmänner beider Löschbezirke.

Gegenseitiges Ausrüsten für den Atemschutzeinsatz
Unter den kritischen Augen von Christian Holz, der hauptamtliche Lehrkraft an der Feuerwehrschule ist, werden die vermissten Menschen gerettet und Schläuche zur Brandbekämpfung in den Einsatz gebracht. Er zeigte sich Zufrieden mit der gezeigten Leistung, zeigte aber auch einige Punkte auf, bei denen noch Verbesserungsbedarf besteht. So war die Kommunikation über Sprechfunk mit den im Gebäude eingesetzten Kräften nicht immer optimal, und beim Retten der Personen sollten Fluchthauben zum Einsatz kommen. Diese Punkte werden jetzt in den nächsten Ausbildungen noch einmal gesondert angegangen.

Für alle, die dabei waren, war es eine lehrreiche Veranstaltung. Vor allem für die jungen Nachwuchsführungskräfte war es nicht ganz einfach, die Übersicht zu behalten und alle Maßnahmen zu koordinieren. Solche realistischen Übungen sollen ihnen dabei helfen, Erfahrungen für den Realeinsatz zu sammeln und so bei einem echten Schadensfall vorbereitet zu sein.