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Mittwoch, 15.07.1998
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Frank Recktenwald
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Neubau oder Umbau?

Eppelborn (wim). Zum wiederholten Mal wurde im Eppelborner Gemeinderat der Bau des Feuerwehrgeräteshauses in Wiesbach heftigst diskutiert. Ein klares Ergebnis stellte sich bei der Debatte jedoch noch immer nicht heraus. Vor allem in zwei wesentlichen Punkten scheiden sich die Ansichten der Politiker: Zunächst geht es darum, ob das jetzige Gebäude renoviert und dann mit einem Anbau vergrößert wird, oder ob ein neues Feuerwehrgerätehaus erbaut wird. In diesem zweiten Fall sind sich die Ratsmitglieder allerdings in der Frage des Standortes für solch ein neues Feuerwehrgerätehaus uneinig.

Zwei Plätze stehen momentan zur Diskussion: der alte, jetzige Standort, der jedoch einen Abriß des jetzigen Gebäudes nötig machen würde, oder ein Neubau zwischen der Schule und dem Friedhof. Die CDU sprach sich für einen Neubau aus. Das alte Feuerwehrgerätehaus soll abgerissen werden und an der gleichen Stelle soll eines neues, größeres Gebäude errichtet werden, in dem neben dem Gerätehaus der Feuerwehr auch das Deutsche Rote Kreuz und das Büro des Ortsvorstehers untergebracht werden sollen. Die SPD hingegen spricht sich für einen Neubau aus, der aber am Standort in der Nähe des Friedhofes entstehen soll.

Die SPD verfolgt damit auch das Ziel, in diesem Zusammenhang eine Ortskernsanierung in Wiesbach unter anderem mit dem Anlegen neuer Parkplätze zu erreichen. Die Grünen sprechen sich generell gegen einen Neubau aus und fassen die Möglichkeit einer Renovierung und Erweiterung des jetzigen Gebäudes ins Auge, vor allem wegen der geringeren Kosten. Doch der Ortsvorsteher von Wiesbach, Richard Kleer (CDU), warnt vor dieser Lösung und vor "Sparmaßnahmen am falschen Ort", denn das Gebäude sei in einem Zustand, in dem eine Renovierung nicht mehr rentabel sei und auf Dauer nichts bringen würde. Außerdem spricht er sich für den jetzigen Standort an der Wiesbachhalle aus, da dort ein optimales und schnelles Ausrücken der Feuerwehr gewährleistet ist.

Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz befürwortet die "ökonomische Nutzung" der "Alles unter einem Dach" -Lösung, will aber vor Ort, im jetzigen Feuerwehrgerätehaus, noch einmal mit allen Beteiligten Verhandlungen führen.

Quelle: Saarbrücker Zeitung