FEUERWEHR EPPELBORN
Samstag, 21.10.2017 10:16
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Mittwoch, 15.03.2000
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Frank Recktenwald
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1,4 Millionen Mark würde der Neubau kosten

Wiesbach (ruf). "Ein Gemeinderatsbeschluss zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Wiesbach liegt in Eppelborn grundsätzlich vor" , sagt der Eppelborner Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz. Jetzt wurde bei einem Pressegespräch der Bauplan auf den Tisch gelegt. Architekt Bernd Wirtz hat das Vorhaben umgesetzt und erklärte seine Vorstellungen: Um das Projekt städteplanerisch an die Umgebung aus Gemeindehaus und Kirche anzupassen, sei eine Abstufung gegenüber dem relativ hohen Gemeindehaus verwirklicht worden. Das heißt, schaut man von vorne oder der linken Seite auf das neue Gerätehaus, sind zwei Stufen zu erkennen: die etwas niedrigere Fahrzeughalle und der zweigeschossige Sozialbereich.

Der Dachraum oberhalb des Garagengebäudes soll als Aufenthalts-und Besprechungsraum der Feuerwehr genutzt werden. In der 180 Quadratmeter großen Halle ist Platz für drei Feuerwehrfahrzeuge. Außerdem findet man dort einen Geräteraum. Im Sozialbereich wurden Umkleideräume für 60 Männer und fünf Frauen, Sanitäranlagen mit Duschen und WC sowie ein Funkraum verplant. Im Obergeschoss befinden sich Versorgungsräume, Lagerräume der Jugendwehr und des Spielmannszuges sowie ein Büroraum.

"Kommt die Feuerwehr in das Haus, trifft sie auf eine Einbahnstraßensituation" , erläutert Wirtz. Von der Umkleide gehe es direkt in die Fahrzeughalle, also ohne Gegenverkehr, damit ein reibungsloser Ablauf im Ernstfall gewährleistet sei. "Der Neubau wird schätzungsweise 1370000 Mark kosten" , erklärt Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz. Davon würden 43000 Mark für den Abriss des vorhandenen Gebäudes, 1,1 Millionen Mark für die Errichtung des neuen Gebäudes benötigt. Die Honorare für Baunebenkosten beliefen sich auf 185000 Mark, die Ausstattung vereinnahme 42000 Mark. "Die Feuerwehr Wiesbach will eine Eigenleistung von 170000 Mark erbringen." 1,2 Millionen Mark seien in den Haushalten 1999 und 2000 finanziert, Baubeginn soll Mitte des Jahres sein.

Wo die Feuerwehr in dieser Zeit eine Notunterkunft finde, sei noch offen. "Vom Land werden wir keine spezielle Förderung für den Neubau erhalten" , so Lutz. Für die Gestaltung des Umfeldes und des Vorplatzes habe man ihm im Umweltministerium vor kurzem eine Zwei-Drittel-Kostenübernahme mündlich zugesagt. Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Wiesbach sei notwendig geworden, da die Bausubstanz in einem katastrophalen Zustand sei. Das Haus wurde 1953 errichtet, 1975 zog die Feuerwehr ein. "Eine Sanierung hätte ähnlich viel gekostet." Zudem würden dort Isolierungen gegen aufsteigende Feuchtigkeit fehlen, Salpeter blühe fast an jeder Ecke aus.

Eine Wärmedämmung sei nicht vorhanden, der Fußboden bestehe nur aus Beton und die Toranlagen haben eine zu geringe Durchfahrtshöhe. "Weder Duschen noch anständige Umkleiden konnte die Feuerwehr nutzen. Wir hätten nicht nur renovierten, sondern auch erweitern müssen" , erklärt der Bürgermeister. Bereits vor zehn Jahren liebäugelte die Feuerwehr Wiesbach mit einem Neubau. Anfangs wollte man noch mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zusammenziehen, doch das DRK erhalte jetzt Räumlichkeiten über dem Gemeindebüro.

Quelle: Saarbrücker Zeitung