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Dienstag, 22.01.2002
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Frank Recktenwald
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Ministerin überbrachte einen Bescheid über 25 000 Euro

Wiesbach (lh). Ein langer Wunsch sei endlich in Erfüllung gegangen, so Wehrführer Hermann Josef Recktenwald in seinem Grußwort bei der Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses. Der Löschbezirk Wiesbach habe wieder ein neues Heim. Eine fachgerechte Unterbringung gehöre zur ständigen Einsatzbereitschaft der Feuerwehr. Es sei ein erfreulicher Tag, bemerkte stolz Löschbezirksführer Günter Neu. Das Haus sei ein Gewinn für die Wehr, für die Bevölkerung und eine Bereicherung des Ortsbildes. Dies fand auch Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie kam mit einem Zuschussbescheid über rund 25 000 Euro. Die öffentlichen Haushalte müssten zunehmend zwischen dem "Sparsamkeitsgebot und der Notwendigkeit" entscheiden, merkte sie an und gratulierte zum gelungenen Neubau.

Die Bedingungen und Vorraussetzungen für eine Bezuschussung seien im Falle Wiesbach gegeben. Ein Teil davon sei die geleistete ehrenamtliche Eigenarbeit der Wehr zum Neubau.

Der Chef der Wehr, Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz, erinnerte an die Vorgeschichte zum Neubau. Die mangelhaften sanitären Einrichtungen und fehlenden Umkleidemöglichkeiten, aber auch der mit Salpeter beschädigte bauliche Zustand des alten Gerätehauses ohne Wärmeschutzdämmung hätten einen Neubau erforderlich gemacht. Viele Diskussionen über Sanierung oder Neubau und Standort folgten. Nach der grundsätzlichen Zustimmung des Rates im Juni 1999 zum Bau eines neuen Hauses wurde das alte Gerätehaus im Dezember 2000 abgerissen. Anfang März 2001 begannen die ersten Bauarbeiten. Am 11. April erfolgte die Grundsteinlegung und nun, neun Monate später, feierte die Wehr mit der Bevölkerung die Fertigstellung. Vorhanden ist ausreichend Platz für drei Einsatzfahrzeuge. Auf gleicher Ebene sind sanitäre Anlagen, Umkleideräume und der Funkraum untergebracht. Im Obergeschoss befinden sich ein Aufenthalts- und Schulungsraum mit eingerichteter Küche sowie Lagerräume für den Spielmannszug und auch für die Jugendwehr.

Das Gebäude umfasst 2400 Kubikmeter Raum. Der Löschbezirk hat in Eigenleistung den Innenausbau des Dachgeschosses sowie Arbeiten im Außenbereich übernommen und dabei 6150 Einsatzstunden ehrenamtlich erbracht. Das neue Gerätehaus wird den Haushalt der Gemeinde mit etwa 612 000 Euro belasten. Lutz lobte die Zusammenarbeit zwischen Architekt Bernd Wirtz und der Wehr. Ersterer habe stets für die Belange der Wehr ein offenes Ohr gehabt und deren Bedürfnisse optimal in die Planung eingebracht. Während der Bauzeit sei der Brandschutz in Wiesbach zu jeder Zeit voll gewährleistet gewesen.

Ortsvorsteher Richard Kleer fühlte sich am Ziel seiner Wünsche. 1951 sei das erste Feuerwehrhaus nur für Geräte an dieser Stelle gebaut worden. 25 Jahre später sei dieses erweitert worden und nun diene ein städtebaulich schöner Neubau im Zentrum des Ortes der Bevölkerung. Mit viel Beifall wurde sein Hausgeschenk, eine etwa 80 Zentimeter große, holzgeschnitzte Floriansfigur, von den Floriansjüngern mit Freude in Empfang genommen. Pastor Michael Reuter und Pfarrer Reinhold Wawra baten gemeinsam um Hilfe und Schutz für diejenigen, die Hilfe und Schutz den Schutzbedürftigen bringen. Pfarrer Wawra wandte sich mit einem besonderen Gruß an die "kleinen großen Leute", die Jugendwehr, die ebenfalls zur Feier des Tages angetreten war.

Quelle: Saarbrücker Zeitung