FEUERWEHR EPPELBORN
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Montag, 17.08.2015
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Frank Recktenwald
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Feuerwehr Eppelborn im Einsatz in der Landesaufnahmestelle Lebach

Bild: Feuerwehr Eppelborn im Einsatz in der Landesaufnahmestelle Lebach

Lebach. Der Strom von Flüchtlingen ins Saarland hält weiterhin an. Mehr als 100 Flüchtlinge erreichen pro Tag die Landesaufnahmestelle in Lebach und stellen die überwiegend ehrenamtlichen Helfer vor große Herausforderungen. Innenminister Klaus Bouillon hat deshalb jetzt als Chef der Obersten Katastrophenschutzbehörde den "Stab für aussergewöhnliche Ereignisse" (SAE) einberufen. Der Stab wird unter anderem dann eingesetzt, wenn Gefahren abgewehrt werden sollen.

Die daraufhin aktivierten Unteren Katastrophenschutzbehörden der Landkreise haben jetzt in Lebach die technische Einsatzleitung (TEL) übernommen, die bisher alleinig durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gestellt wurde und dessen Helfer dadurch enorm entlastet werden. Das schafft weitere freie Kapazitäten.

Im Dreischichtbetrieb werden dort jeweils zehn Personen im Stab arbeiten, der abwechselnd durch Personal aus allen Gemeinden und Landkreisen besetzt wird. Dabei wird darauf geachtet, dass in jeder Schicht mindestens ein speziell geschulter Katastrophenschützer sitzt. Die TEL besteht zu 95 Prozent aus ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Am heutigen Montag haben sechs Führungskräfte der Feuerwehr Eppelborn zusammen mit einem Zugführer der DLRG Eppelborn die Spätschicht von 14:00 bis 22:00 Uhr übernommen. Unter der Leitung von Wolfgang Braun besetzen sie die Stabsfunktionen des Leiters, S1 (Innerer Dienst, Personal), S2 (Lage), S3 (Einsatz), S4 (Versorgung), Einsatztagebuch und Sichter. Die Stabsstelle S5 (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) wird von der Pressestelle des Innenministeriums übernommen.

Die Hauptaufgabe der Technischen Einsatzleitung vor Ort ist die Koordination der unterschiedlichen Unterabschnitte, wie z. B. Logistik, Sanitätsdienst, Betreuung, sowie alle anfallenden organisatorischen Themen, als auch beispielsweise die Anordnung zur Evakuierung bei Unwetterlagen.

Vorläufige Pläne gehen von einem Einsatz bis Ende September aus.

Allgemeine Lage

Zurzeit befinden sich mehr als 2.000 Flüchtlinge aus 65 Nationen in der Landesaufnahmestelle Lebach. Davon etwa 650 in Notunterkünften in Zelten. Die aktuellen Neuzugänge kommen zu 80% aus Syrien. Der tägliche Zustrom liegt im Schnitt bei 100 Menschen.

Im Schnitt sind pro Schicht etwa 100 Helfer rund um die Uhr im Einsatz. Zu allen Zeiten kommen Neuankömmlinge an, werden registriert, untersucht und verpflegt. Heute waren es im Zeitraum von 14:00 Uhr bis 21:00 Uhr zum Beispiel 44 Menschen, welche auf den unterschiedlichsten Wegen ihr gestecktes Ziel, Lebach, erreicht haben.

Die Stimmung unter den Bewohnern und gegenüber den Helfern ist freundlich und von gegenseitigem Respekt geprägt.