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Samstag, 23.02.2013
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Frank Recktenwald
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Klausurtagung von Feuerwehrführung und Verwaltung der Gemeinde Eppelborn

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Hatten zur Klausurtagung eingeladen: Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset und Wehrführer Klaus Theis (re.). Die Gemeindeverwaltung war vertreten durch Herrn Alfred Wirtz (li.) und Herrn Leo Peter (2. v.li.).
Am Samstag, den 23. Februar 2013 hatten sich Verwaltungsspitze, Gemeindeverwaltung, Wehrführung und Führungskräfte aller acht Löschbezirke der Gemeinde Eppelborn im Gerätehaus in Wiesbach zu einer sieben-stündigen Klausurtagung zusammengefunden. Eingeladen dazu hatten die Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset und der Wehrführer Klaus Theis. Gelegenheit, dass sich die neue Verwaltungsspitze, die neue Wehrführung und die Löschbezirksführungen bzw. vertretene Führungskräfte zum Thema "Sicherheitspolitik in der Kommune" austauschen konnten.

Auf der Tagesordnung standen unter anderem Nachbesprechungen von Einsätzen der letzten Wochen wie der Großschadenslage nach Gasexplosion in Eppelborn oder dem Kellerbrand mit einem verletzten Feuerwehrmann in Dirmingen, die Feuerwehr Eppelborn (IST-Stand, Investitionen, Organigramm der Feuerwehr Eppelborn, Aussicht für die nächsten 10 Jahre, Brandschutzbedarf), Aufgaben von Verwaltung, Wehr- und Löschbezirksführung, Aus- und Fortbildung, Kommunales Krisenmanagement, Verwaltungsablauf und die persönliche Schutzkleidung der Einsatzkräfte.

Gewünscht war von allen Anwesenden ein offenes Gespräch, ein ehrliches Austauschen und Darlegen der Themen aus dem jeweiligen Blickpunkt. Welche Aspekte berührt die Gemeindeverwaltung, "wo drückt der Schuh" bei der Feuerwehrführung? Muss die Gemeindeverwaltung die immer brisantere finanzielle Situation der Kommune im Blickpunkt haben, muss die Feuerwehr immer mehr rechtliche, taktische und sicherheitsrelevante Vorgaben berücksichtigen und umsetzten? Allein die sicherheitsrechtlichen Erfordernisse, die die Gerätewartung und Atemschutzgerätewartung im Ehrenamt betreffen, sind zeitlich schon fast an der Leistungsgrenze des Machbaren. Themen wie landkreisweite Beschaffungsmaßnahmen, einheitliche persönliche Schutzausrüstung, Mitgliederwerbung und Sollstärke der Feuerwehr wurden sachlich von allen Seiten beleuchtet.

Entscheidend für die Schlagkraft der Feuerwehr ist die Personalstärke. In den nächsten 10 Jahren werden durch Erreichen der Altersgrenze 58 Feuerwehrangehörige in Eppelborn aus dem aktiven Dienst ausscheiden müssen. Nach dem momentanen Mitgliederstand der Jugendwehr der Gemeinde Eppelborn werden in den nächsten 10 Jahren 53 Jungen und Mädchen aktive Feuerwehrangehörige werden, wenn sie als Mitglied in der Feuerwehr bleiben.

Die Folgerung draus: Die Qualität des zukünftigen Sicherheitsstandards der Gemeinde Eppelborn ist im Zusammenhang mit einer starken Jugendfeuerwehr und einer offensiven Mitgliederwerbung in der Bevölkerung zu sehen.

Als ein Resultat kann festgehalten werden, dass diese Tagung nicht alle angesprochenen Punkte umfassend und endgültig klären konnte. Treffendes Zitat eines Löschbezirksführers: "Nun sind auch Taten gefordert!". Dies bedeutet, dass ein volles Paket an Aufgaben nun von allen Mitwirkenden Lösungsansätze abverlangt. Einstimmig war man allerdings der Ansicht, sich regelmäßig in diesem Kreis zu treffen, um die Zwischenstände zu begutachten un zu beurteilen.

Bürgermeisterin und Wehrführer zeigten sich zuversichtlich, dass auch in den nächsten Jahren die Feuerwehr der Gemeinde Eppelborn schlagkräftig bleiben kann. Die Rahmenbedingungen, wie Haushalt, Personalentwicklung im Ehrenamt, müssen aber stets beachtet werden.

Damit auch der Gemeinderat als Träger des Brandschutzes und der Hilfeleistung sich einen Eindruck über den Stand der Feuerwehr machen kann, hat die Wehrführung gebeten, in regelmäßigen Abstanden (mindestens einmal pro Jahr) dem Gemeinderat einen Sachstandbericht zu geben. Bürgermeisterin Müller-Closset hat zugesagt, dieses Anliegen im Gemeinderat vorzubringen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass für einen reibungslosen Ablauf der Klausurtagung (Rechner, Beamer, Tafel, Tischgestaltung usw.) das "Haustechnik-Team" des Löschbezirks Wiesbach gesorgt hatte.