FEUERWEHR EPPELBORN
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Mittwoch, 14.03.2001
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Frank Recktenwald
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Großbrand hielt Feuerwehr in Atem

Schon beim Eintreffen erkannte die Feuerwehr, dass es sich hier nicht um einen Zimmerbrand, sondern einen wesentlich größeren Wohnungsbrand handelte.

Durch die starke Rauchentwicklung entschied der Löschbezirksführer OBM Günther Neu sofort, weitere Hilfskräfte mit schwerem Atemschutz aus dem Löschbezirk Eppelborn nachzualarmieren.

Gleichzeitig wurde auch die Drehleiter DLK 23/12 aus Illingen zur Einsatzstelle beordert. Ein Rettungswagen für eine leicht verletzte Bewohnerin war bereits unterwegs.

Zunächst versuchte die Feuerwehr das Feuer durch Innenangriff zu bekämpfen, was allerdings daran scheiterte, dass die beiden oberen Geschosse bereits im Vollbrand standen und der Dachstuhl bereits so stark beschädigt war, dass die Dachhaut aufgerissen werden musste.

Daher konnte das Feuer von den üner 85 Feuerwehrkräften nur durch massiven Wassereinsatz bekämpft werden. Eine zweite Drehleiter DLK 23/12 wurde vom Löschbezirk Lebach angefordert, wodurch die Arbeiten am Dachstuhl erleichtert wurden.
Wegen des überdurchschnittlichen Verbrauchs an Atemschutzgeräten wurde zusätzlich ein Gerätewagen-Atemschutz GW-A vom Löschbezirk Hirzweiler benötigt.

Da beim Innenausbau der Wohnung sehr viel Holz und Bitumen-Dachabdichtungen verarbeitet wurden, fand das Feuer immer wieder Nahrung und so konnte erst gegen 20 Uhr "Feuer aus" gemeldet werden. Einige kleinere Brandnester flammten wieder auf, so dass die Nachlöscharbeiten bis spät in die Nacht dauerten. Im Einsatz waren des weiteren das DRK OV Wiesbach und die Polizei von Eppelborn. Vor Ort war auch Hermann-Josef Recktenwald, Wehrführer der Gemeinde Eppelborn und der Brandinspekteur des Landkreises Neunkirchen, Günther Sticher.

Bei diesem Einsatz zeigte sich der Erfolg der realitätsnahen Einsatzübungen der verschiedenen Löschbezirke untereinander, die in der Vergangenheit mehrfach praktiziert wurden. Die Zusammenarbeit der Löschbezirke klappte hervorragend.
An dieser Stelle möchte sich die Feuerwehr auch bei all den vielen Anwohnern bedanken, die sie während der langwierigen Löscharbeiten mit warmen Getränken und kleinen Mahlzeiten versorgt haben.

Gerade bei solch langen Einsätzen sind die Hilfskräfte für diese Unterstützung dankbar. Weniger erfreulich war die Tatsache, dass einige Schaulustige die Einsatzkräfte durch unsachgemäße Bemerkungen belästigten.

Quelle: Wochenspiegel Illtal