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Sonntag, 26.08.2012
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Frank Recktenwald
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An die Schläuche, fertig, los!

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120 Meter Schlauch in 90 Sekunden - beim Schlauchverlegen war Schnelligkeit gefragt (Foto: BERNHARD SCHÄFER)
Von SZ-Mitarbeiter Bernhard Schäfer

Landsweiler-Reden. Blau-orangefarbene Uniformen und orangefarbene Helme dominierten am Samstag das Kohlwaldstadion in Landsweiler-Reden. Dort, wo sonst die Torjäger hinter einem Ball herjagen, wurden Schläuche ausgerollt, Saugleitungen gekuppelt und komplizierte Feuerwehrknoten geknüpft. Über 200 Jugendfeuerwehrmitglieder nahmen am Kreisjugendfeuerwehrtag des Landkreises Neunkirchen teil. Die Feuerwehr Landsweiler-Reden hatte anlässlich der 50-Jahr-Feier ihrer Jugendfeuerwehr dazu eingeladen. Im Vordergrund stand die Abnahme der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Der Prüfung unterzogen sich sechs Löschgruppen mit jeweils neun Jugendlichen. Neben einem Löschangriff, mussten die Jugendfeuerwehrleute mit einem Staffellauf und Kugelstoßen auch ihre sportliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Dass es möglich ist, 120 Meter Schlauchleitung in 90 Sekunden ohne einen Drall in der Leitung zu verlegen, davon konnten sich die Wertungsrichter bei allen Gruppen überzeugen. Ins Schwitzen kamen einige der Akteure, als es darum ging, Fragen rund um die Feuerwehr zu beantworten.

Für die Gruppen, die nicht an dem Leistungswettbewerb teilnahmen, hatte sich das Planungsteam der Landsweiler Wehr einige knifflige Freizeitspiele ausgedacht. Viel zu lachen hatten die Akteure etwa beim Gras-Skifahren. Wenn da einer nicht im Takt war, gab es schnell einen Knoten in den Beinen. Auf dem Spielplan standen außerdem Enten-Angeln, Kastenlauf, Modell-Nachbau, und ein Geschicklichkeits-Parcours musste bewältigt werden. Als Siegprämie winkte eine prall gefüllte Tüte mit allerlei süßem Gummigetier.

Bei der anschließenden Verleihung der Leistungsspange und der Siegerehrung im Gerätehaus Landsweiler konnte der Kreisjugendfeuerwehr-Beauftragte Markus Klein auch Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider begrüßen. Sie war begeistert von der großen Anzahl Jugendlicher, die sich für ein so wichtiges Ehrenamt engagieren. "Ich bin stolz auf die Jugendfeuerwehren im Landkreis, die mit ihrer Arbeit den Nachwuchs bei den Einsatzkräften sicherstellen", so die Landrätin. Die beste Nachricht, auf die alle gespannt warten mussten, hatte Kreisbrandinspekteur Werner Thom parat: "Ihr habt alle die Leistungsspange bestanden." Thom bescheinigte allen Teilnehmern eine hohe Motivation und einen guten Ausbildungsstand.

Als würdigen Rahmen für die Ehrung engagierter Mitstreiter in Sachen Jugendarbeit bezeichnete Markus Klein den Kreisjugendfeuerwehrtag. Er konnte gemeinsam mit der Landrätin und dem Kreisbrandinspekteur sowie dem Landesjugendfeuerwehrbeauftragten Axel Hewer gleich zwei hohe Auszeichnungen vergeben. Patrick Beck aus Wemmetsweiler leitet schon über viele Jahre die Jugendarbeit der Wehr in Merchweiler. Er erhielt die silberne Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr. Guido Kuhn aus Dirmingen erhielt aus den Händen der Landrätin die goldene Ehrenmedaille des Landkreises Neunkirchen für besondere Verdienste in der Jugendarbeit. Er engagiert sich bereits 30 Jahre in der Jugendarbeit der Feuerwehr. Den Wanderpokal, den es für die disziplinierteste Gruppe beim Kreisjugendfeuerwehrtag gibt, kann sich die Jugendwehr aus Illingen in ihr Regal stellen.

Quelle: Saarbrücker Zeitung