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Samstag, 14.01.2012
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Frank Recktenwald
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Löschbezirk Eppelborn zieht Jahresbilanz

Vorschau
Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz konnte an der Jahreshauptversammlung neue Mitglieder in den Löschbezirk aufnehmen. Von links: Bürgermeiser Lutz, Karsten Neu, Leon Scupin, Ortsvorsteher Berthold Schmitt, Sebastian Heinz, Löschbezirksführer Dr. Frank Schwan
Eppelborn. Es war seine erste Jahreshauptversammlung als Löschbezirksführer, doch er hat die Aufgabe souverän gemeistert: Dr. Frank Schwan, der im letzten Jahr die Nachfolge von Felix Becker angetreten hatte, konnte gleich zu Beginn der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Löschbezirks Eppelborn mit beeindruckenden Zahlen aufwarten.

Zu 55 Einsätzen musste der Löschbezirk Eppelborn im vergangenen Jahr ausrücken. Dabei waren auch anspruchsvolle Einsätze wie die beiden Lkw-Unfälle auf der Autobahn, der Wohnhausbrand in Dirmingen sowie der Verkehrsunfall in der Dirminger Straße zu bewältigen, bei dem eine ältere Frau mit hydraulischen Rettungsgeräten aus ihrem Fahrzeug befreit werden musste. 8 Mal wurde die Feuerwehr über automatische Brandmeldeanlagen gerufen, eine Zahl, die durch die beiden vor kurzem aufgeschalteten neuen Anlagen noch zunehmen wird, stellte Dr. Schwan in Aussicht.

Stark zugenommen haben die Unwettereinsätze, die rund 30% aller Einsätze im vergangenen Jahr ausgemacht hatten. Nimmt man alles zusammen, wurden dabei 1.748 Stunden von den Einsatzkräften insgesamt erbracht.

Zu den Einsätzen kamen im vergangenen Jahr noch 62 Übungen. "Eine beachtliche Zahl", bemerkte der Löschbezirksführer. Gemeinsam mit den übrigen Aktivitäten wie der Wartung, Instandhaltung und Prüfung von Fahrzeuge und Geräten, den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, den Ordnungsdiensten und Brandsicherheitswachen, kommt man auf 9.117 Stunden ehrenamtlicher Arbeit im Dienste der Bürgerinnen und Bürger von Eppelborn, rechnete Dr. Schwan vor.

Nicht eingerechnet sind dabei die nicht registrierten Stunden der zahllosen Sitzungen, Besprechungen und vieles mehr. "Nimmt man diese Tätigkeiten in einer groben Schätzung mit in die Rechnung, so ergibt sich eine Größenordnung von 12.000 Stunden", lautete Schwans Fazit.

Jonathan Scherer (links) und Leon König erhielten den Wanderpokal der Jugendfeuerwehr für sehr guten Übungsbesuch von Jugendbetreuer Markus Leidinger
Auch zum Personalstand konnte Dr. Schwan Zahlen vorlegen: 62 aktive Einsatzkräfte standen dem Löschbezirk Eppelborn zum 31.12.2011 zur Verfügung. Eine Neuaufnahme und 2 Austritte aufgrund von Wohnortwechsel waren zu verzeichnen. Eine Neuaufnahme und 3 Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr konnte die Austritte nahezu ausgleichen. Trotzdem wurde die Sollstärke von 65 Mann, die laut Brandschutzbedarfsplan gefordert sind, nicht ganz erreicht werden. An diesen Zahlen könne man auch sehen, dass die Jugendfeuerwehr die wichtigste Nachwuchsquelle der Feuerwehr darstellt. Dies unterstreiche die Wichtigkeit der Jugendarbeit, denn "ohne funktionierende Jugendfeuerwehr wäre die Einsatzabteilung in wenigen Jahre überaltert und nicht mehr einsatzbereit", betonte der Löschbezirksführer.

Auch organisatorisch hat sich im vergangenen Jahr einiges geändert: Die 4 Fachbereiche "Ausbildung", "Vorbeugender Brandschutz", "Einsatz/Organisation" und "Kulturelles", die eingeführt wurden, haben sich bereits bewährt. So konnten im Bereich vorbeugender Brandschutz zahlreiche Unterweisungen und Brandschutzerziehungen für Schulen, Kindergarten und verschiedene Betriebe durchgeführt werden. Ausserdem wurde die Inbetriebnahme zweier neuer Brandmeldeanlagen (BMA) fachlich begleitet.

Dr. Schwan erwähnte auch die neue BMA-Übungsanlage, an der die Einsatzkräfte ausgebildet werden können: Eric Holzer war maßgeblich daran beteiligt, diese Möglichkeit der Ausbildung im Löschbezirk Eppelborn zu schaffen. "Es liegen mittlerweile auch schon Anfragen anderer Feuerwehren vor, diese Anlage zur Ausbildung mitbenutzen zu dürfen."

Er konnte auch die Anschaffung von Überhosen für den Innenangriff in Aussicht stellen: Der Wehrführer hatte diese Beschaffung für 2012 zugesagt. Dadurch wird einen Anforderung der Unfallkasse an die persönliche Schutzausrüstung und somit eine dringend notwendige Verbesserung des Schutzes der Atemschutzgeräteträger endlich erfüllt.

Schriftführer und Kassierer dankten der Löschbezirksführung für die gute Arbeit im vergangenen Jahr.
Dr. Frank Schwan richtete zum Schluss einen ganz besonderen Dank an seinen Stellvertreter Sascha Müller, der ihm immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat. Schriftführer Eric Holzer und Kassenwart Klaus Fuchs nutzen die Gelegenheit, um im Namen der Mannschaft der Löschbezirksführung für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr zu danken und überreichten beiden einen Gutschein als Anerkennung.

Sehr viel Arbeit hatten auch die Gerätewarte im vergangenen Jahr: 1.930 Stunden wurden für Reparaturen, Wartungen und Instandsetzungen aufgebracht, berichtete Gerätewart Bernd Erberich. 352 Atemluftflaschen wurden in der Atemschutzwerkstatt gefüllt. Besonders dankte Erberich Sebastian Egler, der im vergangenen Jahr den Ölwechsel an den Einsatzfahrzeugen durchgeführt und somit der Gemeinde eine Menge Geld eingespart hat.

Dann konnte Jugendbetreuer Markus Leidinger von den zahlreichen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr berichten. 25 Übungen und 10 weitere Veranstaltungen wie Ausflüge, Zeltlager und Besichtigungen fanden im vergangenen Jahr statt. Timo Spaniol, Tini Jakupi und Jonathan Scherer errangen die Jugendflamme Stufe 1, Marvin Ney, Lucas Detemple und Fikri Jakupi die Stufe 2. Besonders erwähnenswert war der Einpackservice, den die Jugendlichen an den Adventswochenenden am Markant-Markt in Eppelborn zur Verfügung stellten. Sie übernahmen dort das Einpacken und den Transport der Einkäufe zum Auto und konnten zusammen mit den Einnahmen aus dem Verkauf von selbstgebackenen Zimtplätzchen, Rostwürsten und Glühweinen eine stattliche Summe einnehmen. Mit dem Geld werden jetzt Winterjacken für die Jugendlichen angeschafft.

Markus Leidinger dankte allen Kameraden, die die Arbeit der Jugendfeuerwehr tatkräftig unterstützt hatten. Ausserdem konnte er die Wanderpokale für sehr guten Übungsbesuch an Leon König und Jonathan Scherer überreichen. Auch der Löschbezirksführer sprach den Jugendlichen seinen Dank für ihr Engagement aus: "In ein paar Jahren seid ihr es, die ausrücken und Feuer löschen müsst". Nach der Übernahme von 3 Jugendlichen in die Einsatzabteilung hat die Jugendfeuerwehr noch 15 Mitglieder.

Jörg Olliger berichtete von den Aktivitäten des Fanfarenzugs im abgelaufenen Jahr: Eine erfolgreiche Fastnacht und viele Gastauftritte waren zu verzeichnen. Dass der Fanfarenzug ein Aushängeschild des Löschbezirks sei, ließ sich auch den der Resonanz nach den Eppelborner Schmaustagen ablesen, bei denen den Gästen ein sehr attraktives Programm geboten werden konnte. Ebenfalls ein großer Erfolg war der Auftritt beim Saarspektakel in Saarbrücken: Die Feuerwehrmusiker aus Eppelborn erhielten den Pokal der besten Nicht-Wettkampf-Mannschaft und zahlreiche Terminanfragen aus den Reihen des Publikums.

Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz konnte an der Jahreshauptversammlung neue Mitglieder in den Löschbezirk aufnehmen.
"Sie haben da eine stolze Bilanz vorgetragen", bestätigte Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz in seinen Grußworten. Und wies wie Atemschutzausbilder Jochen Couturier auf die Bedeutung der Ausbildung hin: "Ich bin selbst im Vorstand der Unfallkasse und weiss, dass über 310 Kameraden im Jahr 2010 im Saarland im Dienst verunfallt sind". Deshalb sei es wichtig, dass von Seiten der Feuerwehr alles dafür getan wird, dass es nicht zu solchen Unfällen komme.

Großes Lob fand er für die Unterstützung bei der Planung und Ausschreibung des neuen "Gerätewagens Logistik", bei der Christian Holz und Michael Ganster sehr viel dazu beigetragen hatten, dass das Fahrzeug im finanziellen Rahmen realisiert werden konnte. Mittlerweile sei man in der Beschaffung und er hoffe, das Fahrzeug selbst noch im Sommer an den Löschbezirk übergeben zu können.

Dann konnte Lutz als Chef der Feuerwehr die Aufnahmeurkunden an Karsten Neu, Sebastian Heinz und Leon Scupin übergeben.

Ortsvorsteher Berthold Schmitt erinnerte daran, dass der Dienst in der Feuerwehr sehr anstrengend und gefährlich sein kann. Dass keine schlimmen Unfälle passiert sind sei ein positives Zeichen für die gute Ausbildung im Löschbezirk. Er dankte ausdrücklich noch einmal allen, die dazu im vergangenen Jahr tatkräftig beigetragen haben.

Zu guter Letzt konnte auch Günther Schmitt als Vorsitzender des Fördervereins seine Grußworte an die Anwesenden richten und zusagen, dass der Förderverein den Löschbezirk auch im kommenden Jahr unterstützen wird.

Die Zukunft werde auch im Sinne des demographischen Wandels nicht einfach, und man wird mit Dingen wie wachsendem Eigennutz und stärker werdender Arbeitsbelastung der Einsatzkräfte umgehen müssen, lautete das Fazit des Löschbezirksführers. "Aber wenn ich in diese Gesichter blicke, ist mir um die Zukunft des Löschbezirks und von Eppelborn nicht bange. Die Bürgerinnen und Bürger von Eppelborn können auch 2012 beruhigt leben und schlafen."