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Donnerstag, 30.12.2010
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Frank Recktenwald
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"Ohne Frauen geht nichts mehr"

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Oberlöschmeisterin Melanie König-Schwan bei einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr Eppelborn. Mit einer schweren Schere schneidet sie einen "Verletzten" aus dem Unfallwagen.
Von SZ-Mitarbeiterin Laura Blatter

Frauen in der Feuerwehr – vor ein paar Jahren war diese Vorstellung für viele noch kein Thema. Auch heute noch sind Frauen in der Berufsfeuerwehr eine Seltenheit. Das sieht bei der Freiwilligen Feuerwehr im Kreis Neunkirchen anders aus. Dort gehe, nach Auskunft des Kreisbrandinspekteurs Werner Thom, ohne Frauen kaum noch etwas.

Der Kreis Neunkirchen zählt sieben Feuerwehren und 34 Löschbezirke. Insgesamt 99 der 1487 aktiven Mitglieder im Kreis sind Frauen. Das ergibt eine Quote von 6,66 Prozent, Tendenz steigend. In der Jugendfeuerwehr mit insgesamt 483 Mitgliedern, davon 83 Mädchen, liegt der weibliche Anteil sogar bei 17,18 Prozent. Die Freiwillige Feuerwehr in Spiesen-Elversberg liegt mit einer Frauenquote von 11,67 Prozent im Landkreis vorne. In den Reihen der Merchweiler Feuerwehrleute hingegen befindet sich keine einzige Frau.

"Jetzt wo sich auch die Männerberufe den Frauen öffnen, steigt auch die Zahl der Frauen in der Feuerwehr", erzählt Werner Thom. Vor allem das Interesse an Technik und der Wunsch zu helfen, bewege Frauen der Feuerwehr beizutreten. Es gäbe, so Thom weiter, bei manchen Feuerwehrmännern zwar durchaus die Meinung, dass Frauen bei der Feuerwehr nichts zu suchen haben, aber "in der Regel werden sie toleriert und erfahren eine hohe Wertschätzung."

Unterschiede zwischen Mann und Frau könne man keine machen: "Im Einsatz können wir keine Rücksicht nehmen. Frauen werden genauso behandelt wie Männer und übernehmen die gleichen Aufgaben. Feuerwehr ist Teamwork. Erfolge kann man nur gemeinsam erzielen", so Thom.

Generell sei es so, dass man den weiblichen Nachwuchs aus der Jugendfeuerwehr ziehe, Quereinsteiger seien recht selten. "Die meisten Mädchen finden über die Familie oder den Freundeskreis in die Feuerwehr", erklärt Thom. Für Feuerwehrfrauen mit Kinder komme ein weiteres Hindernis hinzu: "Wenn Kinder da sind und nachts der Piepser geht, kann man nicht einfach aufspringen und wegfahren."

Dennoch betont Thom: "Frauen bei der Feuerwehr sind wichtig und wir wünschen uns, dass noch mehr Frauen dazustoßen."

Quelle: Saarbrücker Zeitung