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Dienstag, 18.05.2010
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Frank Recktenwald
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Saarlands Innenminister Stephan Toscani stellt Jahresstatistik 2009 der kommunalen Feuerwehren vor

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Insgesamt 7.240 Male mussten die kommunalen Feuerwehren im vergangenen Jahr zur Brandbekämpfung und Hilfeleistung ausrücken.
Saarbrücken. Insgesamt 7.240 Male mussten die kommunalen Feuerwehren im vergangenen Jahr zur Brandbekämpfung und Hilfeleistung ausrücken. Dies gaben Innenminister Stephan Toscani und Landesbrandinspekteur Bernd Becker heute im Rahmen der Landespressekonferenz bekannt. Rund zwei Drittel der Einsätze galten einer Hilfeleistung (4.779 Fälle = 66%), in 2.461 Fällen (34%) wurden die Wehren zur Brandbekämpfung alarmiert. Die Zahl der Fehlalarmierungen liegt bei 3.094, unterteilt in 2.077 blinde Alarme, 86 böswillige Alarme und 931 Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen. Bei den 2.461 Einsätzen zur Brandbekämpfung wurden 296 Menschen gerettet; 9 Menschen wurden tot geborgen. Bei den 4.204 Einsätzen zur Technischen Hilfe, insbesondere bei Verkehrsunfällen, wurden 538 Personen gerettet und 52 Menschen tot geborgen.

Neben den Aufgaben der Brandbekämpfung und Technischen Hilfe sind die Feuerwehren der Landeshauptstadt Saarbrücken und der Kreisstadt Neunkirchen (neben den Hilfsorganisationen DRK, MHD und ASB) in die Notfallrettung und den Krankentransport eingebunden Hier wurden im Jahr 2009 von den Feuerwehren 10.994 Notfalleinsätze und 6.009 Krankentransporte durchgeführt.

Im Saarland werden der Brandschutz und die Technische Hilfe von 52 Freiwilligen Feuerwehren, untergliedert in 341 Löschbezirke, der Berufsfeuerwehr Saarbrücken und 16 Werkfeuerwehren sichergestellt.

Die kommunalen Feuerwehren (Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr ohne Werkfeuerwehren) zählten im Jahre 2009 insgesamt 11.931 aktive Angehörige. Dies bedeutet gegenüber 2008 eine Steigerung um 49 Personen oder 0,41 % landesweit. Im Verhältnis zum Jahr 2000 ergibt sich ein Mehr von 3,3 %.

Innenminister Stephan Toscani betonte: "Das zeigt zum einen, dass im Saarland in diesem Bereich nach wie vor hohes ehrenamtliches Engagement besteht, unterstreicht aber auch die gesellschaftliche Bedeutung der Feuerwehren." Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich im Kinder- und Jugendbereich: Auch hier hat sich die Zahl mit 22 Neuzugängen (0,5%) auf insgesamt 4.054 Jugendfeuerwehrangehörige erhöht. "Dies unterstreicht die Rolle der Feuerwehren in der Jugendarbeit – neben Fachkenntnissen werten hier auch Werte wie Solidarität, Kameradschaft und Toleranz vermittelt", so der Innenminister weiter.

Landesbrandinspekteur Bernd Becker: "Um den Nachwuchs müssen sich unsere Wehren auf Grund der geburtenschwächeren Jahrgänge weiterhin verstärkt bemühen. Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass es unseren Feuerwehren trotz der Geburtenrückgänge erfreulicherweise immer noch gelingt, junge Menschen für den uneigennützigen Dienst in der Feuerwehr zu begeistern."

Der Frauenanteil liegt bei den Wehren bei 7,23%. Aber auch bei der Zahl der Frauen im Aktivenbereich der Feuerwehren gab es gegenüber dem Jahr 2008 eine Steigerung von 3,98%, gegenüber dem Jahr 2000 sogar um 89%. Der Mädchenanteil liegt bei den Jugendfeuerwehren landesweit bei durchschnittlich 19%. Wichtig sei, "eine gleichberechtigte Integration von Frauen, die in gleicher Weise qualifizierten Einsatzdienst leisten können wie ihre männlichen Kameraden", wies Bernd Becker hin.

Um ihren immer vielfältiger werdenden Aufgaben gerecht zu werden, bedarf es neben einer fundierten Aus- und Fortbildung durch die Landesfeuerwehrschule, die seit dem Jahre 2006 auch über eine Brandsimulationsanlage verfügt, einer zeitgemäßen technischen Ausstattung. Den kommunalen Feuerwehren im Saarland stehen 528 Löschfahrzeuge, 141 Rüst- und Gerätewagen, 104 Mannschaftstransportfahrzeuge, 62 Einsatzleitwagen, 27 Drehleitern, 18 Schlauchwagen sowie ein Feuerwehrkran und fünf Wechselladerfahrzeuge zur Verfügung.

"Aus den Zahlen der Feuerwehrstatistik geht deutlich hervor, welche besondere Bedeutung die kommunalen Feuerwehren für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und für die Wirtschaft unseres Landes haben", darin sind sich Stephan Toscani und Bernd Becker einig.