FEUERWEHR EPPELBORN
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Freitag, 25.07.2008
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Frank Recktenwald
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Pferdehof brennt nach Blitzschlag - Landkreisübergreifende Alarmübung in Eppelborn

Bild: Pferdehof brennt nach Blitzschlag - Landkreisübergreifende Alarmübung in Eppelborn

Eppelborn. Es brennt auf dem Tannenhof in Eppelborn: Während eines heftigen Sommergewitters am Abend des 25. Juli 2008 kommt es dort durch einen technischen Defekt zu einem Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung. Bedienstete des inzwischen als Pferdehof genutzten Anwesens entdecken den Brand frühzeitig und alarmieren über Notruf die Feuerwehr.

Es ist genau 18:18 Uhr, als die Feuerwehrleute aus dem Löschbezirk Eppelborn zum Einsatz gerufen werden. Es dauert nur wenige Minuten, dann sind die ersten Helfer vor Ort. Vom Hausverwalter erhält der Einsatzleiter bei der Erkundung wichtige Informationen: Fünf Angestellte wollten die wertvollen Reitpferde und teure Maschinen retten und müssen im dichten Rauch die Orientierung verloren haben. Der Brand droht sich ausserdem auf weitere Gebäude auszubreiten.

Einweisen der eintreffenden Einsatzkräfte durch den Einsatzleiter am Einsatzleitwagen
Es ist zum Glück nur eine Übung, doch die fordert den Einsatzkräften einiges ab. Auch aus Lebach, Thalexweiler, Sotzweiler und Theley rücken weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung an. Fieberhaft wird nach den Vermissten gesucht.

Es dauert nur 9 Minuten, dann sind die ersten gefunden. Zwei der Arbeiter sind zudem eingeklemmt und müssen erst mit technischem Gerät befreit werden,bevor sie den Sanitätern des Deutschen Roten Kreuzes aus Eppelborn und Theley übergeben werden können. Sie werden zur weiteren Versorgung zum Verbandplatz gebracht, den die Helfer des DRK zwischenzeitlich vor einer weiteren Halle eingerichtet haben.

Die Wasserversorgung ist wie an allen Aussiedlerhöfen in der Gemeinde schwierig. Deshalb muss das dringend benötigte Löschwasser über mehr als 650 Meter zur Einsatzstelle gefördert werden. Hier kommt der Schlauchwagen aus Eppelborn zum Einsatz, mit dem bis zu 1000 Meter Schlauch in kürzester Zeit verlegt werden können. Damit das Wasser trotz der 91 Meter Höhenunterschied noch mit genügend Druck an der Einsatzstelle ankommt, werden zwei Verstärkerpumpen dazwischengeschaltet.

Ein Trupp dringt in das verrauchte Gebäude vor
Nach nur 34 Minuten sind alle Personen gerettet und die Einsatzkräfte können sich auf die Brandbekämpfung konzentrieren. "Das war eine sehr gute Zeit", lobt Einsatzleiter Christian Holz seine Mannschaft.

Ziel dieser gemeinsamen jährlichen Übung, die in diesem Jahr bereits zum achten Mal stattfand ist es, die Zusammenarbeit zu koordinieren und Konzepte aufeinander abzustimmen. Dass dies den 95 Männern und Frauen von DRK und Feuerwehr gelungen war, konnten auch die Ortsvorsteher und Kreisbrandinspekteure aus den drei Landkreisen den Helfern bescheinigen: Bis auf kleinere Probleme lief die landkreisübergreifende Zusammenarbeit reibungslos.

Einsatzleiter Christian Holz und Wehrführer Hermann Josef Recktenwald lobten in einer Nachbesprechung vor allem die gute Arbeit der Einsatzleitung, die jederzeit den Überblick über die Situation hatte. "Es ist sehr wichtig als Einsatzleiter, dass man Rückmeldung bekommt", so Einsatzleiter Christian Holz. Das hatte in dieser Übung sehr gut funktioniert.