FEUERWEHR EPPELBORN
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Samstag, 12.07.2008
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Frank Recktenwald
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Brandbekämpfung und Menschenrettung geübt: Waldbrandübung im Löschbezirk Eppelborn

Bild: Brandbekämpfung und Menschenrettung geübt: Waldbrandübung im Löschbezirk Eppelborn

Eppelborn. "Waldbrand oberhalb des Fischweihers in Eppelborn", das war die Ausgangslage zum ersten Teil der diesjährigen Waldbrandübung im Löschbezirk Eppelborn. Durch eine weggeworfene Zigarette sei ein Brand ausgebrochen, der sich rasch auszubreiten drohte. Keine leichte Aufgabe für die anrückenden Einsatzkräfte, denn im Wald gibt es keine Hydranten, aus denen das Löschwasser einfach entnommen werden kann.

Die Wasserförderung über lange Wegestrecke war deshalb auch ein zentraler Schwerpunkt bei diesem Teil der Übung. An der Ill wurde deshalb eine Pumpe in Stellung gebracht und Wasser über lange Schlauchleitungen und eine Verstärkerpumpe bis zur Einsatzstelle gepumpt.

Doch nicht nur mit Strahlrohren und Wasser wurde die Bekämpfung von unterschiedlichen Bränden wie Wipfelfeuer oder Bodenbränden trainiert. Auch einfache Feuerpatschen kamen zum Einsatz. Eine wichtige Übung, denn: "Durch das Holz, dass aus ökologischen Gründen liegen bleibt, hat der Wald eine höhere Brandlast als noch vor 25 Jahren", so Christian Holz, der diesen Abschnitt der Übung leitet. Eine Erkenntnis der Übung: Waldbrände sind sehr personalintensiv, was eine rechtzeitige Nachalarmierung von weiteren Kräften notwendig macht.

Eine ganz andere Situation bot sich an der zweiten Einsatzstelle: Hier waren zwei Waldarbeiter bei Baumfällarbeiten verunfallt und unter einer dicken Baumkrone begraben. Mit Motorsägen mussten die Einsatzkräfte die Baumkrone zersägen, um sich einen Zugang zu den Verunfallten zu schaffen. Gerade unter Spannung stehendes, liegendes Holz stellt dabei eine besondere Gefahr dar. Die Eppelborner Feuerwehrleute haben dazu an der Forstarbeitsschule eine spezielle Ausbildung absolviert.

Für den sicheren Transport durch das unwegsame Gelände wurde mit dem Greifzug aus dem Rüstwagen eine Seilbahn aufgebaut. Eingebettet in eine spezielle Korbtrage konnten die Verletzten damit schonend gerettet werden.

Wehrführer Hermann Josef Recktenwald, die stellvertretende Ortsvorsteherin Elfriede Groß und Ehrenlöschbezirksführer Hans Jürgen Olliger konnten sich als Gäste der Übung von der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr überzeugen. An den jährlichen Waldbrandübungen wird ganz speziell auf die besonderen Situationen bei einem Einsatz in Wäldern eingegangen: Einsatzstellen weit abseits der Wege, fehlende Löschwasserversorgung und hohe Brandlast müssen bewältigt werden. Dass die eingesetzten Kräfte die gestellten Aufgaben lösen kontten, davon waren auch die Planer der Übung in diesem Jahr überzeugt.