FEUERWEHR EPPELBORN
Dienstag, 25.06.2019 05:36
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Samstag, 15.12.2018
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Frank Recktenwald
Top EINSATZBERICHT

Familiendrama in Spiesen-Elversberg: Vater und Sohn sterben in Wohnhaus durch Gasvergiftung

Vorschau
Tragischer Einsatz am Samstag in Spiesen-Elversberg (Foto: Carsten Klein)
Zu einer Tragödie mit zwei Toten ist es am Samstagnachmittag in Spiesen gekommen: Als eine 74-Jährige gegen 13.30 Uhr nach Hause kommt, entdeckt sie in ihrem Haus in der Galgenbergstraße die leblosen Körper ihres Mannes und ihres Sohns. Schnell verständigt sie die Feuerwehr, die zum Großeinsatz anrückt. Helfer des Gefahrstoffzuges aus dem gesamten Landkreis werden in die schmale Sackgasse gerufen. Unter anderem werden auch Kräfte der Feuerwehr Eppelborn als Teil des Gefahrstoffzuges zu dem Einsatz alarmiert. Der Rettungsdienst entsendet mehrere Rettungswagen und Hubschrauber Christoph 16 vom Saarbrücker Winterberg zur Unglücksstelle.

Doch alle Bemühungen der Helfer sind umsonst: Die beiden Männer sind nicht mehr zu retten, sie bleiben tot an der Unglücksstelle zurück. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass Kohlenstoffmonoxid den 81-jährigen Hausbesitzer und seinen 48-jährigen Sohn getötet hat. Messungen der Feuerwehr haben nach Angaben der Polizei eine erhöhte Konzentration des giftigen Gases ergeben. Den Ermittlungen zufolge könnte das Gas aus einem Kaminofen ausgetreten sein. Wie genau es zu dem Unfall gekommen ist, ist aber noch unklar. Der Kriminaldauerdienst aus Saarbrücken übernimmt die Ermittlungen. Um Augenzeugen und Anwohner in den umliegenden Häusern kümmerten sich Notfallseelsorger.

Info Kohlenstoffmonoxid
Vergiftungen oder auch Todesfälle durch Kohenstoffmonoxid (CO) kommen immer wieder vor. Das Gas ist farb-, geruch- und geschmacklos und wird deshalb von Menschen meist nicht wahrgenommen. Das Einatmen kann aber fatale Folgen haben. Zunächst treten Symptome wie etwa Benommenheit, Übelkeit und Schwindel auf. Im schlimmsten Fall kommt es zu Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tod durch Erstickung. Für Aufsehen sorgte etwa ein Fall im Januar 2017 in Würzburg, als sechs Jugendliche in einer Gartenlaube an einer CO-Vergiftung starben. Im Saarland gab es dieses Jahr bereits mehrere Fälle von Vergiftungen, unter anderem in Schmelz, Burbach und Blieskastel.

Alle hier gemachten Angaben erfolgen ohne Gewähr!
Die hier veröffentlichten Angaben geben den Sachverhalt vereinfacht wieder. Sie können von den Angaben im Einsatzbericht abweichen und haben daher keine rechtliche Aussagekraft. Als einziges amtliches Dokument dient nur der schriftliche Einsatzbericht des Einsatzleiters.
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