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Mittwoch, 20.04.2011
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Frank Recktenwald
Top EINSATZBERICHT

Nachbarn retteten Familie bei Wohnhausbrand

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Das Wohnhaus in Dirmingen nach dem Einsatz (Foto: Schäfer (SZ))
Dirmingen. Gerade noch rechtzeitig konnten sich die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Lebacher Straße in Dirmingen aus ihrem brennenden Anwesen retten: In den frühen Morgenstunden des 20. April 2011 war im Erdgeschoss des Hauses ein Brand ausgebrochen, der schnell auf die Einrichtung und weitere Zimmer übergriff.

Den Bewohnern der Wohnung im Obergeschoss war durch Rauch und Hitze der Fluchtweg über das Treppenhaus abgeschnitten. Durch das beherzte Eingreifen der Nachbarn gelang ihnen die abenteuerliche Flucht über eine Leiter. Diese hatten die Nachbarn auf das Dach eines Pkw gestellt, um den Balkon der Familie zu erreichen. Zuvor hatten sie schon den Hund der Familie mit einem Seil vom Balkon herabgelassen.

Gegen 06:00 Uhr wurden die Feuerwehren aus Dirmingen und Eppelborn sowie die Drehleiter aus Illingen und mehrere Rettungswagen alarmiert. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte befanden sich keine Personen mehr in dem Gebäude, das Feuer hatte sich rasend schnell ausgebreitet und über den Balkon bereits auf das Obergeschoss übergegriffen.

Die große Hitze und die starke Rauchentwicklung machte den Einsatzkräften besonders in der ersten Phase des Löschangriffs zu schaffen. Unter Atemschutzeinsatz gelang es der Feuerwehr, den ausgedehnten Brand zu löschen und nach rund einer Stunde "Feuer aus" zu melden. Die Nachlöscharbeiten und die Suche nach unter der Holzdecke versteckten Glutnestern zogen sich dann allerdings noch weitere Stunden hin. Dabei leisteten die Wärmebildkameras aus Eppelborn und Illingen wertvolle Hilfe.

Die fünf Bewohner des Anwesens im Alter zwischen 15 und 57 Jahren erlitten Rauchvergiftungen und mussten zur weiteren Untersuchung und Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert werden. Bis zum Abend konnten die meisten von ihnen die Klinik aber bereits wieder verlassen. Während der Löscharbeiten musste die stark befahrene Ortsdurchfahrt zeitweise voll gesperrt werden, was zu erheblichen Behinderungen führte.

Auslöser für den Brand war nach ersten Erkenntnissen der Polizei ein Ölofen. Die genaue Ursache sowie die Schadenshöhe werden jetzt durch einen Gutachter ermittelt. Das Gebäude ist durch die Hitzeeinwirkung und den Brandrauch vorerst unbewohnbar. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr entstand an einem angebauten Anwesen glücklicherweise nur geringer Schaden. Die Geschädigten fanden eine vorübergehende Unterkunft bei Freunden und Verwandten.

Alle hier gemachten Angaben erfolgen ohne Gewähr!
Die hier veröffentlichten Angaben geben den Sachverhalt vereinfacht wieder. Sie können von den Angaben im Einsatzbericht abweichen und haben daher keine rechtliche Aussagekraft. Als einziges amtliches Dokument dient nur der schriftliche Einsatzbericht des Einsatzleiters.
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