Presse- & Öffentlichkeitsarbeit





Datum:16.08.2026
Löschbezirke:Eppelborn: 14:16 -
Eppelborn: 13:30 -
Bubach-Calmesweiler: 13:30 -
Eppelborn: 14:00 -
Habach: 17:00 -
Eppelborn: 06:00 -
Bubach-Calmesweiler: 06:00 -
Dirmingen: 06:00 -
Habach: 06:00 -
Wiesbach: 06:00 -
Macherbach: 06:00 -
Humes-Hierscheid: 06:00 -
Einsatzart:Großbrand / Einsatz Fachberater
Eingesetzte Fahrzeuge:MTW (1-18), GW L2 (1-63), LF KatS (2-44)


Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen | Sonntag, 16.08.2026

Ein Waldbrand im Hosterwald zwischen Hirzweiler und Wustweiler hat über vier Einsatztage hinweg mehr als 1.000 Einsatzkräfte aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen und Luxemburg gefordert. Aus einer anfänglich rund drei Hektar großen Brandfläche entwickelte sich ein ausgedehnter Waldbrand auf rund 18 Hektar. Schwieriges Gelände, eine aufwendige Löschwasserversorgung und die zeitweise unmittelbare Bedrohung eines landwirtschaftlichen Betriebes stellten die Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen. Nach insgesamt 78 Stunden und konnte der Feuerwehreinsatz am Mittwochabend beendet werden.


Vorschau
Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen
Illingen. Am Sonntag, 16. August 2026, um 12:55 Uhr begann einer der größten und aufwendigsten Feuerwehreinsätze der vergangenen Jahre im Landkreis Neunkirchen. Im Hosterwald zwischen den Illinger Ortsteilen Hirzweiler und Wustweiler war ein Waldbrand ausgebrochen. Was zunächst mit einer angenommenen Brandfläche von rund drei Hektar begann, entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einer dynamischen Einsatzlage.

Das Feuer breitete sich im unwegsamen Waldgelände schnell aus. Eine massive Rauchsäule war weithin über dem Hosterwald und dem Illtal sichtbar, Rauchschwaden zogen zeitweise über die angrenzenden Ortschaften. Die Einsatzkräfte standen von Beginn an vor besonderen Herausforderungen: Das Gelände war schwer zugänglich, Löschwasser stand unmittelbar im Wald nicht zur Verfügung und musste über weite Strecken zur Einsatzstelle transportiert werden. Gleichzeitig breitete sich das Feuer weiter aus.

AUSSERGEWÖHNLICHE EINSATZLAGE FESTGESTELLT

Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen
Aufgrund der Dimension und Dynamik des Einsatzes wurde in Abstimmung zwischen Bürgermeister Andreas Hübgen als Verantwortlichem der Gemeinde Illingen und der Unteren Katastrophenschutzbehörde des Landkreises Neunkirchen eine Außergewöhnliche Einsatzlage nach dem Saarländischen Brand- und Katastrophenschutzgesetz (SBKG) festgestellt. Damit konnten zusätzliche Einheiten verschiedener Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Fachdienste strukturiert in den Einsatz eingebunden und unter einer gemeinsamen Führungsorganisation koordiniert werden.

Innerhalb kurzer Zeit wurde eine umfangreiche Führungsstruktur aufgebaut. In unmittelbarer, jedoch sicherer Nähe des Schadensgebietes nahm die Einsatzleitung ihre Arbeit auf. Der Einsatz wurde in verschiedene Einsatzabschnitte gegliedert und die zahlreichen Kräfte und Aufgaben zentral koordiniert. Über die gesamte Einsatzdauer arbeiteten Feuerwehren, Deutsches Rote Kreuz, Malteser, Polizei, Katastrophenschutz, Technisches Hilfswerk, Forst, Land, Landkreis und kommunale Stellen und zahlreiche weitere Beteiligte eng zusammen.

WALDBRAND BEDROHT LANDWIRTSCHAFTLICHEN BETRIEB

Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen
Besonders kritisch entwickelte sich die Situation, als sich der Brand in Richtung eines landwirtschaftlichen Betriebes ausbreitete. Auf dem Hof befanden sich rund 70 Pferde und 300 Kühe. Mit einem massiven Kräfte- und Löschmitteleinsatz gelang es, den Betrieb erfolgreich gegen die Flammen zu verteidigen und ein Übergreifen des Waldbrandes zu verhindern. Die Pferde wurden aufgrund der Lage vorsorglich in Sicherheit gebracht.

Die Brandfläche vergrößerte sich im Verlauf des Einsatzes von zunächst rund drei Hektar auf insgesamt etwa 18 Hektar.

MEHR ALS SECHS KILOMETER WASSERFÖRDERUNG

Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen
Eine der größten Herausforderungen war die Löschwasserversorgung. Im betroffenen Waldgebiet standen keine ausreichenden Löschwassermengen unmittelbar zur Verfügung. Deshalb wurden mehrere Wasserförderstrecken aufgebaut. Insgesamt mussten über sechs Kilometer Feuerwehrschläuche verlegt werden, um Löschwasser bis in die verschiedenen Einsatzabschnitte zu transportieren.

Eine besonders wichtige Unterstützung leisteten dabei die Landwirte, Forstwirte, Bau- und Lohnunternehmer aus der Region. Zwischenzeitlich waren mehr als 20 hilfsbereite Unternehmer mit Traktoren und Wasserfässern, Tankzügen, Forst- und Baumaschinen im Einsatz. Sie unterstützten die Einsatzkräfte kontinuierlich beim Transport und bei der Bereitstellung großer Mengen Löschwasser und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Wasserversorgung.

Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen
Darüber hinaus unterstützten die Unternehmer die Einsatzmaßnahmen auf den umliegenden Feldern und Wiesen, aber auch im Wald selbst. Dort wurden vorsorglich Maßnahmen getroffen, um eine weitere Ausbreitung des Feuers über die Vegetation zu verhindern und zusätzliche Schutzbereiche zu schaffen. Die Unterstützung durch die zahlreichen Spontanhelfer war damit ein wichtiger Bestandteil der gesamten Löschwasserversorgung. Über verschiedene Kanäle meldeten sich noch zahlreiche weitere Unternehmen und boten ihre Unterstützung bei der Bewältigung des Waldbrandes an.

Zusätzlich wurden auf Freiflächen Löschwasserdepots eingerichtet. Diese dienten unter anderem der Versorgung der aus Hessen angeforderten Polizeihubschrauber.

Die beiden Hubschrauber IBIS 1 und IBIS 3 der hessischen Landespolizei unterstützten die Kräfte am Boden mit 87 Löschwasserabwürfen aus ihren Außenlastbehältern. Damit brachten die beiden durch @fire koordinierten Polizeihubschrauber zusammen rund 60.000 Liter Löschwasser aus der Luft auf die Brandfläche.

DROHNEN LIEFERTEN WICHTIGE LAGEBILDER

Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen
Eine wichtige Rolle bei der Erkundung und Führung des Einsatzes spielte die Luftaufklärung. Im Einsatz waren zwei Drohneneinheiten aus dem Landkreis Neunkirchen, eine aus dem Landkreis St. Wendel sowie weitere Drohnen der Polizei und des Fernmeldezuges. Sie ermöglichten der Einsatzleitung einen Überblick über die großflächige und teilweise nur schwer zugängliche Einsatzstelle. Die Luftbilder und Messungen unterstützten unter anderem bei der Beurteilung der Brandausbreitung, der Vermessung der betroffenen Flächen und der Koordination der Einsatzkräfte.


BEVÖLKERUNG ÜBER NINA UND KATWARN GEWARNT

Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen
Während das Feuer insbesondere zu Beginn massiv im Wald wütete, entwickelte sich eine weithin sichtbare Rauchsäule. Rauchschwaden zogen zeitweise über die angrenzenden Ortschaften. Daher wurden Bevölkerungswarnungen ausgelöst. Über die Warnsysteme NINA und KATWARN sowie die Informationskanäle der Gemeinde und der Einsatzorganisationen wurde die Bevölkerung aufgefordert, das Waldgebiet weiträumig zu meiden.

Meldungen über Social-Media und WhatsApp-Kanäle brauchten hier eine direkte Information der Bevölkerung. Aufgrund der Rauchentwicklung sollten Fenster und Türen geschlossen gehalten sowie Klima- und Lüftungsgeräte abgeschaltet werden. Das gesamte betroffene Waldgebiet wurde gesperrt. Wiederholt appellierten Gemeindeverwaltung und Einsatzleitung an die Bevölkerung, Absperrungen zu beachten, Zufahrts- und Rettungswege freizuhalten und auf Einsatzstellentourismus zu verzichten.

KAMPFMITTELBESEITIGUNGSDIENST BEGUTACHTET BRANDFLÄCHE

Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen
Eine weitere Besonderheit ergab sich durch Verdacht auf mögliche Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg. Da aufgrund der Kriegsgeschehnisse im Saarland grundsätzlich mit Kampfmittelresten im Boden gerechnet werden muss, wurde vorsorglich der Kampfmittelbeseitigungsdienst eingebunden. Teile der betroffenen Fläche wurden begutachtet, bevor Einsatzkräfte dort weitere Arbeiten durchführen konnten. Wichtig hierbei: Es wurden keine Kampfmittel gefunden. Die Einbindung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes erfolgte als vorsorgliche Maßnahme zum Schutz der Einsatzkräfte.

LOGISTIKZENTRUM VERSORGT TAUSEND EINSATZKRÄFTE

Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen
Ein Einsatz dieser Größenordnung war nur mit einer umfangreichen Logistik im Hintergrund möglich. An der Dorfwaldhalle in Hirzweiler wurde gemeinsam mit DRK und Maltesern ein großes Logistik- und Versorgungszentrum eingerichtet. Von dort aus wurden die Einsatzkräfte während der gesamten Einsatzdauer mit Essen, Getränken und weiteren notwendigen Versorgungsgütern versorgt.

In Spitzenzeiten wurden dort rund 400 Mahlzeiten nahezu gleichzeitig vorbereitet, ausgegeben beziehungsweise an die Einsatzabschnitte transportiert. Über die gesamten vier Einsatztage hinweg wurde so eine kontinuierliche Versorgung der Einsatzkräfte sichergestellt. Auch die Einsatzhygiene spielte bei dem mehrtägigen Einsatz eine wichtige Rolle. An mehreren Stellen wurden WC-Einheiten bereitgestellt. Zusätzlich stand den Einsatzkräften ein Duschcontainer zur Verfügung.

PRESSE- UND MEDIENZENTRUM DIREKT VOR ORT

Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen
Aufgrund des großen öffentlichen und medialen Interesses wurde ein eigenes Presse- und Medienzentrum eingerichtet. Der Fachzug PUMA – Presse- und Medienarbeit koordinierte dort die Medienarbeit rund um den Einsatz. Journalistinnen und Journalisten konnten unmittelbar vor Ort aktuelle Informationen erhalten, Interviews führen sowie O-Töne und Bildmaterial einholen. Parallel informierten die beteiligten Behörden und Organisationen die Bevölkerung fortlaufend über die Entwicklung der Einsatzlage und bestehende Verhaltenshinweise.



SAARFORST MIT ERFAHRUNGSWISSEN UND SCHWEREM GERÄT IM EINSATZ

Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen
Eine zentrale Rolle spielte auch SaarForst Landesbetrieb. Zahlreiche Mitarbeiter unterstützten den Einsatz mit ihrer Orts- und Geländekenntnis, forstwirtschaftlichem Fachwissen und technischem Gerät. Insbesondere im weiteren Einsatzverlauf waren durch das Feuer geschädigte Bäume eine zusätzliche Gefahr. Instabile Bäume und herabfallende Äste erschwerten die Arbeiten und machten besondere Sicherungsmaßnahmen notwendig.



UNTERSTÜTZUNG ÜBER LANDES- UND STAATSGRENZEN HINWEG

Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen
Die Dimension des Einsatzes erforderte Unterstützung weit über die Gemeinde-, Landkreis- und Landesgrenzen hinaus. Einsatzkräfte und Spezialeinheiten kamen aus dem gesamten Saarland sowie aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz, sowie zwei Hubschrauber der hessischen Landespolizei. Auch internationale Unterstützung erreichte Illingen: Eine Spezialeinheit des Großherzogliches Feuerwehr- und Rettungskorps (CGDIS) aus Luxemburg unterstützte die Arbeiten mit einem Löschroboter. Dieser konnte insbesondere in Bereichen eingesetzt werden, in denen ein unmittelbares Vorgehen von Einsatzkräften mit besonderen Risiken verbunden war.

Parallel zu diesem kam auch ein zweiter Roboter des Katastrophenschutzes Sankt Wendel zum Einsatz. Der Waldbrand im Hosterwald wurde damit zu einem Einsatz, bei dem kommunale, überörtliche, landesweite und internationale Hilfe ineinandergriffen. Auch speziell für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung ausgebildete Einsatzkräfte von @fire – Internationaler Katastrophenschutz Deutschland e. V. unterstützten die Arbeiten im Hosterwald. Die Organisation verfügt über besondere Expertise in der Vegetationsbrandbekämpfung und bildet ihre Einsatzkräfte nach internationalen Standards für Einsätze in schwierigem und unwegsamem Gelände aus. Die Spezialkräfte brachten ihr Fachwissen und ihre Erfahrung unmittelbar in die Brandbekämpfung ein und ergänzten damit die eingesetzten Feuerwehreinheiten.

POLITISCHE VERTRETER INFORMIERTEN SICH VOR ORT

Während des mehrtägigen Einsatzes informierten sich auch zahlreiche Vertreter von Land, Landkreis und Kommune unmittelbar an der Einsatzstelle über die Lage und die Arbeit der Einsatzkräfte. Unter anderem waren Innenminister Reinhold Jost, Umweltministerin Petra Berg sowie Dr. Dominik Lorenz, Leiter des Referates F1 Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement im Ministerium für Inneres, Bauen und Sport, vor Ort. Über die gesamte Einsatzdauer begleiteten insbesondere Bürgermeister Andreas Hübgen und Landrat Sören Meng die Lage regelmäßig vor Ort. Auch Landesbrandinspekteur Timo Meyer, Brandinspekteur Michael Sieslack und der Illinger Wehrführer Sascha Cattarius waren kontinuierlich in die Lagebewältigung eingebunden.

„WAS MÖGLICH IST, WENN ALLE HAND IN HAND ARBEITEN“

Bürgermeister Andreas Hübgen zeigte sich nach Abschluss des Einsatzes beeindruckt von dessen Dimensionen:

„Wenn man die gesamte Fläche sieht, wird noch einmal deutlich, vor welcher enormen Herausforderung unsere Einsatzkräfte in den vergangenen Tagen standen. Mein Dank gilt allen, die seit mittlerweile vier Tagen unermüdlich im Einsatz sind – von den Kräften unmittelbar an der Brandstelle über die Einsatzleitung und Logistik bis hin zu den vielen Menschen, die im Hintergrund für Verpflegung, Material und Unterstützung sorgen. Dieser Einsatz zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn alle Organisationen professionell und Hand in Hand zusammenarbeiten. Mein besondere Dank gilt allen Einsatzkräften und Helferinnen und Helfern, die über mehrere Tage hinweg im Einsatz waren, ebenso den Arbeitgebern und Familien der überwiegend ehrenamtlichen Kräfte. Ein ausdrücklicher Dank gilt außerdem den Landwirten und Unternehmen, die mit Fahrzeugen, Material und persönlichem Einsatz unterstützt haben, sowie der Bevölkerung für das Verständnis, die Unterstützung und die Beachtung der Warnungen und Sperrungen.“

Landrat Sören Meng erklärt:

„Mein großer Dank gilt allen Einsatzkräften und beteiligten Organisationen, die seit Beginn des Waldbrandes mit großem Engagement und unermüdlichem Einsatz vor Ort gearbeitet haben. Gerade bei einer Einsatzlage dieser Größenordnung zeigt sich, wie wichtig das professionelle Zusammenspiel der verschiedenen Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Facheinheiten ist. Diese hervorragende Zusammenarbeit über Organisations- und Kreisgrenzen hinweg verdient höchste Anerkennung. Wir haben mit unserem Katastrophenschutz die Lage unterstützt, die Investitionen der vergangenen Jahre waren wichtig und werden fortgesetzt.“

Brandinspekteur Michael Sieslack zieht Bilanz:

„Dieser Waldbrand hat uns einsatztaktisch vor große Herausforderungen gestellt. Entscheidend war, die weitere Brandausbreitung frühzeitig zu begrenzen und insbesondere ein Übergreifen des Feuers auf gefährdete Bereiche zu verhindern. Eine wichtige Unterstützung waren dabei die beiden Löschhubschrauber der Polizei aus Hessen. Durch die gezielten Wasserabwürfe aus der Luft konnten unsere Kräfte am Boden wirkungsvoll unterstützt und schwer zugängliche Brandbereiche gezielt bekämpft werden. Das enge Zusammenspiel zwischen den Kräften am Boden, der Brandbekämpfung aus der Luft und dem Einsatz von Spezialtechnik war ein wesentlicher Faktor für den Einsatzerfolg.

Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften und beteiligten Organisationen, die über viele Stunden und teilweise mehrere Tage hinweg mit großem Engagement im Einsatz waren. Ebenso danke ich den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die ihre Einsatzkräfte für diesen außergewöhnlichen Einsatz freigestellt haben, sowie den Familien und Angehörigen, die diesen Einsatz im Hintergrund mitgetragen haben. Den im Einsatz verletzten Kameradinnen und Kameraden sowie Einsatzkräften wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung.“


Landesbrandinspekteur Timo Meyer erklärt:

„Nach meinem Kenntnisstand hat es im Saarland in den letzten 70 Jahren noch keinen Wald-oder Flächenbrand dieser Größenordnung gegeben. Die Dimension dieses Einsatzes war außergewöhnlich und hat den eingesetzten Kräften über mehrere Tage hinweg sehr viel abverlangt. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass die verschiedenen Einheiten der Hilfsorganisationen auch bei einer solchen Lage auch Grenzübergreifend professionell zusammenarbeiten."

EIN EINSATZ DER NUR GEMEINSAM BEWÄLTIGT WERDEN KONNTE

Nach fast vier Tagen intensiver Brandbekämpfung, Nachlöscharbeiten, Kontrollen und Sicherungsmaßnahmen konnte der Feuerwehreinsatz am Mittwoch, 19. August 2026, gegen 19 Uhr beendet werden. Damit auch die Außergewöhnliche Einsatzlage. Hinter den Einsatzkräften lagen zu diesem Zeitpunkt 78 Stunden Einsatzdauer. Der Waldbrand im Hosterwald hat eindrucksvoll gezeigt, welche personellen, technischen und logistischen Ressourcen für die Bewältigung einer solchen Lage erforderlich sind. Gleichzeitig hat der Einsatz gezeigt, wie professionell die unterschiedlichen Einheiten der Blaulichtfamilie, Behörden, kommunalen Stellen, Forst, Landwirtschaft und weitere Unterstützer auch über Landkreis-, Landes- und Staatsgrenzen hinweg zusammenarbeiten.

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN ZUM WALDBRAND IM HOSTERWALD
  • Einsatzgebiet: Hosterwald zwischen Hirzweiler und Wustweiler, Gemeinde Illingen, Landkreis Neunkirchen im Saarland
  • Alarmierung: Sonntag, 16. August 2026, 12:55 Uhr
  • Ende des Feuerwehreinsatzes: Mittwoch, 19. August 2026, 19:00 Uhr
  • Einsatzdauer: 78 Stunden und 5 Minuten – entsprechend 4.685 Minuten bzw. rund 3,25 Tagen
  • Brandfläche: Zunächst rund 3 Hektar, im weiteren Verlauf Ausdehnung auf rund 18 Hektar
  • Besondere Herausforderungen: Schwer zugängliches und unwegsames Waldgelände, schnelle Brandausbreitung und fehlende Löschwasserversorgung unmittelbar im Einsatzgebiet
  • Gefährdeter landwirtschaftlicher Betrieb: Rund 70 Pferde und 300 Kühe; der Betrieb konnte erfolgreich gegen ein Übergreifen des Feuers verteidigt werden
  • Einsatzlage: Feststellung einer Außergewöhnlichen Einsatzlage nach dem Saarländischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes
  • Mehr als 1.000 Einsatzkräfte, mehr als 500 gleichzeitig im Einsatz
  • Herkunft der Einsatzkräfte: Gesamtes Saarland sowie Unterstützung aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Luxemburg
  • Beteiligte Organisationen und Einheiten: Feuerwehren, DRK, Malteser, THW, Polizei, Ortspolizei, Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), Baubetriebshof, SaarForst sowie verschiedene Fachzüge und Facheinheiten des Katastrophenschutzes
  • Luftunterstützung: ⁠Zwei Polizeihubschrauber der Polizeifliegerstaffel Hessen (IBIS 1, IBIS 3) mit Löschwasser-Außenlastbehältern. 87 Abwürfe mit insgesamt rund 60.000 Litern Wasser
  • Wasserförderung: Mehr als sechs Kilometer Schlauchleitungen zur Einsatzstelle
  • Drohnen: zwei Drohneneinheiten aus dem Landkreis Neunkirchen, eine Drohne aus dem Landkreis St. Wendel, sowie Drohnen von Polizei und Fernmeldezug
  • Internationale Unterstützung: Spezialeinheit des luxemburgischen CGDIS mit Löschroboter und „@fire“ Spezialkräften für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung
  • Kampfmittelbeseitigungsdienst: Vorsorgliche Sondierung von Teilen der Brandfläche; keine Kampfmittelfunde
  • Versorgung: Logistik- und Versorgungszentrum an der Dorfwaldhalle Hirzweiler; zeitweise Zubereitung von rund 400 Mahlzeiten gleichzeitig
  • Einsatzhygiene: WC-Einheiten an mehreren Standorten sowie Duschcontainer für die Einsatzkräfte
  • Medienarbeit: Presse- und Medienzentrum mit dem Fachzug PUMA
  • Vor Ort: Innenminister Reinhold Jost, Umweltministerin Petra Berg und Dr. Dominik Lorenz, Leiter des Referates F1 „Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement“
  • Regelmäßig während des Einsatzes vor Ort bzw. in die Lagebewältigung eingebunden: Bürgermeister Andreas Hübgen, Landrat Sören Meng, Landesbrandinspekteur Timo Meyer, Brandinspekteur Michael Sieslack und Wehrführer Sascha Cattarius

Quelle: Pressemeldung Gemeinde Illingen






Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen






Waldbrand im Hosterwald: 78 Stunden gemeinsam gegen die Flammen






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