Presse- & Öffentlichkeitsarbeit





Datum:15.03.2021
Löschbezirke:Dirmingen: 19:10 -
Eppelborn: 19:10 -
Bubach-Calmesweiler: 19:15 -
Wiesbach: 19:35 -
Dirmingen: 15:17 -
Eppelborn: 15:17 -
Bubach-Calmesweiler: 16:20 -
Einsatzart:Großbrand / Sonderfunktion Führungsgruppe / Kleinbrand
Eingesetzte Fahrzeuge:Feuerwehr Wustweiler (), Deutsches Rotes Kreuz (DRK) (), Feuerwehr Marpingen (), Kreisbrandinspekteur (), Wasserversorger (), Polizei (), Rettungswagen (), KdoW Wehrführer (03), TLF 16/25 (1-23), LF 16 TS (1-44), RW (1-52), GW L2 (1-63), MTW (2-18), LF KatS (2-44), HLF 8/12 (2-45), LF 16 (3-43), HLF 20 (3-46), ELW (7-11)


Strohballen brennen auf dem Birkenhof | Montag, 15.03.2021

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.


Vorschau
Dirmingen. Am Abend des 15. März wurden die Einsatzkräfte des Löschbezirk Dirmingen sowie Eppelborn zum Birkenhof im Ortsteil Dirmingen alarmiert. Zunächst wurde ein unklarer Feuerschein im dortigen Bereich gemeldet.

Kurz darauf meldete sich der Anrufer und Besitzer des Anwesens nochmals bei der Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg und teilte mit, dass auf seinem Hof etwa 100 Strohballen in Flammen stehen würden.

Aufgrund der abgelegenen Örtlichkeit und der Erkenntnis von vorherigen Einsätzen, dass die Löschwasserversorgung vor Ort sich als schwierig gestaltet wurde noch auf der Anfahrt zur Einsatzstelle der Löschbezirk Bubach-Calmesweiler sowie das Großtanklöschfahrzeug der Feuerwehr Marpingen zur Einsatzstelle alarmiert.

Vor Ort bestätigte sich die Meldung, dass ein Strohlager von etwa 120 Strohballen im Vollbrand stand. Auch ein in unmittelbarer Nähe abgestelltes Güllefass hatte bereits Feuer gefangen. Der Hofbesitzer schritt sofort zur Tat und zog das Fass mit seinem Schlepper vom Brandherd weg um den Schaden am Fass möglichst gering zu halten.

Unverzüglich wurde durch die ersten Einheiten ein Löschangriff aufgebaut um die Flammen niederzuschlagen. Auch ein Trupp unter Atemschutz löschte parallel das Güllefass ab, welches im Bereich der Reifen brannte.

Da der Hydrant auf dem Hofgelände nicht die erforderliche Wassermenge liefern konnte, wurde mit den Großfahrzeugen, welche einen größeren Löschwasservorrat mitführen ein so genannter Pendelverkehr zur Einsatzstelle eingerichtet. Hier zeigte sich der enorme Einsatzwert des Großtanklöschfahrzeuges der Feuerwehr Marpingen, welcher je Füllvorgang 5500 Liter Wasser zur Einsatzstelle verbringen konnte. Das Wasser wurde an der Einsatzstelle über die beiden Löschfahrzeuge des Löschbezirks Dirmingen abgegeben, welche ebenfalls über ein Löschwassertank von 1600 und 2000 Liter verfügen. Diese Wassermenge konnte als Puffer genutzt werden, bis das nächste Fahrzeug mit Nachschub am Einsatzort eingetroffen war.

Befüllt wurden die Löschfahrzeuge an einem Hydrant in der Tholeyer Straße. So konnte stets eine stabile Wasserversorgung für den Löschangriff vorgehalten werden.

Auch der Einsatzleitwagen aus dem Löschbezirk Wiesbach wurde für die Koordination der Einsatzkräfte nach Dirmingen geordert. Dieser stellt eine wichtige Unterstützung für den Einsatzleiter bei größeren Einsätzen dar.

Um eine effektive Brandbekämpfung vornehmen zu können musste das gepresste Stroh großzügig auseinander gezogen werden. Hierbei unterstützte der Hofbesitzer mit seinem Traktor, was sich jedoch als schwierig gestaltete, da sich durch den Regen der vergangenen Tage und Wochen die Wiesenfläche in eine sumpfige, lehmige Fläche verwandelte. Der Traktor hatte enorme Schwierigkeiten am abschüssigen Gelände Grip zu bekommen.

Letztendlich musste mit Dunghacke und Muskelkraft ein Großteil des Strohs auseinandergezogen werden um an die Glutnester im Innern zu gelangen. Erschwert wurde die Arbeit durch das erforderliche Tragen von speziellen Filtern und Atemschutzgeräten. Immer wieder wurde der Bereich mit einer Wärmebildkamera überprüft, welche heiße Stellen farblich im Display darstellt.

Eine Person wurde vorsorglich zur Untersuchung an den Rettungsdienst übergeben, um eine Rauchgasvergiftung auszuschließen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Während des laufenden Einsatzes machte sich neben dem Kreisbrandinspekteur des Landkreises Neunkirchen Michael Sieslack auch der Bürgermeister der Gemeinde Eppelborn, Dr. Andreas Feld ein Bild vor Ort. Gemeinsam mit Wehrführer Andreas Groß informierte sich der Bürgermeister bei den Hofbesitzern über das Schadenausmaß. Hierbei wurde erwähnt, dass es sich um das gesamte Strohlager des Hofes für die zahlreichen Tiere handelte, welches nun zum Raub der Flammen wurde.

Aufgrund der Dauer des Einsatzes wurde von Seiten des Rettungsdienstes der DRK Ortsverein Illingen mit einem Rettungswagen und dem Führer vom Dienst zur Einsatzstelle geordert. Auch zur Verpflegung der rund 100 im Einsatz befindlichen freiwilligen Kräfte von Feuerwehr und DRK wurde die Verpflegungseinheit des DRK, welche im Ortsverein Habach angesiedelt ist, alarmiert.

Nach 5 Stunden Einsatzzeit konnte die Einsatzstelle an den Hofbesitzer übergeben werden. Allerdings wartete in den Gerätehäusern und den Fachwerkstätten der Feuerwehr Eppelborn noch eine mehrstündige, sogar mehrtägige Arbeit an der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft. Durch den enorm aufgeweichten Boden, müssen die Fahrzeug, Einsatzmaterialien, Schläuche und Einsatzkleidung vom Schlamm und Dreck befreit werden.

Mit dem Wissen, dass bei solchen Einsatzlagen ein Wiederaufflammen von Glutnestern, auch mehrere Stunden später, sehr häufig vorkommt wurde der Einsatz in den frühen Morgenstunden des 16. März beendet.

Kaum 12 Stunden später, als die Polizei mit der Untersuchung zur Brandursache zugange war, war es dann soweit. Glutnester hatten sich wieder entzündet. Erneut wurde durch die Leitstelle gegen 15:17 Uhr Alarm für die Löschbezirke Dirmigen, Eppelborn und den Löschbezirk Wustweiler der Feuerwehr Illingen ausgelöst. Wie schon am Vortag wurde routiniert vorgegangen.

Wiedermal mit Muskelkraft wurde der Haufen nochmals weiter auseinander gezogen und die Glutnester abgelöscht sowie das Stroh mit Wasser getränkt.

Durch den Löschbezirk Bubach-Calmesweiler wurde im Verlauf des Einsatzes eine Heumesssonde, welche neben Bubach-Calmesweiler auch im Löschbezirk Eppelborn vorgehalten wird zur Einsatzstelle verbracht. Mit Hilfe dieser Sonde kann eine Temperaturmessung im Kern der Strohballen vorgenommen werden.

Nach zwei Stunden konnten sie die Einsatzstelle wieder an die Polizei übergeben werden.






























































































































































































































































































































































































































































































































































































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