Presse- & Öffentlichkeitsarbeit





Datum:20.04.2011
Löschbezirke:Eppelborn: 06:00 - 08:52
Dirmingen: 06:00 - 11:30
Einsatzart:Mittelbrand
Eingesetzte Fahrzeuge:Notarzt (), DLK 23/12 aus Illingen (), Polizei (), Rettungswagen (), ELW (1-11), TLF 16/25 (1-23), LF 16 TS (1-44), RW 1 (1-51), LF 8 (3-41), LF 16 (3-43)


Nachbarn retteten Familie bei Wohnhausbrand | Mittwoch, 20.04.2011

Ein Brand in einem Wohnhaus in Dirmingen richtet großen Schaden an. Fünf Bewohner mussten mit Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Nachbarn gelang die spektakuläre Rettung der Bewohner über eine Leiter.


Vorschau
Das Wohnhaus in Dirmingen nach dem Einsatz (Foto: Schäfer (SZ))
Dirmingen. Gerade noch rechtzeitig konnten sich die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Lebacher Straße in Dirmingen aus ihrem brennenden Anwesen retten: In den frühen Morgenstunden des 20. April 2011 war im Erdgeschoss des Hauses ein Brand ausgebrochen, der schnell auf die Einrichtung und weitere Zimmer übergriff.

Den Bewohnern der Wohnung im Obergeschoss war durch Rauch und Hitze der Fluchtweg über das Treppenhaus abgeschnitten. Durch das beherzte Eingreifen der Nachbarn gelang ihnen die abenteuerliche Flucht über eine Leiter. Diese hatten die Nachbarn auf das Dach eines Pkw gestellt, um den Balkon der Familie zu erreichen. Zuvor hatten sie schon den Hund der Familie mit einem Seil vom Balkon herabgelassen.

Gegen 06:00 Uhr wurden die Feuerwehren aus Dirmingen und Eppelborn sowie die Drehleiter aus Illingen und mehrere Rettungswagen alarmiert. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte befanden sich keine Personen mehr in dem Gebäude, das Feuer hatte sich rasend schnell ausgebreitet und über den Balkon bereits auf das Obergeschoss übergegriffen.

Die große Hitze und die starke Rauchentwicklung machte den Einsatzkräften besonders in der ersten Phase des Löschangriffs zu schaffen. Unter Atemschutzeinsatz gelang es der Feuerwehr, den ausgedehnten Brand zu löschen und nach rund einer Stunde "Feuer aus" zu melden. Die Nachlöscharbeiten und die Suche nach unter der Holzdecke versteckten Glutnestern zogen sich dann allerdings noch weitere Stunden hin. Dabei leisteten die Wärmebildkameras aus Eppelborn und Illingen wertvolle Hilfe.

Die fünf Bewohner des Anwesens im Alter zwischen 15 und 57 Jahren erlitten Rauchvergiftungen und mussten zur weiteren Untersuchung und Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert werden. Bis zum Abend konnten die meisten von ihnen die Klinik aber bereits wieder verlassen. Während der Löscharbeiten musste die stark befahrene Ortsdurchfahrt zeitweise voll gesperrt werden, was zu erheblichen Behinderungen führte.

Auslöser für den Brand war nach ersten Erkenntnissen der Polizei ein Ölofen. Die genaue Ursache sowie die Schadenshöhe werden jetzt durch einen Gutachter ermittelt. Das Gebäude ist durch die Hitzeeinwirkung und den Brandrauch vorerst unbewohnbar. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr entstand an einem angebauten Anwesen glücklicherweise nur geringer Schaden. Die Geschädigten fanden eine vorübergehende Unterkunft bei Freunden und Verwandten.






Das Wohnhaus in Dirmingen nach dem Einsatz (Foto: Schäfer (SZ))






Noch immer dringt dichter Rauch aus den Räumen des Wohnhauses






Der Brand war in den frühen Morgenstunden ausgebrochen (Foto: Heike Blum)






Brandbekämpfung über den Balkon (Foto: Heike Blum)






Über den Balkon hatte sich das Feuer auch in das Obergeschoss ausgebreitet (Foto: Heike Blum)






Blick in eines der ausgebrannten Zimmer (Foto: Heike Blum)




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