FEUERWEHR EPPELBORN
Montag, 20.11.2017 14:36
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Freitag, 04.08.2006
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Frank Recktenwald
Top AUSBILDUNG

Gemeinsam stark, auch über Grenzen hinweg

Vorschau
Gemeinsam übten die Feuerwehren aus drei Landkreisen die kreisüberschreitende Zusammenarbeit
Eppelborn. Eine Gruppe Jugendlicher spielt hinter den Häusern der Edelstraße im Lebacher Stadtteil Thalexweiler. Als sie eine Haarspraydose explodieren lassen wollen, geschieht das Unglück: Durch die Explosion werden drei der Jugendlichen verletzt, eine größere Fichtenschonung gerät in Brand. Das Nadelholz bietet den Flammen aufgrund der längeren Trockenheit besonders gute Nahrung, die Jugendlichen werden von den Flammen eingeschlossen und können sich nicht mehr in Sicherheit bringen.

Doch noch ist von dem gut geplanten Szenario in dem ruhigen Wohngebiet nichts zu ahnen. Erst als die ersten Übungsbeobachter kommen und der Einsatzleitwagen Stellung bezieht, kommen die ersten Zuschauer aus den Häusern. Genau wie bei einem wirklichen Waldbrand wird gegen 18.00 Uhr zuerst für den zuständigen Löschbezirk Thalexweiler ausgelöst.

Als die Einsatzkräfte kurze Zeit später an der Einsatzstelle eintreffen, beginnen sie umgehend mit den Löscharbeiten. Doch ihnen ist schnell klar, dass sie das Feuer nicht ohne weitere Hilfe unter Kontrolle bringen können. Deshalb fordern sie über die Kreisalarmzentrale Saarlouis umgehend Unterstützung an.

Diese kommt wenig später mit den Feuerwehren aus Dörsdorf, Eppelborn, Sotzweiler und Theley. Gemeinsam beginnt der Löschangriff aus mehreren Rohren, Verletzte werde gerettet und an das DRK zur weiteren Versorgung übergeben. Die Sanitäter aus Sotzweiler und Thalexweiler hatten dazu einen Verbandsplatz in einer überdachten Garageneinfahrt errichtet.

Das Hydrantennetz reicht zur Löschwasserversorgung bei einem solch großen Einsatz nicht aus. Deshalb wird mit Pumpen aus der Theel Wasser zur Einsatzstelle gefördert. Insgesamt müssen dabei eine Strecke von 330 Metern und ein Höhenunterschied von 45 Metern überwunden werden. Dazu mussten mehrere Verstärkerpumpen aufgebaut werden. Alle diese Arbeiten werden von der Einsatzleitung abgestimmt und koordiniert.

Insgesamt waren bei dieser großangelegten Übung mehr als 80 Feuerwehrleute und 30 Helfer des Roten Kreuzes im Einsatz. Erkenntnisse dieser Übung fließen jetzt auch in einen Alarmplan ein, auf den dann im Ernstfall zurückgegriffen werden kann.

Jeder Landkreis im Saarland wickelt den Funkverkehr über einen eigenen Kanal ab, die Alarmierung erfolgt jeweils über eine eigene Einsatzzentrale. Das DRK wiederum funkt auf anderen Frequenzen. Um im Ernstfall eine reibungslose Zusammenarbeit sicher zu stellen, führen die beteiligten Feuerwehren jedes Jahr eine solche gemeinsame Großübung durch. Dass dies notwendig ist, zeigten viele kreisüberschreitende Einsätze in der Vergangenheit. Denn Brände halten sich nicht an Kreisgrenzen.