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Mittwoch, 17.05.2006
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Frank Recktenwald
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Im Saarland soll es ab 2009 eine einheitliche Notrufnummer geben

Saarbrücken. Endlich Schluss mit dem Nummern-Salat: Die saarländische Landesregierung will für den Rettungsdienst per Krankenwagen, für die Feuerwehr und den Katastrophenschutz künftig die einheitliche Rufnummer 112 einrichten (wir berichteten). Das kündigte gestern Saar-Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) an. Die Nummer 110 bleibt der Polizei vorbehalten. Über die Telefonnummer 19 222 werden dann zwar noch Krankentransporte abgewickelt, aber keine Notfälle mehr.

Möglich wird dies durch den Aufbau einer integrierten Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, die 2009 ihre Arbeit aufnehmen soll. Die Voraussetzungen wurden jetzt mit einem Gesetzentwurf zur Neuordnung des Brand- und Katastrophenschutzrechts geschaffen, den das Kabinett verabschiedete. Kramp-Karrenbauer rechnet damit, dass der Landtag bis zum Jahresende eine Entscheidung treffen wird. Wie die Ministerin erläuterte, wird die neue Leitstelle in gemeinsamer Trägerschaft des Rettungszweckverbandes und der Stadt Saarbrücken als Betreiber der Berufsfeuerwehr arbeiten.

Das Konzept sieht zwei Standorte vor: Auf dem Saarbrücker Winterberg, wo bisher schon die Leitstelle für den Rettungsdienst angesiedelt ist, und der Saarbrücker Hessenweg bei der Berufsfeuerwehr. Modernste Technik mache es möglich, so Kramp-Karrenbauer, dass eingehende Notrufe schnellstens bearbeitet und Hilfe in die richtige Richtung gelenkt werden könne („neue Qualität der Hilfeleistung“). Gegenwärtig sei beispielsweise von der Alarmierung der Feuerwehr bis zu ihrem Eintreffen am Brandort von einer „Planungseinheit“ von acht Minuten auszugehen. Wesentliche Änderungen an dieser Zeitspanne seien allerdings nicht zu erwarten.

Die Technik in der neuen Notrufzentrale macht nach Darstellung von Kramp-Karrenbauer Investitionen von rund 1,2 Millionen Euro erforderlich. Landesbrandinspekteur Bernd Becker äußerte sich vor der Landespressekonferenz zufrieden über die Einrichtung der Leitstelle.

Quelle: Saarbrücker Zeitung