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Donnerstag, 20.04.2006
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Frank Recktenwald
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In acht Minuten am Brandort

VON SZ-REDAKTIONSMITGLIED OLIVER SEFRIN

Saarbrücken. Im Saarland soll die Zeit, in der die Feuerwehr in Zukunft am Brandort sein soll, gesetzlich festgeschrieben werden. Geplant ist, dass die so genannte Einsatzgrundzeit, gemeint ist damit die Zeit zwischen dem Alarmieren der Feuerwehr und den ersten Maßnahmen am Brandort, maximal acht Minuten betragen soll. Wie Detlef Köberling, der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Saarland, jetzt sagte, handele es sich dabei um eine Regelung, die vor allem im Interesse der Bevölkerung sei.

Denn die acht Minuten seien ein Richtwert, um bei einem Brand Menschen noch rechtzeitig retten zu können. „Vergeht mehr Zeit, steigt das Risiko deutlich an, dass Menschen ums Leben kommen“, begründet Köberling die Zeit. Das Saarland wolle sich damit einigen weiteren Bundesländern anschließen, die diese Einsatzgrundzeit-Bestimmung bereits in ihren Brandschutzgesetzen verankert haben. Seitens des saarländischen Innenministeriums bestätigte Sprecher Torsten Rott, dass derzeit ein umfassendes Gesetz zur Neuordnung des Brand- und Katastrophenschutzrechtes im Saarland ausgearbeitet werde. Zu dessen Entwurf habe sich auch der zuständige Fachausschuss des Landesfeuerwehrverbandes geäußert, sagt Köberling.

Auf eine Reform des Brandschutzgesetzes im Saarland, das aus den 80er Jahren datiere, habe der Landesfeuerwehrverband seit dem Jahr 2000 mit eigenen Vorschlägen hinwirken wollen, erklärt Köberling. Mit einer möglicherweise gesetzlich festgelegten Einsatzgrundzeit von acht Minuten sieht Köberling auch eine deutlich bessere Chance, dass kleinere Feuerwehrstandort, etwa in ländlichen Regionen, nicht so leicht aufgelöst werden und die in den vergangenen Jahren konstant gebliebenen 348 Löschbezirke im Saarland, die eine „gute Versorgung“ bedeuteten, erhalten werden können. Aus Sicht von Köberling könne die Feuerwehr unter diesen Bedingungen vor allem dort, wo kurze Wege zurückzulegen seien, in acht Minuten den Einsatzort erreichen. Schwieriger sei es indes für die rund 11 700 freiwilligen Feuerwehrleuten im Saarland, wenn sie während ihrer regulären Arbeitszeit zu Einsätzen gerufen werden. Dann kämen oft Anfahrtswege hinzu, die Zeit kosteten. Außerdem zeigten auch nicht alle Arbeitgeber Verständnis, wenn einer ihrer Mitarbeiter plötzlich zu einem Feuerwehreinsatz gerufen werde.

Quelle: Saarbrücker Zeitung