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Donnerstag, 23.03.2006
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Frank Recktenwald
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Einheitliche Notruf-Nummer soll im Saarland Leben retten

VON SZ-REDAKTEUR NORBERT FREUND

Saarbrücken. Die Saar-Regierung plant eine integrierte Rettungsleitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Wie der Chef des Innenausschusses im Landtag, Günter Becker (CDU), der SZ mitteilte, sollen nun die gesetzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass "noch in diesem Jahr" die neue einheitliche Notrufzentrale eingerichtet wird. Ein entsprechender Referenten-Entwurf zur Änderung des Brandschutzgesetzes werde im Innenministerium erarbeitet und solle als Gesetzentwurf bis Mai im Kabinett beraten werden. Nach "jahrelangem Ringen" hätten Rettungszweckverband und Berufsfeuerwehr der geplanten Lösung zugestimmt.

Bisher gibt es im Saarland drei Notrufnummern: 110 für die Polizei, 112 für die Feuerwehr und 1 92 22 für den Krankenwagen. Bald soll es nach Angaben von Becker nur noch zwei Nummern geben, damit im Notfall nicht unnötig Zeit verloren geht: die 110 für die Polizei und die 112 für die Notfallrettung. Mit der 112 werde man dann nicht mehr nur die Feuerwehr, sondern auch gleich den Krankenwagen erreichen, kündigte Becker an. Die Nummer 1 92 22 werde nur noch für eine „Übergangszeit“ bestehen bleiben.

Die Nummer 112 sei den Menschen geläufig und fungiere auch europaweit als Notruf-Nummer, begründete der CDU-Politiker die geplante Lösung. „Der bisherige Nummern-Wirrwarr hat damit ein Ende“, so Becker. Die Nummer 1 92 22 sei vielen Menschen unbekannt gewesen. Dadurch sei oft bei der Notfallrettung wertvolle Zeit verstrichen. „Künftig muss keiner mehr weiterverbunden werden, und niemand muss mehr im Telefonbuch nachsuchen. Sofort werden kompentente Leute am anderen Ende der Leitung sein“, sagte Becker.

Wie er weiter erläuterte, soll die neue integrierte Rettungsleitstelle unter gemeinsamer Trägerschaft des Rettungszweckverbands und der Stadt Saarbrücken als Betreiber der Berufsfeuerwehr arbeiten. Geplant sei ein „Zwei-Standorte-Konzept“: Ein Standort der einheitlichen Leitstelle soll auf dem Winterberg angesiedelt sein, wo schon bisher die über die 1 92 22 erreichbare Leitstelle für den Rettungsdienst arbeitet, und der andere bei der Berufsfeuerwehr im Saarbrücker Hessenweg. Dabei werde aber ein „zentrales Auflaufen“ der Notfallnummer 112 garantiert sein, so Becker.

Der Chef des Innenausschusses kündigte an, dass künftig auch in der Leitstelle auf dem Winterberg „immer ein bis zwei Feuerwehrleute“ vor Ort sein sollen. Diese hätten in Brandfällen den Notruf zu übernehmen, wobei sie dann für die „Ersteinschätzung“ zuständig seien. Man werde mit modernster Technik garantieren, dass es „keine Unterbrechung oder Verzögerung“ gebe, wenn ein Notruf einlaufe, mit dem ein Krankenwagen angefordert oder ein Brand gemeldet wird, versicherte Becker. Die zentrale Anlaufstelle werde auf dem Winterberg sein, wobei Brandfälle im Hessenweg weiterbearbeitet werden sollen.

Quelle: Saarbrücker Zeitung