FEUERWEHR EPPELBORN
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Samstag, 07.01.2006
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Frank Recktenwald
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Löschbezirk Eppelborn zieht Jahresbilanz

Vorschau
Wehrführer Recktenwald (links) konnte den Hauptfeuerwehrmann Erich Daub im Rahmen der Jahreshauptversammlung für 35 Jahre Feuerwehrdienst ehren
Eppelborn. Rund 60 Angehörige aus Einsatzabteilung, Jugendfeuerwehr und Alterswehr sowie des Fanfarenzuges waren am 07. Januar 2006 ins Gerätehaus zur Jahreshauptversammlung des Löschbezirks Eppelborn gekommen. Zu Beginn resummierte Becker die Aktivitäten im vergangenen Jahr: Zu insgesamt 27 Einsätzen rückten die Männer und Frauen des Löschbezirks Eppelborn im Jahr 2005 aus, dies war mit einem Einsatz mehr fast wieder Vorjahresniveau. Glücklicherweise waren es überwiegend kleinere Vorfälle, die das Eingreifen der Feuerwehr erforderlich machten. Lediglich ein Großbrand musste von den Einsatzkräften bewältigt werden. Tote waren bei den Einsätzen nicht zu beklagen. Der Löschbezirk Eppelborn zählte zum Jahresende 58 aktive Mitglieder. Der Jugendfeuerwehr gehören 15 Jungen und Mädchen an, die Altersabteilung hat 25 Mitglieder. Noch einmal 30 Mann stark ist der Fanfarenzug des Löschbezirks, der mit seinen vielen Auftritten aus dem kulturellen Leben der Gemeinde nicht mehr wegzudenken ist.
Becker hob vor allem die 5 Ordnungsdienste und 31 Brandsicherheitswachen hervor. Bei immer mehr Veranstaltungen, teilweise auch mit bundesweit bekannten Künstlern im Kultur- und Kongreßzentrum big Eppel sorgen die Eppelborner Feuerwehrleute für die Sicherheit der oftmals mehreren hundert Gäste.
Beeindruckend waren auch die Zahlen, die Gerätewart Bernd Erberich in seinem Jahresbericht verkündete: So wurden in der zentralen Schlauchwerkstatt, in der die Schläuche für alle Löschbezirke der Gemeinde nach Einsätzen und Übungen gewaschen und getrocknet werden, im Laufe des vergangenen Jahres 8210 Meter Schlauchmaterial gereinigt. Alleine auf den Löschbezirk Eppelborn entfielen dabei fast 6000 Meter. In der ebenfalls für die Gesamtgemeinde zuständigen Atemschutzwerkstatt wurden im gleichen Zeitraum 420 Atemluftflaschen nach Einsätzen und Übungen wieder gefüllt und einsatzbereit gemacht. Auch hier kam der Löwenanteil mit 102 Flaschenfüllungen aus dem Löschbezirk Eppelborn.
Norbert Holz, der Vorsitzende der Altersabteilung, berichtete über die durchgeführten Veranstaltungen. Besonders der Tag der offenen Tür währe ohne die tatkräftige Unterstützung der ehemaligen Feuerwehrmänner so nicht durchführbar.
Über einen besonderen Höhepunkt neben den 35 durchgeführten Übungen konnte auch Markus Leidinger in seinem Bericht der Jugendfeuerwehr erzählen: Im Sommer wurde ein gemeinsames Zeltlager mit den Jungen und Mädchen der Wiesbacher Jugendfeuerwehr in Gronig durchgeführt. Als Gäste nahmen Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus dem holländischen Hoorn teil, zu denen bereits eine langjährige Freundschaft besteht. Fahrten in den Europapark, Badenachmittage und die Arbeiten am Biotop sorgten für Abwechslung neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung.
Von immer größerer Brisanz ist die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger. Um den Gefahren bei dieser überaus gefährliche Tätigkeit, die ganz aktuell durch den Tod zweier Feuerwehrmänner in Tübingen vor Augen geführt wird, gewachsen zu sein, sind zusätzliche Ausbildungsstunden notwendig. Im Löschbezirk Eppelborn stehen 34 der 58 aktiven Einsatzkräfte als speziell ausgebildete und medizinisch für tauglich befundene Atemschutzgeräteträger bereit.
Alles in allem wurden von den Mitgliedern des Löschbezirks Eppelborn rund 13.000 ehrenamtliche Stunden für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde erbracht. Dies beeindruckte auch die stellvertretende Ortsvorsteherin Elfriede Groß, die als Ehrengast an der Versammlung teilnahm. Sie dankte der Feuerwehr im Namen der Gemeinde für das Engagement.

Und auch Gemeindewehrführer Hermann-Josef Recktenwald, selbst Mitglied des Löschbezirks, sprach den Anwesenden seinen Dank aus. Und stellte gleich einiges an Arbeit für das Jahr 2006 in Aussicht: Gleich im Januar findet in Eppelborn ein Truppführerlehrgang für Nachwuchsfeuerwehrleute aus allen Gemeindeteilen statt, im März folgt dann der nächste Jahrgang mit der Grundausbildung.

Eine neue Feuerwehrdienstvorschrift über die Vorgehensweise bei der Brandbekämpfung erfordert intensive Ausbildung, und durch die Änderung des Brandschutzgesetzes werden künftig Jungen und Mädchen bereits im Alter von 9 statt wie bisher 10 Jahren der Jugendfeuerwehr betreten können, so der Wehrführer. Um die Feuerwehr fit für die Zukunft zu machen, wird eine Risiko- und Gefahrenanalyse der Gemeinde erstellt werden. Und auch bei der Alarmierung wird es Änderungen geben: Bis 2008 wird eine zentrale Leitstelle in Saarbrücken die bisherige Kreisalarmzentrale in Neunkirchen ablösen.

Zum Abschluß ehrte Recktenwald im Rahmen der Versammlung den Hauptfeuerwehrmann Erich Daub für 35 Jahre aktive Mitgliedschaft und Engagement in der Feuerwehr mit dem goldenen Feuerwehrehrenzeichen am Bande.