FEUERWEHR EPPELBORN
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Samstag, 22.10.2005
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Frank Recktenwald
Top AUSBILDUNG

Gelungenes Zusammenspiel der Hilfsorganisationen

Vorschau
Gemeinsam mit dem DRK übten die Löschbezirke Humes und Wiesbach am Pfarrsaal in Humes
Humes. Blaulicht und Martinshorn zogen die Aufmerksamkeit der Humeser Bürger am Abend des 22. Oktober 2005 auf sich, als sich die Einsatzkräfte des Löschbezirks Humes auf den Weg zum Pfarrheim hinter der Kirche machten. Dort war es während einer Veranstaltung zu einem Brand gekommen, so die Ausgangslage der gemeinsamen Nachtübung von Feuerwehr und DRK. Während sich ein Großteil der Gäste selbst retten konnte, werden acht Personen noch immer in dem verqualmten Pfarrsaal vermisst.

Der Bedarf an Atemschutzgeräten und die zu erwartende große Zahl an Verletzten machte es erforderlich, dass umgehend der Löschbezirk Wiesbach und auch das DRK aus dem Nachbarort nachalarmiert werden. Als die Kameraden eintreffen, haben die Humeser Feuerwehrleute bereits den ersten vermissten Gast aus dem Gebäude gerettet und an die Sanitäter übergeben. Diese haben schon eine Sammelstelle im Eingangsbereich der Kirche aufgebaut und übernehmen die Erstversorgung und Registrierung, bevor der Abtransport in die benachbarten Krankenhäuser beginnt.

Trotz des immer wieder einsetzenden Nieselregens arbeiten die Männer und Frauen der Hilforganisationen zügig und routiniert. Scheinwerfer werden aufgebaut, Schlauchleitungen verlegt, und immer wieder bringen Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten gerettete Menschen auf Tragen aus dem Gebäude. Parallel dazu beginnt die Brandbekämpfung und eine Leiter wird aufgebaut, um auch von aussen noch einmal nach Verletzten zu suchen.

Einsatzleiter Helmut Schäfer, Löschbezirksführer in Humes, zeigte sich zufrieden mit der Leistung der Teilnehmer an diesem Abend. Alle vermissten Personen konnten in kurzer Zeit in dem Gebäude aufgefunden und gerettet werden. Besonders die Zusammenarbeit der Löschbezirke und der Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes verlief sehr gut. Auch bei realen Einsatzlagen wird die Kooperation vor allem durch schwindende Bereitschaft der Bürger zur Mitarbeit in der Feuerwehr und die dadurch resultierende dünne Personaldecke zu bestimmten Tageszeiten immer öfter notwendig. Durch gemeinsame Übungen wie am vergangenen Samstag wird auch die Zusammenarbeit bei Einsätzen entschieden verbessert.