FEUERWEHR EPPELBORN
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Mittwoch, 21.09.2005
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Frank Recktenwald
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Herausforderungen sind gewachsen

Was am Samstagnachmittag für die Zuschauer wie echt wirkte, war zum Glück nur ein Übungsteil der Feuerwehren der Gemeinde Eppelborn: Vier der Löschbezirke wurden zu einem Brand eines in unmittelbarer Nähe befindlichen landwirtschaftlichen Anwesens gerufen.

Spielende Kinder entzündeten in einem als Lagerhalle genutzten Gebäude Stroh und Heu. Durch die trockenen und leicht brennbaren Materialien geriet der Brand schnell außer Kontrolle. Einige Kinder konnten das Gebäude nicht mehr rechtzeitig verlassen und wurden eingeschlossen.

Aufgabe der eingesetzten Feuerwehrleute war es, das Gebäude unter dem Einsatz von Atemschutzgeräten nach den vermissten Kindern abzusuchen und gleichzeitig mit einer massiven Brandbekämpfung zu beginnen. Bei diesem Teil der Übung wurden die Rettungshelfer von Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes unterstützt.

Brandmeister Christian Holz kommentierte sehr anschaulich, was die Rettungskräfte in einem solchen Fall zu tun haben.

Auch der zweite Teil der Übung war nicht minder interessant für die vielen Zuschauer: Durch nicht angepasste Geschwindigkeit ist ein PKW-Fahrer in den Abendstunden von der Straße abgekommen. Der schwer verletzte Fahrer sowie der leicht verletzte Beifahrer sind eingeklemmt und können sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien.

Aufgabe der Löschbezirke war es, die Unfallstelle zu sichern und in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst eine erste Zugangsöffnung zu den eingeklemmten Fahrzeuginsassen herzustellen. Nachdem die lebensrettenden Sofortmaßnahmen durchgeführt worden sind, begann die Befreiung: das Auto wurde rund um die Fahrzeuginsassen aufgeschnitten und das Dach wurde abgenommen. Diese Arbeiten geschahen "patientenorientiert", also so schonend wie möglich für den Patienten.

So wird der Patient ohne Rotation der Wirbelsäule und möglichst erschütterungsfrei nach oben herausgehoben. Im Gegensatz zur Crashrettung, bei der der Patient schnellstmöglich aus der Einklemmung befreit wird, steht bei der patientenorientierten Rettung die Vermeidung von Folgeschäden des Patienten im Vordergrund. Daher wird schonen und immer in Absprache mit dem Rettungsdienst und dem Notarzt vorgegangen.

Auch während dieses von Brandmeister Holz kommentierten Übungsteils arbeiteten die Einsatzkräfte von DRK und Feuerwehr Hand in Hand.

Nähere Informationen über das Leistungsspektrum der Feuerwehr kann man auch im Internet unter www.feuerwehr-eppelborn.de erhalten.

Quelle: Wochenspiegel Illtal