FEUERWEHR EPPELBORN
Sonntag, 22.10.2017 22:59
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Frank Recktenwald

Frauen in der Feuerwehr

Frauen im Kreise der ehrenamtlichen oder hauptberuflichen Brandschützer sind heute keine Seltenheit mehr. Es wird Wert darauf gelegt, dass die Mädchen und Frauen vorbehaltlos in die Löschbezirke integriert werden und dass sie eine absolute Gleichbehandlung, sowohl in der Ausbildung als auch im Einsatzdienst, mit ihren männlichen Kameraden erfahren.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Erfahrungen mit Frauen in den freiwilligen Feuerwehren positiv zu werten sind. In jeder Einsatzabteilung wird man vielfältige Verhaltensmuster im Einsatzgeschehen oder auch im kameradschaftlichen Bereich aufzeigen können. Und jede / jeder Einzelne in der Feuerwehr wird für sich selbst Formen der Konfliktbewältigung finden bzw. finden müssen, ohne die ein reibungsloser Einsatz nicht möglich ist. Die sich hier ergebenen Unterschiede resultieren aber eher aus Faktoren wie Alter, Erfahrung, Erziehung und weniger aus dem Geschlecht.

Eine aufgrund biologischer Unterschiede möglicherweise vorhandene geringere physische Belastbarkeit gleichen Frauen in der Regel durch psychische Stärke wieder aus. Sie zeigen oft sehr viel Mut bei ungewissen Situationen, z.B. als Atemschutzträgerinnen. Sicher kann man sagen, dass hier vielleicht manchmal unbewusst der Gedanke "ich muss beweisen, dass ich das auch kann" eine Rolle spielt.

Die Aufgaben im Brandschutz und der technischen Unfallhilfe sind sehr breit gestreut. Es muss bei der Mitgliederwerbung verdeutlicht werden, das wirklich jeder eine sinnvolle Aufgabe bei der Feuerwehr finden kann.

Früher galt die "Gefahrenabwehr" als "reine Männersache". Zu den Pflichtfeuerwehren können, auch heute noch, nur Männer zwischen 16 und 60 Jahren herangezogen werden. Mit den nachwachsenden Generationen verschwindet dieses Traditionsdenken, wenn auch langsam. In den Löschbezirken der Feuerwehr Eppelborn sind Frauen jedoch bereits jetzt schon gerne gesehen.