FEUERWEHR EPPELBORN
Sonntag, 20.05.2018 17:42
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Freitag, 27.08.1993
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Frank Recktenwald
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Die Zusammenarbeit funktionierte vorzüglich

Eppelborn (bn). Als um zehn Uhr am Mittwochvormittag in allen acht Gemeindebezirken Eppelborns die Feuerschutzsirenen heulten, wußten nur wenige, daß es sich um eine Alarmübung handelte, die im Gewerbegebiet am Bahnhof in Dirmingen durchgeführt werden sollte. Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz als Chef der Freiwilligen Feuerwehr wollte sich mit Gemeindewehrführer Gerhard Groß von der schnellen Einsatzbereitschaft der einzelnen Löschbezirke an einem Vormittag in der Woche während der Ferienzeit von der Zusammenarbeit der einzelnen Löschbezirke unter ernstfallmäßigen Bedingungen überzeugen. Mit bei der Einsatzleitung waren auch Landesbrandinspekteur Hans-Jürgen Olliger und der feuerwehrtechnische Sachbearbeiter bei der Eppelborner Gemeindeverwaltung, Hans-Peter Brill. Um es vorwegzunehmen: Die Einsatzübung hat geklappt, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Löschbezirken funktionierte vorzüglich.

Die angenommene Lage: Kurz vor dem Einlaufen eines Güterzuges, der aus Richtung Illingen in den Dirminger Bahnhof kam, war durch ein defektes heißgelaufenes Lager an einem Radsatz ein Brand ausgebrochen, der sehr schnell auf die hölzernen Aufgebauten eines geschlossenen Güterwagens übergriff. Durch die große Hitze- und Flammenwirkung explodierte das mitgeführte Frachtgut, brennende Trümmerteile lösten Brände in den unmittelbar am Bahnhof liegenden beiden Firmen aus, von denen eine auch chemische Substanzen lagert. Das Feuer breitete sich schnell aus, die Einsatzkräfte des Dirminger Löschbezirkes konnten den Brand nicht unter Kontrolle bringen. So wurde Großalarm ausgelöst.

Bereits sieben Minuten nach der Alarmierung war das erste Einsatzfahrzeug des Dirminger Löschbezirkes am Einsatzort, nach elf Minuten trafen die Eppelborner Wehrmänner ein, nach 18 Minuten waren alle acht Löschbezirke im Einsatz; eine, wie von der Einsatzleitung bestätigt wurde, ausgesprochen sehr gute Zeit unter Berücksichtigung der Entfernung und des allgemeinen Straßenverkehrs, der in einigen Teilstrecken hemmend auf den schnellen Einsatz wirkte. Gemeindewehrführer Gerhard Groß informierte jeden Löschbezirk über die ihm im Plan zugewiesene Aufgabe, und weil er befürchten mußte, daß das Wasser aus dem Rohrleitungsnetz nicht ausreichen werde, den Großbrand unter Kontrolle zu bringen, entnahmen die Löschbezirke Humes und Bubach-Calmesweiler aus der etwa 120 Meter entfernten Ill zusätzlich Wasser und verlegten vier Zuleitungsrohre zu den übrigen Einsatzfahrzeugen. Sobald die Wasserförderung aus der Ill funktionierte, wurde die Wasserentnahme aus den beiden Unterflurhydranten eingestellt, um Trinkwasser zu sparen.

Insgesamt waren 110 Feuerwehrmänner mit 15 Einsatzfahrzeugen zur Stelle; sie löschten aus 18 Strahlrohren - ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis, wie Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz bei seinem Dank an die Wehrmänner betonte. In diesen Dank schloß Lutz auch die DRK-Bereitschaft Humes ein, die mit einem Einsatzfahrzeug zur "Brandstelle" gekommen war. Die stellvertretende Ortsvorsteherin Ursula Wagner, ebenfalls am Einsatzort, wünscht kleine Staustufen in der Ill, um im Ernstfall genügend Wasser bereit zu haben. Die Wehrmänner hatten sich mit Stein selbst geholfen und sicherten genügend Wasser aus diesem Gewässer für die Brandbekämpfung.

Quelle: Saarbrücker Zeitung