FEUERWEHR EPPELBORN
Montag, 19.02.2018 06:49
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Freitag, 01.10.1993
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Frank Recktenwald
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Eine kleine Unachtsamkeit führte schnell zum Großbrand

Wiesbach (ki). Bei Schweißarbeiten an einem Bus der im Industriegebiet in Wiesbach ansässigen Fa. Risch ist das Fahrzeug in Brand geraten. Die für die Schweißarbeiten benutzten Azetylenflaschen sind zerborsten, hatten das Motorenöl, Reinigungsbenzin und den Dieselkraftstoff in Brand gesetzt und die Wand zur benachbarten Fa. Siebert Elektronik zerschlagen und Brände in der Computer- und Elektronikabteilung entfacht. Die beiden Arbeiter, die die Schweißarbeiten am Bus durchgeführt hatten, sind in der Halle eingeschlossen. Bei dem Versuch, Hilfe zu leisten, ließ ein Arbeiter der ebenfalls im Industriegebiet ansässigen Schlosserei Fenrich sein Schweißgerät unbeaufsichtigt. Diese Unachtsamkeit hatte einen Brand zur Folge, der sich sehr schnell zum Vollbrand ausbreitete. Ein weiterer Arbeiter wollte mit seinem Pkw Hilfe holen und fuhr unter Mißachtung der Vorfahrt in die L300 ein. Dort stieß er mit einem Pkw zusammen, wobei die Insassen der Pkws eingeklemmt und schwer verletzt wurden. Der Löschbezirk Wiesbach wurde gegen 16 Uhr alarmiert, und aufgrund der vorgefundenen Sachlage wurde sofort Großalarm ausgelöst. Dies war die Ausgangssituation für die Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Eppelborn. Unter den kritischen Augen von Bürgermeister Herrman Lutz, als Chef der Feuerwehr, Wehrführer Gerhard Groß, den Ortsvorstehern, MdL Peter Müller, dem 1. Beigeordneten Berthold Schmitt und Rüdiger Kratz vom Landratsamt Ottweiler, Abt. Katastrophenschutz, zeigten 200 Wehrmänner und 28 Helferinnen und Helfer vom DRK Wiesbach, wozu sie in der Lage sind. Die Wetterverhältnisse und die schweren Bodenbedingungen stellten die Übungstrupps vor zusätzliche Aufgaben. Da durch die Verhältnisse die Wasserversorgung über das Rohrnetz nicht gesichert war, mußte das Löschwasser aus dem ca. 750 Meter entfernten Fischweiher am Wallenborn zur Brandstelle befördert und eine Verstärkerpumpe installiert werden. Die Feuerwehrkameraden von den Löschbezirken Eppelborn, Bubach und Hierscheid meisterten diese Aufgaben binnen kürzester Zeit. Der Löschbezirk Wiesbach übernahm die Menschenrettung und die Brandbekämpfung beim Reiseunternehmen Risch. Die Wehrkameraden aus Humes, Habach, Macherbach und Dirmingen bekämpften die Brände bei den Firmen Fenrich und Jacob von unterhalb des Feldweges aus. Die Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes versorgten derweil die geborgenen Verletzten vorbildlich. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste von der Bergung der Verletzten und der Brandbekämpfung des Verkehrsunfalls. Hier mußten die eingeklemmten Personen mit Schere und Spreizer aus den Fahrzeugen befreit werden, und die entstandene Ölspur mußte beseitigt werden. Löschbezirksführer Alfred Schmitt und Wehrführer Gerhard Groß hatten die Anforderungen an sich und die Feuerwehrmänner bei der Planung sehr hoch gesteckt. Die Floriansjünger bewiesen auch, daß sie mit den Aufgaben selbst unter erschwerten Bedingungen fertig werden.

Quelle: Saarbrücker Zeitung