FEUERWEHR EPPELBORN - Neuer Server
Sonntag, 17.12.2017 11:02
Eppelborn  |  Bubach-Calmesweiler  |  Dirmingen  |  Habach  |  Hierscheid  |  Humes  |  Wiesbach  |  Macherbach  
Dienstag, 21.09.1999
Druckversion
Frank Recktenwald
Top FEUERWEHR IN DER PRESSE

Schwierigen Aufgaben gewachsen

Bubach-Calmesweiler (lh). In das landwirtschaftliche Anwesen von Alois Groß in Calmesweiler schlug am frühen Nachmittag des 18. September ein Blitz ein, setzte ein Gebäude in Brand, in dem große Mengen Stroh gelagert sind. Ein mögliches Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude war zu befürchten. Der sofort alarmierte örtliche Löschbezirk lässt wegen der Brisanz des Brandobjektes (hohe Brandlast, dichte Bebauung, mangelnde Löschwasserversorgung) alle Löschbezirke der Gemeinde alarmieren.

Soweit das Ausgangszenario der simulierten Jahreshauptübung in der Illtalgemeinde. Eine sicherlich nicht unrealistische Gefahrensituation. Schon im Vorfeld dachten sich einige Gefahrenstrategen diese Aufgabe aus. Sie analysierten, planten und erprobten gemeinsam das Ablöschen der Scheune und den Schutz der Nachbargebäude am runden Tisch. Gleichzeitig sollte festgestellt werden, ob die erforderlichen Löschwassermengen zu dem Brandherd beziehungsweise möglichen weiteren Brandstellen heran transportiert werden können und ob überhaupt Wasser ausreichend zur Verfügung stand.

Diesmal baten die Verantwortlichen Planer die Verwaltung und die kommunalen Vertreter in die Hirschberghalle. Sie erläuterten anhand von Bildern auf einer Leinwand die Situation von allen Seiten und legten das Was, Wie und Warum der einzelnen Maßnahmen zur Brandbekämpfung offen. Danach lief gegen 16 Uhr die Alarmmeldung bei der Zentrale in Neunkirchen auf; der praktische Teil der Übung startete. Sofort wurde von hier das Personal der einzelnen Löschbezirke über die sogenannte "Stille Alarmierung" informiert. Zusätzlich wurden noch die wenigen in Betrieb befindlichen Sirenen aus dem Schlaf erweckt.

Innerhalb einiger Minuten kamen die insgesamt 18 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und des DRK aus allen Richtungen der Gemeinde an die Unglücksstelle. Jeder Feuerwehrmann beziehungsweise Feuerwehrfrau hatten ihre Aufgabe: Außentüren der Fahrzeuge auf, ein schneller Griff nach den erforderlichen Hilfsmitteln, Schläuche ausrollen, miteinander verbinden, Strahlrohre ansetzen und Wasser marsch. Bald löschten und schützten zirka 25 Strahlrohre in den Händen von wehrhaften Helfern die zahlreichen Objekte. Auf einer Strecke von 500 Meter wurden zirka 2000 Meter Schläuche verlegt. Verletzte wurden aus den Gehöften herausgetragen und in einem schnell aufgebauten DRK-Zelt erstversorgt. Hier standen zehn DRK-Helfer beziehungsweise Helferinnen mit Dr. Deutscher zur Verfügung. Insgesamt waren 200 Kräfte im Einsatz.

Auch die Polizei war ständig präsent und sorgte für Ruhe und Ordnung. Während der Abschlußbesprechung der Wehrleute in der Hirschberghalle dankte Wehrführer Hermann Josef Recktenwald und der Chef der Wehr, Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz allen Einsatzkräften für ihre Bereitschaft, zu helfen, wenn die Not es erfordere. In den Dank schlossen beide auch die Einsatzfreude bei den Wehrübungen im Laufe des Jahres mit ein. Nur, wenn man ständig das Bekämpfen von Gefahren übe, könne man auch im Ernstfall einen effizienten Gefahrenschutz erwarten. Die Bürger jedenfalls können beruhigt sein. Ihre Feuerwehr ist bestens gerüstet.

Quelle: Saarbrücker Zeitung