FEUERWEHR EPPELBORN
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Mittwoch, 09.03.1988
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Frank Recktenwald
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Feuerwehr Eppelborn erhielt neues Fahrzeug

mk. Eppelborn. Das erste Feuerwehrfahrzeug im Kreis Neunkirchen, das voll aus der Feuerschutzsteuer des Kreises finanziert wird, übergab in diesen Tagen Landrat Dr. Rudi Hinsberger offiziell der Gemeinde Eppelborn: einen Rüstwagen RW 1. In Anwesenheit von Kreisbrandinspekteur Albert Britz überreichte Landrat Hinsberger die Fahrzeugschlüssel an Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz, der diese an Gemeindewehrführer Gerhard Groß weitergab. Zugeordnet wird das von einem sech Zylinder Turbo-Diesel-Motor getriebene und 160 PS starke Einsatzfahrzeug dem Löschbezirk Eppelborn. Das Fahrzeug, für das die Frau des Landrates, Margret Hinsberger, die Patenschaft übernommen hat, stellt zusammen mit seiner Ausstattung einen Wert von 261.000 DM dar.

Das Einsatzgebiet des neuen Fahrzeuges der freiwilligen Feuerwehr Eppelborn liegt im Bereich der technischen Hilfeleistung innerhalb der Gemeinde sowie dem Löschbezirk Eppelborn zugeordneten Abschnitt der Bundesautobahn A1. "In unserem technischen Zeitalter entwickeln sich die Feuerwehren immer mehr zu technischen Wehren", erläuterte Bürgermeister Lutz im Rahmen der offiziellen Übergabefeierlichkeiten die Notwendigkeit des neuen Einsatzfahrzeuge. "Ölspuren auf der Straße zu beseitigen, Eingeschlossene befreien, überschwemmte Keller auspumpen oder den Autobahnrettungsdienst sichern: All das und vieles mehr stellt sich heute als alltäglich gewordene Aufgabe." Daß das neue Fahrzeug bei seien Einsätzen auch immer unter Gottes Segen steht, dafür trug Pastor Josef Strauß Sorge, der die Einweihung des Fahrzeuges vornahm.

Die Ausstattung des Fahrzeuges ist optimal ausgelegt: Mit einer hydraulischen Winde kann über 45 Meter eine Zugkraft von fünf Tonnen ausgeübt werden. Ein Notstromaggregat ist in der Lage, eine Stromleistung von 12,5 Kilovoltampere zu liefern. Für "ausreichende Beleuchtung", beispielsweise bei Nacht, sorgt ein Lichtmast, der bis zu fünf Meter hoch ausgefahren werden kann und bestückt ist mit zwei 2000 Watt starken Flutlichtscheinwerfern. Komplettiert wird die Ausstattung durch Motor- und Arbeits-, Sanitäts- und Wiederbelebungsgeräte, Schutzbekleidung, Lösch- sowie Beleuchtungs-, Signal- und Fernmeldegeräte. Insgesamt bringt das Einsatzfahrzeug damit ein Gewicht von 7,5 Tonnen auf die Straße.

Im Rahmen der Übergabefeierlichkeiten am Feuerwehrgerätehaus in Eppelborn zeichnete Kreisbrandinspekteur Albert Britz Landrat Hinsberger für seine Verdienste um den Brandschutz mit der Ehrenplakette des deutschen Feuerwehrverbandes - der höchsten Auszeichnung für private Personen - aus. Gleichzeitig ernannte Bürgermeister Lutz mit Alfred Schmitt, Löschbezirksführer in Wiesbach, offiziell den neugewählten Stellvertretenden Gemeindewehrführer der Gemeinde Eppelborn.

Quelle: Saarbrücker Zeitung