FEUERWEHR EPPELBORN
Donnerstag, 19.10.2017 21:56
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Frank Recktenwald
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Geschichte des LB Wiesbach - Teil 4

Die während des Krieges infolge öfteren Wassermangels errichteten Brandweiher konnten, nachdem die Hauptwasserleitung vom Hochbehälter auf der Göttelborner Höhe bis Humeskreuz erneuert und auf dem Wackenberg ein neuer Hochbehälter errichtet war, eingeebnet werden. Die Wehr Wiesbach in einer Stärke von 45 Wehrmännern erhielt im Jahre 1949 an Stelle der Handpumpe aus dem Jahre 1890 eine Motorpumpe (TS 8/8) und wegen des großen und verzweigten Ortsnetzes im Jahre 1951 ein Löschfahrzeug (LF 8, Citrön).

Zuvor was das alte und zu kleine Gerätehaus am südlichen Giebel des Gemeindehauses (frühere Mädchenschule oder Wennersche Schule genannt) durch ein neuzeitliches Feuerwehrgerätehaus mit Schlauchtrockenturm nördlich des Gemeindehauses am Pfarrgarten ersetzt worden. Die endgültige Fertigstellung und Einweihung erfolgte im Jahre 1951. Einen Schulungsraum oder sonstige Räume für Geräte sowie Sanitärräume enthielt dieses Gerätehaus nicht. Die Versammlung und Schulungen erfolgten im Nebenraum des Gasthauses Steimer "Flint" gegenüber dem Gerätehaus. Das war auf Dauer ein unmöglicher Zustand und ein geordneter Unterricht und damit eine geordnete theoretische Schulung der Wehrmänner, die immer notwendiger wurde, war nicht möglich. Nach langwierigen Verhandlung mit dem damaligen Bürgermeister Peter wurde der Wehr ein Kellerraum in der Eberbachschule als Unterrichtsraum zur Verfügung gestellt. Doch bevor der Raum als Unterrichtsraum genutzt werden konnte, hieß es kräftig anzupacken, denn der unansehnliche Raum, der bis zur Decke mit allerlei Unrat angefüllt war, musste entrümpelt und hergerichtet werden. An den Wänden fehlte größtenteils der Putz und überall blühte der Salpeter aus. Manche hielten damals die Herrichtung als Schulungsraum für unmöglich. In den Monaten Januar und Februar 1972 herrschte dann jeden Abend große Betriebsamkeit in dem Raum. Es wurde fleißig gesägt, gehämmert, gebohrt und gestrichen, denn die Wände mussten mit Spannplatten verkleidet werden, wollte man den Raum überhaupt benutzen. Doch am 20. Febr. 1972 konnte der Raum, allen Pessimisten zum Trotz, in einer kleinen Feierstunde übergeben werden. Die Wehr hatte damit erstmals einen geeigneten Schulungsraum.

Bedingt durch die rasante Entwicklung des Ortes und die technische Entwicklung der Feuerwehr war dieses Gerätehaus bald zu klein, es genügte auch nicht mehr den damaligen Anforderungen und war darüber hinaus dringend reparaturbedürftig. Nach langen und zähen Verhandlung mit der Gemeinde Eppelborn konnte im Jahre 1975 mit dem Umbau begonnen werden. Es enthielt zwar einen Schulungsraum aber kein Geräteraum bzw. Sanitärräume. Die Wehr erbrachte auch hier wieder sehr große Eigenleistungen und ersparte der Gemeinde dadurch erhebliche Kosten, so dass der vorgesehene Finanzrahmen unterschritten wurde. Die feierliche Einweihung des heutigen Gerätehauses erfolgte im Mai 1976. Trotz dieses Engagements bedurfte es danach harter Auseinandersetzungen, bis die Wehr die zur Pflege der Schläuche versprochene Waschmaschine und den Trockenschrank erhielt.

Die Zeit bleibt nicht stehen und die technische Entwicklung schreitet immer schneller voran und verschont auch nicht die Feuerwehren. Hinzu kommt, dass die Erwartungshaltung der Bevölkerung ebenfalls immer größer wird und die Schadensabläufe allgemein immer größer und schwieriger werden. Das hat auch zur Folge, dass das heutige Gerätehaus nicht mehr den heutigen technischen Sicherheitsbestimmungen sowie den baulichen und sanitären Anforderungen entspricht und dringend erneuert werden muss. So müssen die Wehrleute des Löschbezirks Wiesbach, als einige der wenigen Wehren im Land, noch die Einsatzkleidung zu Hause aufbewahren. Das ist einerseits eine zusätzliche Belastung für jeden Wehrmann und andererseits Einsatztaktisch ein großer Nachteil. Hält sich ein Wehrmitglied während der Alarmierung irgendwo im Ort auf, muss er zunächst nach Hause eilen um die Einsatzkleidung, die dringend vorgeschrieben ist, anzuziehen und kann erst dann zum Gerätehaus bzw. Einsatzort eilen. Wichtige Zeit geht verloren, zum Nachteil der betroffenen Bürger unseres Ortes. In wiederum zähen Verhandlungen mit dem Gemeinderat konnte 1999 endlich der notwendige Beschluss im Rat zur Erneuerung des Gerätehauses herbeigeführt werden. Architekt Wirtz aus Eppelborn wurde mit der Planung beauftragt und in vielen Detailbesprechungen wurde die Planung im Frühjahr 2000 zum Abschluss gebracht. Der Gemeinderat stimmte im März 2000 dem vorgelegten Plan, der in enger Zusammenarbeit mit dem Löschbezirk erarbeitet wurde, zu. Die notwendigen Haushaltsmitteln werden in die Haushalte 2000 und 2001 eingestellt und Baubeginn wird noch im Laufe dieses Jahres sein. Auch hier wird der Löschbezirk zum wiederholten Male wieder Eigenleistung erbringen und damit den Haushalt der Gemeinde entlasten.

Im Jahre 1963 erhielt die Wehr ein zweites Fahrzeug kostenlos von der 4. Feuerwehrbereitschaft des Kreises Neunkirchen. Das Fahrzeug, ein TLF 8 Unimog des Katastrophenschutzes, mit einem Wassertank von 800 Litern und einer Einbaupumpe mit einer Leistung von 1600 Litern/min. , war eine sehr große technische Bereicherung der Ausrüstung der Wehr, die sich oft bewährt hat. Leider bot dieses Fahrzeug nur Platz für drei Personen. Im Jahre 1965 wurde die alte Tragkraftspritze TS 8/8 aus dem Jahre 1949 durch eine neue moderne Tragkraftspritze TS 8/8 ersetzt. Im gleichen Jahr wurden auch die ersten Preßluftatmer angeschafft und in den folgenden Jahren noch ergänzt. Ohne diese Preßluftatmer kann heute kein Brandeinsatz, wegen der vielen Kunststoffe, mehr durchgeführt werden.

Geschichte des LB Wiesbach - Teil 5

Im Jahre 1968 wurde ein neues Löschfahrzeug LF 8, als Ersatzbeschaffung für das alte Fahrzeug aus dem Jahre 1951, angekauft. 1971 erhielt die Wehr für dieses Fahrzeug vom Kreis das erste Funkgerät SEM 57. 1986 kaufte der Kreis aus Mitteln der Feuerschutzsteuer Mannschaftstransportwagen MTW und stellte jeder Gemeinde des Kreises ein solches Fahrzeug kostenlos zur Verfügung. Das Fahrzeug der...

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