FEUERWEHR EPPELBORN
Dienstag, 17.10.2017 00:09
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Frank Recktenwald
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Geschichte des LB Wiesbach - Teil 3

In dem Ortstatut waren auch die Geräte- und Ausrüstungsgegenstände festgelegt, die mindestens vorhanden sein mussten. So ist es auch zu erklären, dass im Jahre 1911 nach einem noch vorliegenden Inventarverzeichnis nachgenannte Geräte und Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung standen:

  • 1. Handpumpe
  • 4 Beile
  • 2 Spritzen
  • 2 Laternen
  • 2 Wasserwagen
  • 3 Standrohre mit Schlauch
  • 3 Leitern
  • 4 Rettungsleinen
  • 1 Schlauchwagen
  • 17 Leibriemen
  • 2 Feuerhaken
  • 22 Helme
  • 4 Äxte

Im Jahre 1912 wurde durch ein Dekret des Regierungspräsidenten in Trier, das wir nachstehend in vollem Wortlaut wiedergeben, die Wehr Wiesbach wieder als Freiw. Feuerwehr anerkannt.

"Auf Grund des Gutachtens des Feuerwehrverbandes der Rheinprovinz vom 3. Dezember 1912 erkenne ich die Wehr in Wiesbach als freiwillige Feuerwehr an; ich knüpfe hieran aber die besondere, von Ew. Hochwohlgeboren zu überwachende Auflage, dass binnen 2 Jahren der Schlauchbestand auf 150 m gebracht und auf die Dauer in dieser Höhe gehalten wird, und dass fernen binnen Jahresfrist die Uniformierung vollständig durchgeführt ist.

Nach dem Erlass des Herrn Oberpräsidenten der Rheinprovinz vom 9. Juni 1908 Nr. 12.761 wird das Recht zum Tragen der hier in Frage stehender Abzeichen von Ew. Hochwohlgeboren verliehen, während ich nur die hiermit gegebene Genehmigung zu verteilen habe.

gez. Alsen".


Nach der Wiederanerkennung gehörten 31 Wehrmänner der Wehr Wiesbach an. Als Wehrführer fungierte Johann Schonk, und sein Stellvertreter war Matthias Vogel. Seit dieser Zeit waren immer genügend Männer vorhanden, junge und ältere, die sich freiwillig zum Dienst in der Feuerwehr zur Verfügung stellten. Wesentlich hierzu beigetragen hat die in den Jahren 1910-1912 errichtete Wasserleitung im Ort. Zur Brandbekämpfung brauchte kaum noch Wasser mit Eimern zur Brandstelle herbeigeschafft werden. Strohdächer und Fachwerkbauten waren inzwischen fast gänzlich verschwunden und durch massive Tonziegeldächer und Bruchsteinmauerwerk ersetzt, so dass die Brandgefahr doch bei weitem nicht mehr so groß war.

Im Jahre 1920, nach Errichtung einer elektrischen Lichtanlage, erhielt die Gemeinde die erste Sirene als Feuermelder und Alarmanlage. Die Alarmglocke sowie das Horn brachten nicht mehr im Ernstfall bedient zu werden. Nach dem zweiten Weltkrieg war diese infolge des ständig wachsenden Ortes zu klein und auch defekt geworden. Eine weitaus größere Sirene wurde im Jahre 1952 auf dem Dach des Gemeindebüros montiert und in Betrieb genommen. In den Jahren 1963/64 baute der Bund in allen Gemeinde des Landes Luftschutzsirenen; so auch in Wiesbach. Da gerade in dieser Zeit viele Siedlungen gebaut und der Ort sich sprunghaft vergrößerte und bedingt durch große Entfernungen zwischen den einzelnen Ortsenden, war eine Sirene inzwischen nicht mehr ausreichend. Man benutzte die Luftschutzsirenen des Bundes teilweise auch für die Alarmierung der Feuerwehr und so kamen drei weitere Sirenen, verteilt auf den gesamten Ort, hinzu. Anfang der neunziger Jahre baute der Bund, nach der Wiedervereinigung, seine Luftschutzsirenen ab. Die Gemeinde übernahm kostenlos die Sirenen vom Bund die gleichzeitig für die Feueralarmierung benutzt wurden. Im Jahre 1998 hatten die Sirenen generell ausgedient. Der Kreis kaufte für alle Wehrmänner Meldeempfänger und führte somit Kreisweit die "Stille Alarmierung" ein. Die Sirenen wurden alle, bis auf eine ersatzlos demontiert. Lediglich auf dem Gemeindebüro ist noch eine Sirene für den Katastrophenfall zur Alarmierung der Bevölkerung vorhanden.

Geschichte des LB Wiesbach - Teil 4

Die während des Krieges infolge öfteren Wassermangels errichteten Brandweiher konnten, nachdem die Hauptwasserleitung vom Hochbehälter auf der Göttelborner Höhe bis Humeskreuz erneuert und auf dem Wackenberg ein neuer Hochbehälter errichtet war, eingeebnet werden. Die Wehr Wiesbach in einer Stärke von 45 Wehrmännern erhielt im Jahre 1949 an Stelle der Handpumpe aus dem Jahre 1890 eine...

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