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Mittwoch, 25.02.2004
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Frank Recktenwald
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Verdienstkreuz für Hans-Jürgen Olliger

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Auszeichnung: Hans-Jürgen Olliger, Ex-Landesbrandinspekteur, erhält das Bundesverdienstkreuz.
Foto: Hiegel (SZ)
Eppelborn (nip). Hans-Jürgen Olliger ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Der 59-jährige Eppelborner war nicht nur über 13 Jahre hinweg Löschbezirksführer in seiner Heimatgemeinde. Zehn Jahre lang - zwischen 1988 und 1998 - war er als Landesbrandinspekteur oberster Repräsentant der Freiwilligen Wehren im Saarland und als solcher feuerwehrtechnischer Berater und Beauftragter des Innenministeriums. 1996 wurde er bereits mit dem Goldenen Feuerwehrehrenzeichen am Bande geehrt.

Nun kommt eine weitere hohe Anerkennung hinzu: Heute wird ihm von Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Feier beginnt um 16 Uhr im big Eppel.

Die Nachricht, dass Ministerpräsident Peter Müller ihn für diese hohe Auszeichnung vorgeschlagen hat, erreichte ihn bereits am 9. Dezember 2003. "Wenn man weiß, dass ich am 12. Dezember Geburtstag habe, war das ein außerordentlich schönes Geburtstagsgeschenk", sagt Olliger im Gespräch mit der "SZ". Er begreift die Auszeichnung auch als Würdigung der Feuerwehren insgesamt. "Ohne die Unterstützung der Kameraden hätte ich nicht machen können, was ich erreicht habe", erklärt der ehemalige Landesbrandinspekteur in aller Bescheidenheit. Zu seinen liebsten Tätigkeiten aus dieser Zeit gehörten Ehrungen: "Es sind doch die schönsten Aufgaben, wenn man Leute für 25- oder 35-jähriges ehrenamtliches Engagement das Ehrenzeichen verleihen kann." Auch die Tätigkeit auf Bundesebene im Präsidium des Deutschen Feuerwehrverbandes habe ihm stets Spaß gemacht. Die Tatsache, dass man seinen Mitmenschen helfen kann, sei für ihn stets Triebfeder und Motivation für seine Arbeit gewesen, bekundet er.

Auch beruflich hat Olliger mit dem Brandschutz zu tun. Als Bezirksschornsteinfegermeister achtet er darauf, dass es möglichst gar nicht erst zu Bränden kommt. Sein größtes Anliegen wäre es, dass im Saarland wie bereits im Nachbarland Rheinland-Pfalz Rauchmelder verbindlich für Häuser vorgeschrieben würden. "Deutschlandweit könnten durch flächendeckende Ausstattung 600 Brandtote pro Jahr verhindert werden", wie der verdiente Wehrführer weiß.

Eingetreten in die Wehr war er bereits 1961 im Alter von 16 Jahren. Ab 1975 bis 1988 fungierte er als Kreisjugendfeuerwehrwart des Landkreises Neunkirchen.

Quelle: Saarbrücker Zeitung