FEUERWEHR EPPELBORN
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Freitag, 14.08.2015
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Frank Bonner
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Rettung für die Retter – Löschbezirk Bubach-Calmesweiler trainiert das Vorgehen bei einem Atemschutznotfall

Vorschau
Ausbildung im Bereich Atemschutznotfall im LBZ B-C durch Manuel Braun.
Bubach-Calmesweiler. Bei Brandeinsätzen in Gebäuden ist es unerlässlich, dass Einsatzkräfte der Feuerwehr für die Durchführung einer effektiven Brandbekämpfung oder sogar für die Rettung von Menschen in lebenswidrige Gefahrenbereiche vordringen müssen. Hierbei können für die Feuerwehrleute eine Vielzahl von unterschiedlichen Gefahren durch Atemgifte, Sauerstoffmangel sowie eingeschränkte Sichtverhältnisse auftreten.

Eine moderne und adäquate Schutzausrüstung sowie das Tragen geeigneter Atemschutzgeräte ist daher als Schutz vor diesen Gefahren unerlässlich. Auch die regelmäßige Aus- und Fortbildung aller Feuerwehrmänner und -frauen ist eine grundlegende Voraussetzung für einen erfolgreichen und sicheren Einsatz.

Dennoch bleibt der Einsatz von Kräften der Feuerwehr innerhalb eines brennenden Gebäudes eine sehr gefährliche und anspruchsvolle Aufgabe. Gerät ein Atemschutztrupp während des Innenangriffs in eine Notsituation, aus der er sich mit eigener Hilfe nicht mehr befreien kann, so ist er auf die Hilfe und Rettung durch einen bereitstehenden Sicherheitstrupps angewiesen. Die Unfallursachen können hier sehr unterschiedlich sein und hängen von vielen Faktoren ab. Daher ist bei solchen Einsätzen die Bereitstellung eines Atemschutz-Sicherheitstrupps unerlässlich, um im Bedarfsfall auf eventuelle Notsituationen reagieren zu können.

Er muss jederzeit für seinen möglichen Einsatz vollständig ausgerüstet sowie eine zusätzliche Ausrüstung für eine schnelle und effektive Rettung des verunfallten Atemschutzgeräteträgers bereithalten. Durch diese wird die Arbeit des Sicherheitstrupps erheblich erleichtert und gleichzeitig seine Handlungsfähigkeit erweitert. Sie kann u.a. eine Möglichkeit zur Sicherstellung der Atemluftversorgung sowie weitere Hilfsmittel für den schnellstmöglichen und sicheren Transport des verunfallten Atemschutzgeräteträgers in einen sicheren Bereich enthalten.

Da ein Sicherheitstrupp bei der Rettung eines verunfallten Atemschutzgeräteträgers aus einer Notsituation schnell an seine körperlichen Grenzen stößt und hierbei eine Vielzahl von Aufgaben gleichzeitig erledigt werden müssen, sind hierfür in der Regel mehr als nur ein Trupp erforderlich. Eine zeitnahe Unterstützung durch weiteres Personal ist zwingend notwendig. Daher empfiehlt sich der gemeinsame Einsatz von mehreren Sicherheitstrupps sowie ein einheitliches und bei allen Einsatzkräften bekanntes Einsatzkonzept für Atemschutznotfälle. Hierbei sollte der zuerst vorgehende Sicherheitstrupp zeitnah durch weitere Kräfte mit entsprechender funktionaler Sonderausrüstung unterstützt werden.

Ein entsprechendes Konzept wird bei der Feuerwehr Eppelborn durch einen schweren Sicherheitstrupp, mit der internen Bezeichnung Schnell-Einsatz-Team (SET) umgesetzt. Dieses SET wird künftig als Sonderaufgabe durch eine Einheit des Löschbezirk Bubach-Calmesweiler sichergestellt. Das SET wird bei einem entsprechenden Alarmstichwort alarmiert und geht an der Einsatzstelle an zentraler Position in Bereitstellung. So kann der ersteintreffende (leichte) Sicherheitstrupp personell und materiell im Bedarfsfall bei der Rettung von verunfallten Atemschutzgeräteträgern aus kritischen Situationen unterstützt werden.

Die hierfür notwendige Sonderausrüstung wurde im Löschbezirk Bubach-Calmesweiler stationiert. Die Feuerwehrmänner und -frauen aus Bubach-Calmesweiler haben in den letzten Monaten intensiv trainiert, sich weitergebildet und sich so auf ihre zukünftige Sonderaufgabe vorbereitet. Am vergangenen Wochenende erfolgte schließlich trotz schwül warmen Klimas, eine weitere praktische Unterweisung aller Einsatzkräfte des Löschbezirks. Hier hatten alle nochmal die Möglichkeit in unterschiedlich dargestellten Ausgangssituationen das Vorgehen bei einem Atemschutznotfall lageabhängig zu üben und die verschiedenen Handgriffe zu verinnerlichen.