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Dienstag, 28.05.2013
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Frank Recktenwald
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Neue Rettungsleitstelle auf dem Winterberg eingeweiht – Kosten: rund 14 Millionen Euro

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Die Rettungsleitstelle der Winterbergklinik in Saarbrücken wird am Montag (27.05.2013) eingeweiht. (Foto: Becker&Bredel)
Saarbrücken. Die Bauzeit von 24 Monaten ist eingehalten, die Kosten von 14,2 Millionen Euro sind nur geringfügig höher als anfangs geplant. Nach sechs Monaten Probebetrieb ist auch klar: Die neue zentrale Rettungsleitstelle des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) und die Luftrettungsstation des ADAC Rettungshubschraubers "Christoph 16" auf dem Saarbrücker Winterberg funktionieren wie beabsichtigt. Von Herbst an sollen hier alle Anrufe über die Notrufnummer 112 aus dem ganzen Saarland einlaufen und zentral bearbeitet werden.

"Wer die alte Rettungsstelle kannte, wusste, dass sie technisch veraltet, räumlich und sanitär eine Zumutung und zudem nicht behindertengerecht war", begründete der Verbandsvorsteher des ZRF und Landrat des Saarpfalz-Kreises, Clemens Lindemann (SPD) bei der offiziellen Eröffnung die damalige Entscheidung für den Neubau. Während der Bauzeit war die Rettungsleitstelle im Landratsamt Merzig-Wadern ausgelagert. Über neun Millionen Euro flossen in den Bau mit rund 2245 Quadratmetern Nutzfläche, fünf Millionen Euro in die Technik. Herzstück ist der so genannte Dispositionsraum mit 15 Arbeitsplätzen.

Auf einer Videoleinwand sehen die Mitarbeiter auf einer interaktiven Saarlandkarte dank GPS-Signal, wo welches Einsatzfahrzeug sich aktuell befindet. Das System berechnet auch, welches freie Fahrzeug den kürzesten Weg zum Einsatzort hat. Von hier werden die 31 Rettungswachen mit ihren 49 Rettungswagen, 14 Notarzteinsatzfahrzeugen und 54 Krankentransportwagen koordiniert. Knapp über zwei Millionen Euro Zuschuss kamen bisher vom Land, der ADAC zahlte eine halbe Million Euro, den Löwenanteil stemmt der ZRF, der von den Landkreisen getragen wird. "Gute Versorgung und Qualität haben ihren Preis. Jedes gelinderte Leid ist diese Investition wert", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes, Michael Burkert, stellvertretend für alle Organisationen des Rettungsdienstes.

"Die Rettungsleitstelle ist ein wichtiger Meilenstein für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im ganzen Land", betonte Innenstaatssekretär Georg Jungmann (CDU). Auch der ADAC begrüßte die mit nun 16 Räumen optimale Ausstattung im Saarland. "In einem Bundesland nur einen Ansprechpartner zu haben, erleichtert uns die Arbeit", sagte der ADAC Vizepräsident Technik, Thomas Burkard. Der evangelische Pfarrer Hans-Lothar Hölscher sowie Diakon Peter Munkes von der katholischen Kirche gaben der neuen Leitstelle den ökumenischen Segen. Doch noch ist nicht alles fertig. Im Herbst soll die Integrierte Leitstelle an den Start gehen, damit alle Notrufe – auch die Nummer 112 – auf dem Winterberg einlaufen.Dafür müssen die beiden Standorte, Winterberg und die Wache 1 der Berufsfeuerwehr Saarbrücken, miteinander vernetzt werden. An der Wache werden dafür 1,3 Millionen Euro investiert. "Wir bauen eine Sicherheitsinfrastruktur auf, die weltweit ihresgleichen sucht", betonte Jungmann.

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Die Rettungsleitstelle ist rund um die Uhr saarlandweit unter Telefon 19 222 erreichbar. Beim Telefonieren mit dem Handy muss die Saarbrücker Vorwahl (06 81) gewählt werden. Ab Herbst sollen auch alle nicht-polizeilichen Hilferufe (Notruf 112) auch über die neue Rettungsleitstelle auf dem Winterberg koordiniert werden.

Quelle: Saarbrücker Zeitung