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Montag, 25.02.2013
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Frank Recktenwald
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Vier weitere Rußbrände im Kreis

Bild: Vier weitere Rußbrände im Kreis

Kreis Neunkirchen. Zu vier Rußbränden mussten am Wochenende die Feuerwehren im Kreis ausrücken. Und damit setzte sich ein Thema fort, über das die SZ bereits in der vergangene Woche berichtet hatte.

40 Rettungskräfte vor Ort

Kaminöfen sorgen zwar für wohlige Wärme in den heimischen Wohnstuben, doch bei falscher Bedingung der Öfen kann es schnell zu einem Rußbrand im Kamin kommen. Diese, landläufig als Kaminbrände bezeichneten Schadenfeuer, können großen Schaden verursachen. Der unsachgemäße Betrieb von Feuerstätten kann unter Umständen auch lebensgefährliche Folgen haben. So erlitten letzte Woche zwei Personen in Neunkirchen eine Kohlenmonoxidvergiftung.

Am Wochenende war der Brand gestern um die Mittagzeit in Wiebelskirchen schon ungewöhnlich stark ausgeprägt. Eine Stunde kämpften die Wehrleute aus Wiebelskirchen und der Innenstadt gegen die Flammen in einem Wohnhaus in der Ostertalstraße. Den Brand konnten die Einsatzkräfte nur mit Hilfe von Löschpulver und mit Atemschutzgeräten geschützt, eindämmen. Die Ostertalstraße musste für die Dauer der Löscharbeiten voll gesperrt werden. Ein Feuerwehrmann erlitt trotz Schutzhandschuhen Brandverletzungen an der Hand und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus. Rund 40 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, KEW waren vor Ort.

Auskehren und ablöschen

Bereits am Freitagnachmittag zeigte eine dichte Rauchsäule ebenfalls in Wiebelskirchen den Wehren den Weg zur Einsatzstelle in der Siedlung im Breitenfeld. Mit Kehrwerkzeug wurde der brennende Ruß von der Drehleiter aus dem Kamingekehrt und außerhalb des Hauses abgelöscht. Schornsteinfegermeister mussten in beiden Fällen die Kamine auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüfen.

Sachschaden am Kamin entstand kurze Zeit später bei einem Brand in Heiligenwald. Dort brannte ebenfalls zunächst der Ruß in einem Kamin in einem Wohnhaus im Tannenweg. Hier schlugen bereits Flammen aus dem Kamin als die Feuerwehr eintraf. Die Ursache für das offene Feuer war jedoch nicht der Rußbrand, sondern ein Kunststoffrohr einer Gasheizung, das parallel zum Kamin durch den Schacht verlief, war in Brand geraten. Durch die starke Hitze des Rußbrandes, der leicht über 1000 Grad erreichen kann, geriet das Rohr in Brand. Die Ursache hier: Zuviel Brennholz in der Feuerstätte. Dadurch konnten die Flammen in den Kamin übergreifen.

Vier Meter hohe Flammen

Bis zu vier Meter hoch schlagende Flammen aus dem Kamin eines Wohnhauses in der Eppelborner Rathausstraße riefen die Wehren aus Eppelborn sowie die Drehleiter aus Illingen am Samstagnachmittag auf den Plan. In diesem Fall war ebenfalls zu starkes Heizen im Ofen die Ursache für den Branddurchschlag in den Kamin.

Quelle: Saarbrücker Zeitung