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Dienstag, 29.05.2012
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Frank Recktenwald
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Schlauchwagen für die Gemeinde Eppelborn in Ersatzbeschaffung

Vorschau
Der neue GW-L im Rohbau: Er hat schon seine typische feuerwehrrote Farbe, die Blaulichter und der Ausbau der Geräteräume fehlen noch
Die Gemeinde Eppelborn hat im Dezember 2011 die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges vom Typ "Gerätewagen Logistik 2" beschlossen. Dieses Fahrzeug ist ein notwendiger Ersatz für den inzwischen außer Dienst gestellten Schlauchwagen "SW 1000", der im Löschbezirk Eppelborn stationiert war. In der Brandschutzsatzung der Gemeinde Eppelborn und in einem Gutachten zur Feststellung des Brandschutzbedarfes ist die Notwendigkeit eines derartigen Fahrzeuges erwähnt.

Der taktische Einsatzwert eines Schlauchwagens unterstützt in erster Linie die Löschwasserversorgung bei Großbränden und bei kritischer Wasserversorgungssituation. Die Möglichkeit, als Versorgungsfahrzeug für verschiedenen Lagen eingesetzt zu werden (Hochwasser, Bauunfälle, Sturmeinsätze, ...), soll ebenfalls gegeben sein, nicht nur im eigenen Gemeindebezirk, sondern auch überörtlich auf Kreis- oder sogar Landesebene.

Das Fahrzeug wurde sehr streng nach der geltenden Fahrzeugnorm ausgeschrieben und geplant. Lediglich auf eine aufwendige Einzelbereifung wurde verzichtet. Hier wurden Stellungnahmen von Bundeswehr-Fahrlehrern und von Kfz-Werkstattleitern von Baufirmen eingeholt, die den Einsatzzweck, die Einsatzörtlichkeit und das Fahrgestell begutachtet haben.

Das Fahrgestell kommt von der Firma MAN, die feuerwehrtechnische Beladung liefert die Firma C/E/R aus Blieskastel, der Fahrzeugaufbau wird von der Firma IVECO-MAGIRUS gefertigt.

Die Rohbauabnahme soll noch im Juni durchgeführt werden. Mit der Fertigstellung, Endabnahme und Indienststellung des Fahrzeuges wird nach jetzigem Stand der Arbeiten im August gerechnet.

Hintergrundinfo Schlauchwagen
Eine eigene Norm für Schlauchwagen existiert nicht mehr. Die aktuelle Norm "DIN 14555-22 vom Juni 2010 (Rüstwagen und Gerätewagen - Teil 22: Gerätewagen Logistik GW-L2)" beschreibt den Anwendungsbereich der neuen Fahrzeugtypen:
Dieses Dokument gilt für geländefähige Gerätewagen Logistik GW-L2, die abhängig von der jeweils aufgenommenen Beladung von der Feuerwehr zum Transport von Ausrüstungen und sonstigen Materialien im Zusammenhang mit Einsätzen der Feuerwehr - insbesondere auch bei Hochwasser und Großschadenslagen/-ereignissen - und als Schlauchwagen eingesetzt werden.

Soll ein Gerätewagen Logistik 2 -GW-L2- in seiner Basiseinsatzbereitschaft als Schlauchwagen eingesetzt werden, muss neben der Standardbeladung der Norm (DIN 14555-22:2010-06: Tabelle 1 - Standardbeladung) eine weitere, zusätzliche Beladung dauernd verlastet sein (DIN 14555-22:2010-06: Tabelle 2 - Zusatzbeladung, Ausrüstungsmodul "Wasserversorgung"). Der technische Einsatzwert entspricht dann dem Schlauchwagen 2000 (SW 2000) nach der alten, nicht mehr aktuellen Norm (bezeichnend mit 2000 Meter B-Schlauchmaterial an Bord).

Damit eine Einsatzzentrale entsprechend einer festgelegter Alarm- und Ausrückordnung im Schadensfall die richtigen Einheiten alarmiert, sind alle Fahrzeuge entsprechend ihres Einsatzwertes mit einer Kennung versehen, der sogenannten Kennzahl der Fahrzeugart im Funkrufnamen. In der "Verwaltungsvorschrift über Funkrufnamen für die Feuerwehren im Saarland" werden Gerätewagen mit den Kennzahlen 60 bis 69 und Schlauchwagen mit den Kennzahlen 70 bis 79 festgelegt. Nach Information des zuständigen Fachreferats im Ministerium für Inneres und Sport werden Gerätewagen Logistik mit Standardbeladung "Wasserversorgung" in die Gruppe der Schlauchwagen fallen. Das neue Fahrzeug der Gemeinde Eppelborn wird somit die neue Funkrufnamen-Kennzahl "75" erhalten.