FEUERWEHR EPPELBORN
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Dienstag, 15.05.2012
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Frank Recktenwald
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Parksituation behinderte die Feuerwehr bei Übung in Kinderwohnheim

Vorschau
Der Gruppenführer gibt den Einsatzbefehl an die ersten Einsatzkräfte
Wiesbach. Schon auf der Straße war das Piepen der Rauchmelder zu hören, und auch der Rauch, der aus einigen Fenstern des Wohnhauses in der Wiesbacher Josefstraße drang, ließ nichts gutes erahnen. Nur wenig später schlugen die Melderempfänger der Wiesbacher Feuerwehrleute Alarm und riefen zum Einsatz: Der Auftakt zu einer unangekündigten Alarmübung im Löschbezirk Wiesbach.

Bei dem Wohnhaus handelt es sich um ein Wohnheim für Kinder und Jugendliche der CTT. Dort leben in der Regel Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 11 und 16 Jahren zusammen mit ihren Betreuern. Für die Übung hatten die Planer das gesamte Gebäude mit unschädlichem Diskonebel verraucht, um für realistische Bedingungen zu sorgen.

Schon kurz nach dem Alarm erreichte das erste Einsatzfahrzeug die Einsatzstelle. Dort erfuhr der Einsatzleiter von den Betreuern, dass sich noch 12 Personen, überwiegend Kinder, in dem Gebäude aufhalten müssen.

Ein Trupp rüstet sich mit Atemschutzgeräten zur Menschenrettung aus
Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten drangen mehrere Trupps zur Menschenrettung in das Gebäude vor. Schnell konnten die vermissten Kinder trotz der schlechten Sicht in den völlig verqualmten Räumen gefunden und ins Freie gebracht werden. Dann konnte mit den Löscharbeiten begonnen und der Brand im Keller des Wohnhauses gelöscht werden. Die Jugendlichen, die auch die Verletzten mimten, hatten dabei bei der Übung großen Spaß und beobachteten die Arbeiten der Feuerwehr gespannt.

Nach der Übung waren die Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuern ins Wiesbacher Feuerwehrgerätehaus eingeladen. Dort lernten sie in Theorie und Praxis den richtigen Einsatz von Feuerlöschern. Eindrucksvoll war dabei auch die Demonstration einer Fettexplosion sowie der Behälterzerknall einer ins Feuer geworfenen Spraydose. Zum Abschluss konnten dann alle selbst an mit Feuerlöschern an der kreiseigenen Übungsanlage einen Entstehungsbrand löschen.

Problematisch: Die Parksituation in den Nebenstraßen. Dadurch wäre ein Einsatz der Drehleiter unmöglich gewesen
Während die Einsatzleitung mit der Leistung der Einsatzkräfte sehr zufrieden war, stieß das Verhalten einiger Anwohner auf Unverständnis bei den Feuerwehrleuten: In den eng zugeparkten Nebenstraßen war eine Durchfahrt mit den Löschfahrzeugen zum Teil unmöglich. Doch auch durch die mit Martinshorn wartenden Einsatzfahrzeuge ließen sich die Anwohner nicht dazu bewegen, ihre Fahrzeuge zur Seite zu fahren. Eine im Ernstfall benötigte und mitalarmierte Drehleiter hätte den Einsatzort nicht erreichen beziehungsweise in Stellung gebracht werden können. "Das hätte Menschenleben kosten können", so das Fazit der Übung.

Die Feuerwehr bittet Sie, einige wenige Punkte beim Abstellen Ihres Fahrzeugs zu beachten:


  • Parken Sie nicht vor Feuerwehrausfahrten oder Feuerwehrzufahrten
  • Stellen Sie Ihr Fahrzeug nicht im Halte- oder Parkverbot ab
  • Achten Sie beim Parken darauf, dass noch genügend Durchfahrtbreite bleibt. Denken Sie bitte auch daran, dass ein Feuerwehrfahrzeug breiter ist als ein Pkw