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Samstag, 22.10.2011
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Frank Recktenwald
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Erfolgreiche Nachtübung auf dem Marienhof

Bild: Erfolgreiche Nachtübung auf dem Marienhof

Humes. Mit Blaulicht und Martinshorn rückten mehrere Feuerwehrfahrzeuge aus Humes und Wiesbach am Abend des 22. Oktober 2011 auf dem Marienhof in Humes an. Sie waren gegen 19:00 Uhr zu einer gemeinsamen Nachtübung alarmiert worden. Brandmeister Patrick Behr, der die Übung auf dem Aussiedlerhof vorbereitet hatte, erwartete die Einsatzkräfte bereits und wies sie in die Lage ein.

Mehrere Szenarien gleichzeitig mussten dabei von den 33 Einsatzkräften bewältigt werden: In einem Gebäude des Hofes wurde ein Brand angenommen. In den völlig verqualmten Räumen galt es, vor der eigentlichen Brandbekämpfung eine noch vermisste Person zu finden und ins Freie zu retten. Ausgerüstet mit Atemschutzgeräte und durch die starke Verqualmung keine leichte Aufgabe für die Feuerwehrleute. Zeitgleich musste auch der Löschangriff vorbereitet werden.

Besonders die Wasserverversorgung auf demabgelegenen Aussiedlerhof stellte eine schwierige Aufgabe dar: Eine lange Schlauchleitung und Verstärkerpumpen mussten aufgebaut werden, um das Löschwasser aus einem Hydranten in der Straße "Alte Nachtweide" zu entnehmen und zur Einsatzstelle zu fördern.

Anheben der Last mit pneumatischen Hebekissen
Das Löschwasser wurde auch an anderer Stelle benötigt: Ein Reifenstapel war in Brand geraten und musste gelöscht werden, so lautete die Übungsaufgabe für eine weitere Gruppe. Und damit nicht genug: In einem Schuppen war ein Arbeiter unter einem schweren Traktor eigeklemment und musste befreit werden. Dazu kamen pneumatische Hebekissen zum Einsatz, mit denen das schwere Gefährt angehoben und die Person so gerettet werden konnte. Auch diese Arbeiten mussten unter Atemschutzeinsatz durchgeführt werden, da mit Atemgiften zu rechnen war.

Die Übungsleitung zeigte sich sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung. Alle gestellten Aufgaben wurden schnell und erfolgreich gelöst. Als problematisch erwies sich jedoch die Wasserversorgung. Im Ernstfall und bei größerem Löschwasserbedarf müssten zusätzlich lange Leitungen von den Fischweihern zur Einsatzstelle verlegt werden.

Die gemeinsame Nachtübung der beiden Löschbezirke hat inzwischen Tradition und findet einmal jährlich im Wechsel in einem der beiden Ortsteile statt. Sie dient vor allem auch der gemeinsamen Zusammenarbeit, wie sie in Einsätzen mittlerweile regelmäßig gefordert wird.