FEUERWEHR EPPELBORN
Samstag, 18.11.2017 17:01
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Frank Recktenwald
Top TECHNIK

Alarmierung der Feuerwehr Eppelborn

Die Aufgabe eines leistungsfähigen Alarmierungssystems ist es, immer dann, wenn ein Eingreifen der Feuerwehr notwendig wird, eine möglichst große Zahl von Hilfskräften in kürzester Zeit zu benachrichtigen. In der Gemeinde Eppelborn erfolgte dies bis 1998 ausschließlich durch die Feuerschutzsirenen. Die Wartungskosten für die Sirenen waren jedoch sehr hoch, und die Sirenenalarmierung war durch die mit ihr verbundene Lärmbelästigung nicht mehr zeitgemäß. Auch die immer effektivere Dämmung von Fahrzeugen und Wohnhäusern sorgte dafür, dass die Sirenen nicht alle Einsatzkräfte erreichten.

Eine Umstellung auf Funkmeldeempfänger im bestehenden anlogen Funksystem war durch die Randlage der Gemeinde Eppelborn im Landkreis Neunkirchen und der daraus resultierenden schlechten Funkabdeckung nicht möglich. Besserung versprach die digitale Alarmierung, bei der die Rufaussendung in kleineren Funkzellen erfolgt. Dadurch ließ sich der Empfang durch Meldeempfänger im ganzen Gemeindegebiet sicherstellen.

Im Jahr 1998 erfolgte nach langer Planung dann die Umstellung zusammen mit den anderen Feuerwehren im Landkreis Neunkirchen. Die Feuerschutzsirenen wurden bis auf eine in jedem Ortsteil abgebaut, und die Wehrmänner und -frauen wurden mit so genannten digitalen Funkmeldeempfängern ausgestattet. Diese Geräte funktionieren ähnlich dem bekannten Cityruf-System und können bequem in der Tasche oder am Gürtel mitgenommen werden.

Die Gemeinde Eppelborn hatte sich zum Anfang für zwei Arten der Funkmelder entschieden. Die Führungskräfte verfügen über einen Text-Melder vom Typ "Patron", der zusätzlich zum Alarmstichwort wie "Brandalarm" oder "Technische Hilfe" einen bis zu 2000 Zeichen langen Alarmtext auf einem beleuchteten LCD-Display anzeigen kann. Dadurch sind Einsatzort oder weitere Hinweise sofort ersichtlich.

Alle anderen Einsatzkräfte wurden mit dem Meldeempfänger vom Typ "Hurricane" ausgestattet. Bei einem Alarm kann er einen vorher einprogrammierten Ansagetext mit Einsatzstichwörtern ausgeben.

Mittlerweile ist schon die nächste Generation von Meldeempfängern im Einsatz. Nach und nach werden die alten Modelle durch Geräte der Serie "BOSS" ersetzt, mit denen alle Einsatzkräfte die Einsatz-Textnachrichten empfangen können.