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Freitag, 23.07.2010
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Frank Recktenwald
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Bald Hilfe aus einer Hand

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Damit Hilfe schneller vor Ort ist, soll es im Saarland bald eine zentrale Leitstelle für nichtpolizeiliche Notrufe geben. (Foto: dpa)
Saarbrücken. Alle Notrufe für Rettungsdienst und Feuerwehr im Saarland sollen ab dem Jahr 2012 an einer zentralen Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg einlaufen. Darauf haben sich jetzt das Innenministerium, die Landeshauptstadt Saarbrücken und der Rettungszweckverband geeinigt. Innenstaatssekretär Georg Jungmann (CDU) verspricht sich davon, dass künftig alle unter der Rufnummer 112 eingehenden Notrufe schneller bearbeitet und Hilfe entsprechend schneller vermittelt werden kann.

In Saarbrücken dauert es bei Feuerwehreinsätzen derzeit durchschnittlich acht Minuten vom Eingang des Notrufs bis zum Eintreffen am Einsatzort. Beim Rettungsdienst beträgt diese Zeitspanne derzeit zwölf Minuten. Ziel sei es, so Jungmann, diese Zeiten "auch auf dem flachen Land einzuhalten oder zu unterbieten". Saarbrückens Sicherheitsdezernent Paul Borgard (CDU) betont: "Dank der neuen Leitstelle wird es eine Verbesserung der Sicherheit im Saarland geben."

Die so genannte Integrierte Leitstelle, für die insgesamt zwölf Millionen Euro veranschlagt sind, soll mit dem gleichen System der Swissphone Gruppe ausgestattet werden, das auch die zentrale Leitstelle für Polizei Notrufe steuert. Dort hatte sich die Inbetriebnahme wegen wiederholter technischer Probleme jedoch immer wieder verzögert (wir berichteten). Nach Angaben von Innenstaatssekretär Jungmann "profitiert die neue Integrierte Leitstelle nun indirekt von diesen Fehlern, da die Kinderkrankheiten des Systems inzwischen behoben worden sind".

Auf dem Winterberg, wo am heutigen Freitag Spatenstich für den Bau der neuen Integrierten Leitstelle ist, sollen die 112-Notrufe entweder sofort den nächstgelegenen Rettungsdienst in Gang setzen oder – bei Notrufen für Feuerwehr- und Katastrophenschutz – es wird die Einsatzzentrale im Saarbrücker Hessenweg zur Einsatzvermittlung zugeschaltet. Direkt zu erreichen sein wird die Feuerwehr-Einsatzzentrale im Hessenweg künftig nur noch bei Großschäden. Im Saarland gehen nach offiziellen Angaben jährlich 220 000 Notrufe ein. Dabei wächst insbesondere die Zahl der Haus-Notrufe.

Quelle: Saarbrücker Zeitung