FEUERWEHR EPPELBORN
Dienstag, 17.10.2017 09:59
Eppelborn  |  Bubach-Calmesweiler  |  Dirmingen  |  Habach  |  Hierscheid  |  Humes  |  Wiesbach  |  Macherbach  
Samstag, 12.09.2009
Druckversion
Frank Recktenwald
Top AUSBILDUNG

Großeinsatz im Gewerbegebiet - Feuerwehr meistert Aufgaben an Jahresabschlussübung

Bild: Großeinsatz im Gewerbegebiet  - Feuerwehr meistert Aufgaben an Jahresabschlussübung

Ausgerechnet asiatische Himmelslaternen, die als Überraschung auf der Geburtstagsfeier des Wiesbacher Löschbezirksführers in den Himmel steigen, sind der Auslöser für einen Großbrand im neuen Gewerbegebiet "A1 interkommunal" in Wiesbach. Brennend stürzen im Umfeld einer Firma zu Boden, die sich auf Vulkanisationsarbeiten von Gummi spezialisiert hat. Dort entsteht - bedingt durch die tagelange Trockenheit - relativ schnell ein Flächenbrand, der sich schnell ausbreitet und auch auf das Gebäude der Firma übergreift und die dort gelagerten Materialien entzündet.

Mit diesem Szenario beginnt am vergangenen Samstag die diesjährige Jahresabschlussübung der Eppelborner Feuerwehr. Zahlreiche Schaulustige haben sich bereits im Gewerbegebiet versammelt, als die ersten Fahrzeuge aus dem Löschbezirk Wiesbach eintreffen. Deren Aufgabe ist es zunächst, die drei noch in der brennenden und inzwischen stark verrauchten Werkshalle vermissten Arbeiten zu finden und ins Freie zu retten. Der Einsatzleiter, der das ganze Ausmaß erkennt, lässt schnell weitere Löschbezirke zur Unterstützung nachalarmieren.

Auch Helfer der DRK-Ortsvereine Humes/Hierscheid, Wiesbach und Eppelborn sind inzwischen mit zahlreichen Fahrzeugen angekommen und richten unweit der Einsatzstelle einen Verbandplatz ein und kümmern sich die Verletzten, die von der Feuerwehr gerettet wurden.

Vorbereiten der Atemschutzgeräte für den Innenangriff in der Industriehalle
Verstärkung kommt mit den Löschbezirken Humes und Habach, die gleichzeitig zum Innenangriff mit der Brandbekämpfung im Aussenbereich beginnen. Da das Feuer inzwischen auf weitere Gebäude übergegriffen hat wird ein zweiter Einsatzabschnitt gebildet, den die Einsatzkräfte aus Dirmingen, Hierscheid und Eppelborn bewältigen müssen. Wegen der starken Rauchentwicklung müssen sich die Trupps mit Atemschutzgeräten ausrüsten. Das benötigte Löschwasser dazu wird aus mehreren Hydranten entnommen. Es ist zugleich auch der Praxistest für einen neuen Hydranten, der in dieser Übung zeigen soll, dass er die geforderten Wassermengen liefern kann.

Um den Einsatz mit zahlreichen eingesetzten Einheiten bewältigen zu können, kommt auch der Einsatzleitwagen der "Technischen Einsatzleitung" des Landkreises Neunkirchen aus Ottweiler zum Einsatz. Von hier aus wird der Einsatz zusammen mit dem Einsatzleiter gelenkt. Darüber und über die weiteren Arbeiten der Feuerwehr informierten sich zahlreiche Gäste aus der Kommunal- und Lokalpolitik, die sich ein Bild von der Schlagkraft ihrer Feuerwehr verschaffen wollten.

Noch während der Löscheinsatz auf vollen Touren läuft, kommt es auf der Landstraße, die an der Einsatzstelle vorbeiführt, zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Kleinbus und einem Pkw. Zahlreiche Insassen werden verletzt, der Fahrer des Wagens ist eingeklemmt. Glücklicherweise ist auch der Unfall geplant und gehört zur Übung, fünf Statisten mimen die verletzten Fahrzeuginsassen. Unterstützt von Kameraden aus Eppelborn und Macherbach übernimmt der Löschbezirk Bubach-Calmesweiler diesen Teil der Übung.

Herausnehmen der Frontscheibe des Unfallwagens
Während die Fahrgäste im Kleinbus aus eigener Kraft das Fahrzeug verlassen können, kümmert sich ein Rettungsassisten der Feuerwehr um den schwer verletzten Fahrer des Pkw. Nach einer medizinischen Erstversorgung werden die Scheiben herausgenommen und das Fahrzeugdach abgetrennt, bevor er an die bereitstehenden Helfer des DRK übergeben werden kann.

Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz fand im Anschluss an die Übung lobende Worte für seine Feuerwehrleute. Gemeinsam mit Wehrführer Hermann Josef Recktenwald und Kreisbrandinspekteur Werner Thom lobte der die gezeigte Leistung bei dieser Übung, die zusammenfassend sehr gut verlief. Einzig bei der Alarmierung der Einsatzkräfte kam es zu Verzögerungen, was sicherlich durch zwei weitere parallel laufende Großübungen verschuldet war.

Insgesamt waren bei der Übung rund 150 Feuerwehrleute und 16 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes eingesetzt.