FEUERWEHR EPPELBORN
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Freitag, 10.10.2008
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Frank Recktenwald
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Nachteinsatz der Jugendfeuerwehr im Gewerbegebiet Wiesbach

Bild: Nachteinsatz der Jugendfeuerwehr im Gewerbegebiet Wiesbach

Wiesbach. Blaulichter zucken durch die Dunkelheit, als mehrere Einsatzfahrzeuge am Abend des 10. Oktober 2008 im neuen Gewerbegebiet "A1 interkommunal" im Eppelborner Ortsteil Wiesbach anrücken. Der Einsatzleitwagen aus Eppelborn wartet bereits an der Einfahrt zu einer Seitenstraße. Dort werden die anrückenden Einheiten eingewiesen.

Doch was war passiert? Ein ausgedehnter Containerbrand erfordert den Einsatz der Feuerwehr, mehrere Personen werden noch auf dem Gelände einer Firma vermisst. Zügig beginnen die Arbeiten: Geräteräume werden geöffnet, Scheinwerfer erhellen die Einsatzstelle.

Bei genauerem Hinsehen dann eine Überraschung: Es sind Jugendfeuerwehrleute, die da routiniert zu Werke gehen. Und bei dem Einsatz handelt es sich "nur" um eine Übung der Jugendfeuerwehr. Insgesamt 26 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 8 und 16 Jahren sind gemeinsam mit ihren Jugendbetreuern angerückt, um in einer gemeinsamen Übung das erlernte Wissen in der Praxis anzuwenden.

Gleich zwei Einsatzabschnitte müssen die Jugendlichen bewältigen: Um den Containerbrand zu bekämpfen, muss eine Wasserversorgung aufgebaut und ein Löschangriff vorgenommen werden. Ausserdem ist ein Arbeiter unter mehreren Paletten eingeklemmt. Dazu kommt die Dunkelheit: Um sicher arbeiten zu können, muss die Einsatzstelle mit Scheinwerfern ausgeleuchtet werden. Bei all den Arbeiten stehen den Jugendlichen, die mit viel Eifer bei der Sache sind, erfahrene Kameraden aus der Einsatzabteilung zur Seite.

Bis zur Befreiung wird der Verletzte betreut
Während der Löschangriff aufgebaut wird, wird die Rettung des eingeklemmten Arbeiters vorbereitet. Holzbohlen zum Unterbauen, eine Krankentrage und Stemmeisen werden vorgenommen. Dann erfolgt schrittweise die Befreiung der Übungspuppe. Mit dem Stemmeisen werden die Paletten angehoben, jeder gewonnene Zentimeter mit den Holzbohlen gesichert. Dann ist es geschafft: Der Patient ist befreit und kann auf der Krankentrage in Sicherheit gebracht werden.

Nicht nur die Jugendlichen hatten eine Menge Spaß beim Bewältigen der Aufgaben, auch die Jugendbetreuer waren sehr zufrieden mit ihren Schützlingen. Im Gerätehaus in Wiesbach hatten sie mit Schnitzeln und Pommes eine willkommene Stärkung nach getaner Arbeit vorbereitet.