FEUERWEHR EPPELBORN
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Mittwoch, 17.09.2008
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Frank Recktenwald
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Humes muss für den Ernstfall herhalten

Bild: Humes muss für den Ernstfall herhalten

Von SZ-Mitarbeiter Michael Stephan

Humes. Der ohrenbetäubende Lärm der Sirenen holt um 14.01 Uhr auch den letzten Humeser aus seinem sonntäglichen Mittagsschlaf. Wenige Minuten später ertönen die Martinshörner der anrückenden Rettungskräfte in den Straßen des Eppelborner Ortsteils. Die Heizungsanlage der Schulturnhalle ist explodiert, der Hausmeister liegt schwer verletzt daneben und durch das sich ausbreitende Feuer droht die nächste Katastrophe. Zudem ist auf der Rückseite der ehemaligen Schule der Blitz eingeschlagen und der Brand breitet sich scheinbar unaufhaltsam aus. Die allgemeine Verwirrung hat ein Brandstifter ausgenutzt und im Pfarrsaal gezündelt. Das Dach der benachbarten Sportklause steht ebenfalls schon in Flammen.

Was sich hier wie ein wahrer Gau für Feuerwehrleute und Rotkreuzler anhört, ist zum Glück nur ein Teil der Jahreshauptübung der Jugendfeuerwehr und des Jugendrotkreuzes der Gemeinde Eppelborn. 80 angehende Feuerwehrfrauen und -männer zwischen acht und 16 Jahren sowie zehn Jugendliche des DRK-Ortsverbandes Humes-Hierscheid stellten am frühen Sonntagnachmittag unter den Augen von Kreisbrandinspekteur Werner Thom, Eppelborns Wehrführer Hermann-Josef Recktenwald und der Löschbezirksführer aus allen acht Eppelborner Löschbezirken ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis.

Rund 30 Betreuer standen ihnen zur Seite und halfen wenn es mal irgendwo klemmte. Den Hauptteil der Übung mussten sie in Eigenverantwortung durchführen. Dazu gehörten genau abgestimmte Löschangriffe ebenso wie die Rettung von Menschenleben. Dass da in der ersten Aufregung mal das Schlauchaufrollen nicht so funktioniert wie in den unzähligen Trainingsstunden, falsch angekuppelt oder die Wucht des einströmenden Wassers leicht unterschätzt wird, ist nur zu leicht verständlich. Aber die Jungen und Mädchen waren voll motiviert und wussten, was sie zu tun hatten. Die Verletzten wurden schnell gefunden und vom DRK vorbildlich versorgt und die Brände waren ebenfalls schnell unter Kontrolle. Kurz und gut: Der Übungseinsatz war ein voller Erfolg. „Ihr habt eine gute Übung gemacht“, lobte dann auch der Wehrführer zu Recht. Und weiter: „Ich bin stolz auf die Jugendfeuerwehr und das Jugendrotkreuz.“

Kreisbrandinspekteur Thom stimmte in das Lob mit ein und beglückwünschte die Nachwuchsbrandbekämpfer ebenfalls zur „guten Leistung“.

Quelle: Saarbrücker Zeitung