FEUERWEHR EPPELBORN
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Montag, 15.09.2008
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Frank Recktenwald
Top FEUERWEHR IN DER PRESSE

Wehr meistert schwierige Übung

Vorschau
Die Rettung von Menschenleben ist oberste Priorität bei den Einsätzen der Feuerwehr. (Foto: Michael Stephan / Saarbrücker Zeitung)
Eppelborn. Der Himmel meinte es am Samstag nicht gut mit der Freiwilligen Feuerwehr Eppelborn. Die ganze Jahreshauptübung über schüttete es wie aus Kübeln. Aber wie meinte ein Passant so treffend: „Auch bei Regen kann es brennen.“

Auslaufende Säure

Drei schwierige Szenarien hatte sich die Eppelborner Feuerwehrspitze ausgedacht, um das Können der Wehr realitätsnah zu überprüfen: Im Industriegebiet In Baden im Ortsteil Dirmingen kommt es am Nachmittag bei Montagearbeiten zu einem Unfall. Zwei Arbeiter werden schwer verletzt und von einem Transporter eingeklemmt. Zu allem Unglück ist der örtliche Löschbezirk Dirmingen gerade bei der Partnerwehr in Finsterwalde zu Besuch. Deshalb wird umgehend der Löschbezirk Eppelborn informiert. Kurz darauf überhitzt in einem Baubetrieb in unmittelbarer Nähe ein Batterieladegerät. Der technische Defekt löst einen Brand aus und lässt zudem eine angeschlossene Batterie explodieren. Die auslaufende Säure verätzt einen Mitarbeiter, der den Brand daher nicht löschen kann. Schnell greift das Feuer auf eingelagerte Kartonagen über; weiteren Arbeitern ist der Fluchtweg versperrt. Die Eppelborner Einsatzleitung informiert deshalb sofort die Löschbezirke aus Macherbach, Habach und Bubach-Calmesweiler.
Dann passiert ein weiterer ernsthafter Zwischenfall: Beim Wechseln von Gasflaschen eines Staplers kommt es in einer nahe liegenden Firmenhalle zu einer Verpuffung. Ein Angestellter der Firma hört einen Knall und sieht eine Rauchentwicklung. Er greift zum Telefon und alarmiert die Feuerwehr. Über die Leitstelle Neunkirchen wird daraufhin der Löschbezirk Wiesbach alarmiert. Beim Eintreffen am Einsatzort muss der Gruppenführer erkennen, dass sich der Brand rasch auf die Nachbargebäude ausbreitet.

Überörtliche Leitung?

Zudem werden noch Mitarbeiter im Bereich der Halle vermisst. Es werden die Löschbezirke Hierscheid und Humes nachalarmiert. Zwei Rettungsfahrzeuge des DRK Eppelborn und Wiesbach treffen ebenfalls ein.

An diesem Nachmittag ist also nahezu die gesamte Bandbreite der möglichen Hilfeleistungen der sieben ausgerückten Löschbezirke der Gemeinde Eppelborn gefragt – von der technischen Hilfeleistung bis zur Brandbekämpfung. 130 Feuerwehrmänner und -frauen sowie sechs Rotkreuzler sind im Einsatz und haben die Krisenherde schnell unter Kontrolle. Damit bestätigen sie nur zu gut eine Aussage im aktuellen Brandschutzbedarfsplan: „Der Ausbildungsstand der Feuerwehr Eppelborn liegt auf einem hohen Niveau.“

Wehrführer Hermann-Josef Recktenwald warf die Überlegung in den Raum, baldmöglichst eine überörtliche Einsatzleitung ins Leben zu rufen.

Die Einsatzleitung heute mit der Koordination von sieben Löschbezirken habe zwar gut geklappt, meinte Recktenwald. „Aber bei solchen Großeinsätzen kann es immer schnell zu Problemen kommen.“

Quelle: Saarbrücker Zeitung